Wie gesund ist Müsli wirklich? – Tipps, Produkte und Rezepte

Wie geunsd ist Müsli? Experten-Tipps und empfehlenswerte Produkte
Foto: © misterQM / photocase.de

Zucker, Palmöl, Zusatzstoffe: in Müsli stecken oft Zutaten, die nicht unbedingt zu einem gesunden Frühstück gehören. Wir zeigen, worauf du beim Kauf achten solltest, welche Bio-Müslis empfehlenswert sind und wie du dein Müsli selber machen kannst.

Müsli ist – entgegen mancher Vorurteile – längst nicht nur unter „Ökos“ ein sehr beliebtes Frühstück. Rund 15 Prozent der Deutschen essen zumindest mehrmals pro Monat Müsli zum Frühstück.

Die Auswahl an Müslisorten im Handel ist riesig, selbst, wenn man Cornflakes & Co. nicht mitzählt: vom reinen Getreideflocken- über Schoko- bis hin zum Quinoa-Gojibeeren-Müsli. Weil es wichtige Nährstoffe liefert, gilt Müsli gemeinhin als gesundes Frühstück – doch wenn man genauer hinsieht, stellt sich das nicht selten als Irrglaube heraus.

Viele Müslis enthalten zu viel Zucker und Fett

Fertig gemischte Müslis aus dem Supermarkt oder Bioladen sind häufig kein guter Start in den Tag, sondern schlichtweg eine Süßigkeit: viele Produkte enthalten Unmengen an Zucker, Fett und diverse Zusatzstoffe.

Bei Schoko- und Knuspermüslis kann man leicht erraten, dass oft viel Zucker enthalten ist. Doch auch eigentlich gesunden Früchtemüslis wird er häufig zugesetzt. Es lohnt sich stets, auf die Zutatenliste zu schauen. Auch wenn dort nicht ausdrücklich „Zucker“ steht: Auch hinter Stoffen wie Dextrose, Fruktose, Glucose, Saccharose, Maltodextrin, Invertzuckersirup, Karamell(zucker)sirup, Glukosesirup, Honig oder Gerstenmalzextrakt verbirgt sich Zucker.

Das gilt ganz besonders für Kinder-Müslis: Gerade dort ist häufig zu viel Zucker enthalten – und gerade bei Kindern ist es wichtig, dass sie nicht zu viel davon essen. Mehr zum Thema: Kellogg’s & Co: Zuckerbombe zum Frühstück

Oft enthält Müsli zu viel Zucker und Fett
Viele Müslis enthalten zu viel Zucker. (Foto: © Utopia)

Während Zucker vor allem ein Problem für die Gesundheit ist, ist das Fett auch eines für die Umwelt. Denn viele Müslis enthalten Palmöl. Dieses ist in der Gewinnung äußerst problematisch: Es stammt häufig von Plantagen, für die Urwald gerodet wurde – riesigen Monokulturen, die alles andere verdrängen. Klima, Artenvielfalt und auch die Menschen vor Ort leiden unter dem Palmölanbau. Ausnahme: Einige (kleinere) Bio-Hersteller beziehen ihr Palmöl von Bio-Plantagen, die ökologisch, fair und verantwortungsvoll wirtschaften.

Fett ist in erster Linie in Knuspermüslis (oft als „Crunchy“ beworben) ein Problem: für Knuspermüslis werden die Getreideflocken in Fett gebacken, so kleben sie zusammen und werden schön knusprig.

Was ist gesundes Müsli?

„Grundsätzlich ist Müsli ein optimales Frühstück, weil es viele für uns wichtige Nährstoffe enthält: Kohlenhydrate liefern uns schnell verfügbare Energie. Vitamine und Mineralstoffe benötigen wir für unseren ganzen Körper. Ballaststoffe wirken sich positiv auf die Darmgesundheit aus und sättigen lange“

sagt Nadia Röwe, Oecotrophologin und Redakteurin beim aid Infodienst e. V..

Dabei sollte man jedoch auf die Zutaten des Müslis achten: „Ein gesundes Müsli ist ungezuckert und enthält am besten auch Vollkorn-Getreideflocken“, so Röwe.

An Getreide  können zum Beispiel Hafer-, Dinkel-, Weizen-, Roggen- oder Gerstenflocken enthalten sein bzw. eine Mischung aus diesen. Auf der Müsli-Verpackung kannst du nachlesen, ob wirklich Vollkornflocken drin stecken.

Getrocknete Früchte sind ebenfalls eine gute Zutat für Müsli, die Vitamine und Mineralien liefert – allerdings sollten sie unbedingt ungezuckert sein. Alternative: Müsli beim Frühstück mit frischen Früchten kombinieren, zum Beispiel mit Äpfeln, Birnen oder Beeren.

Nüsse und Samen (zum Beispiel Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Leinsamen, Sonnenblumenkerne usw.) enthalten hochwertige, ungesättigte Fettsäuren.

Wann ist Müsli gesund?
Gesundes Müsli: Vollkorngetreideflocken, Früchte, Samen, Nüsse. (Foto: © Natalia Klenova - Fotolia.com)

Zugesetzter Zucker sollte dagegen nicht im Müsli enthalten sein – und zwar, so Ernährungswissenschaftlerin Röwe „egal ob Sirup, Dicksaft, Honig, brauner oder weißer Zucker.“ Ein genauer Blick auf die Zutatenliste klärt die Frage, ob Zucker zugesetzt wurde oder nicht. „Zucker sollte in der Zutatenliste am besten gar nicht oder möglichst weit am Ende aufgeführt sein“, so Röwe. Das betrifft auch Stoffe wie Dextrose, Maltodextrin & Co. (s. oben).

„Außerdem sollten möglichst keine Fette mit vielen gesättigten Fettsäuren enthalten sein wie zum Beispiel Palmöl“, erklärt die Oecotrophologin. Süße Zutaten wie Schokolade oder Joghurtplättchen sind ebenfalls nicht empfehlenswert.

Eine Portion Müsli umfasst ungefähr 70 bis 100 Gramm. „Die Menge richtet sich aber nach verschiedenen Parametern: Plane ich ein zweites Frühstück ein? Gibt es zusätzlich zum Müsli noch etwas anderes? Wie sieht mein Tagesablauf aus, bewege ich mich viel?“ erklärt Röwe.

Unter Umständen können auch schon ein paar Löffel Müsli mit frischem Obst und Milch oder Joghurt (bzw. deren vegane Pendants) ein ausreichendes und gesundes Frühstück darstellen. In jedem Fall macht es Sinn, das Müsli mit frischen Früchten zu kombinieren: „Obst liefert viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, die lange sättigen und gut für den Darm sind“, sagt Röwe.

Warum Bio-Müsli besser ist

Bio-Siegel: EU und Deutschland

Im konventionellen Anbau wird Getreide meist mit Kunstdüngern und Pestiziden behandelt. Das gefährdet die Böden, Gewässer und die Artenvielfalt. Um das zu vermeiden – und so auch Rückstände von Pestiziden im Müsli auszuschließen – solltest du am besten nur Bio-Müsli kaufen.

Müslis mit dem grünen EU-Bio-Siegel und/oder dem sechseckigen deutschen Bio-Siegel gibt es in jedem Supermarkt oder Discounter. Die Zertifizierung schließt synthetische Pestizide und Kunstdünger im Anbau weitgehend aus und schränkt die Anzahl der zugelassenen Zusatzstoffe stark ein.

Noch strengere Standards für Anbau und Verarbeitung der Rohstoffe legen die Bio-Anbauverbände Naturland, Bioland und Demeter fest. Müslis mit diesen Siegeln findest du in gut sortierten Supermärkten, Bioläden und Biosupermärkten, Reformhäusern oder auch online.

Bio-Siegel: Naturland, Bioland, Demeter

Empfehlenswerte Bio-Müslis

Wir haben eine kleine Auswahl empfehlenswerter Müslis zusammengestellt. Darin empfehlen wir ausschließlich Bio-Müslis, die wenig Zucker und Fett enthalten. Die meisten sind frei von Palmöl und viele sind vegan.

Basismüsli

Gesundes Müsli: Alnatura Basis Müsli
Gesundes Müsli: Alnatura Basis Müsli (Foto: © Alnatura)
  • Alnatura Basis Müsli (Hafer-, Gersten-, Roggen-, Dinkelvollkornflocken, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam, Amaranth, Kürbiskerne. 1,8 g Zucker, 9,7 g Fett. EU-Bio-Siegel. Kaufen: Alnatura Bio-Supermarkt, Edeka. Preis: ca. 1,65 €/600 g)
  • Bauckhof Basis Müzli (Hafer-, Gersten- und Dinkelvollkornflocken, Leinsaat, Sesam, Sonnenblumenkerne. 1 g Zucker, 13 g Fett. Demeter-Siegel. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei PureNature**. Preis: ca. 3,99 €/1 kg)
  • EnerBio Basis-Müsli (Hafer-, Dinkel-, Gersten- und Roggenflocken, Sonnenblumenkerne, Sesam, Kürbiskerne, Haferkleie, Amaranth gepoppt. 1,1, g Zucker, 7,1 g Fett. EU-Bio-Siegel. Kaufen: Rossmann**. Preis: ca. 4,95 €/1kg)
  • Spielberger Mühle (3-Korn-, 4-Korn-, 5-Korn-, 6-Korn-Flocken. Demeter-Siegel. Kaufen: Bioladen oder online, z.B. bei Veganarama**. Preis: ca. 2,19 – 3,49 Euro/375-500 g)
  • Basis-Müslis und Flockenmischungen gibt es außerdem von den Bio-Eigenmarken aller Supermärkte und Discounter.

FrüchtemüsliGesundes Müsli: Früchtemüsli von Biozentrale

  • Bio Zentrale Guten-Morgen-Müsli (Weizen-, Hafer-, Dinkelvollkornflocken, 7,5 % Trockenfrüchte, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne. 5,9 g Zucker, 7 g Fett . EU-Bio-Siegel. Kaufen: Supermärkte, z.B. Rewe. Preis: ca. 4,29 €/500 g)
  • Bauckhof Hafer Müzli Früchtetraum (Haferflocken, 27% Trockenfrüchte. 13,4 g Zucker, 5,9 g Fett. Demeter-Siegel. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei Amazon**. Preis: ca. 3,49 € /425 g)
  • Rapunzel Alpen-Amaranth Müsli Beeren (Hafer-, Weizenflocken, Amaranth gepufft, ca. 10% Trockenfrüchte. 6,2 g Zucker, 4,95 g Fett. EU-Bio-Siegel. Vegan. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei bringmirbio**. Preis: ca. 4,79 €/375 g)
  • Allos Hof-Müsli Früchte (Roggen-, Hafer- Gerstenvollkornflocken, Amaranth, Rosinen, Apfelchips, Datteln. 14 g Zucker, 6,5 g Fett. EU-Bio-Siegel. Vegan. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei Allyouneed Fresh**. Preis: ca. 3,49 €/375 g)
Gesundes Müsli: Nussmüsli von Bauckhof
Demeter-Nussmüsli (Foto: © Bauckhof)

Nussmüsli

  • Bauckhof Hafer-Müzli Nuss (Hafervollkornflocken, 9,5% Nüsse. 3,9 g Zucker, 15,5 g Fett. Demeter-Siegel. Vegan. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei Amazon**. Preis: ca. 3,99 €/425 g)
  • Rosengarten Nuss-Müsli (Weizen-, Hafer-, Roggen, Gerstenvollkornflocken, 12% Nüsse, Kokosfett, Honig. 8,7 g Zucker, 10,4 g Fett. EU-Bio-Siegel. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei Allyouneed Fresh**. Preis: ca. 6,99 €/750 g)
  • Alnatura Nuss-Müsli (Weizen-, Hafer-, Roggen, Gerstenvollkornflocken, 16% Nüsse & Mandelkrokant, Honig. 6,9 g Zucker, 12 g Fett. EU-Bio-Siegel. Kaufen: Alnatura Bio-Supermarkt. Preis: 2,65 €/375 g)

Knuspermüsli

Gesundes Müsli: Bio-Knuspermüsli von Rapunzel
Bio-Knuspermüsli von Rapunzel (Foto: © Rapunzel)
  • Rapunzel Knusper Müsli (Hafer-, Gersten-Dinkelflocken, Crunchy aus Hafer- und Weizenvollkornflocken, Kokos. Mit Bio-Palmöl. 6,6 g Zucker, 10,5 g Fett. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei amorebio**. Preis: ca. 3,79 €/500 g)
  • Barnhouse Krunchy Pur Hafer & Krunchy Pur Dinkel (Hafer- bzw. Dinkelvollkornflocken, Reissirup, Knusper-Reis. Mit Bio-Palmfett. 14,9 g Zucker, 14,4 g Fett bzw. 14,4, g Zucker, 13,9 g Fett. EU-Bio-Siegel. Vegan. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei Allyouneed Fresh**. Preis: ca. 2,99 €/375 g)

Schokomüsli

  • Basic Schokomüsli (Hafer-, Weizenflocken, 6% Zartbitterschokolade, Schokoreiscrispies, Schokocornflakes, Schokohafercrispies. 7,6 g Zucker, 8,1 g Fett. EU-Bio-Siegel. Kaufen: Basic Bio-Supermarkt, Supermärkte. Preis: ca. 2,69 €/500 g)

    Gesundes Müsli: Schokomüsli von Basic
    Schokomüsli mit wenig Zucker und Fett (Foto: © Basic)
  • Allos Hof-Müsli Schoko (Roggen-, Hafer-, Gerstenvollkornflocken, Amaranth, 8% Zartbitterschokolade, Schokocornflakes. 7,3 g Zucker, 9,6 g Fett. EU-Bio-Siegel. Vegan. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei Allyouneed Fresh**. Preis: ca. 3,49 €/375 g)
  • Bauckhof Dinkel Müzli Schokozart (Dinkelvollkornflocken, Schokocornflakes, Zartbitterschokolade, Kakaopulver. 5,1 g Zucker, 8,6 g Fett. Demeter-Siegel. Kaufen: Bioladen, Reformhaus oder online, z.B. bei Gourmondo**. Preis: ca. 3,99 € /425 g)
  • Spielberger Mühle Hafer-Schoko-Müsli (Haferflocken, Schokoflakes, Vollmilchschokolade, Schokocrispies, Zartbitterschokolade. 6,7 g Zucker, 14,8 g Fett. Demeter-Siegel. Kaufen: Bioladen, Reformhaus. Preis: ca. 3,99 €/375 g)

Die Alternative: Müsli selber machen

Jede Art von Müslis selbst zusammenstellen und dir dann liefern lassen kannst du online bei mymuesli.com. Die Nährwerte kann man, während man Zutaten hinzufügt, immer im Auge behalten und so selbst ein zucker- und fettarmes Müsli zusammenstellen. Mymuesli verwendet nur Bio-Zutaten, ist allerdings nicht ganz billig.

Die Alternative zum fertig gemischten Müsli aus dem Supermarkt oder Bioladen: Müsli selber machen. Ein Basis-Müsli (siehe oben) oder eine Flockenmischung kannst du einfach ergänzen durch alles, was dir schmeckt: Samen, Kerne, Nüsse, (ungesüßte) Trockenfrüchte, Beeren, Rosinen, Kokosraspeln, gepufftes Getreide… Entweder jeden Morgen neu oder du mischst dir gleich eine größere Menge Müsli zusammen und bewahrst es in luftdichten Glasbehältern auf.

Vorteil: Bei deinem eigenen Müsli-Rezept kannst du selbst bestimmen, wieviel wovon drin ist und das genau auf deinen Geschmack abstimmen. Auf Zucker, Fett und Zusatzstoffe kannst du verzichten und dir so ein gesundes Frühstück zusammenstellen.

Wer ganz von vorne anfangen will, kann sich auch eine Flockenquetsche zulegen und das Getreide selbst zu Flocken fürs Müsli pressen.

Wenn du Inspiration brauchst, haben wir hier mehrere Müsli-Rezepte für dich:

Weiterlesen auf Utopia.de:

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(14) Kommentare

  1. Sehr empfehlenswert ist die „Mutter aller Müslis“ vom Ernährungswissenschaftler Prof. Werner Kollath. Selbst mache dieses Müsli nahezu täglich selbst:
    portionsweise Apfel reiben, etwas Zitronensaft dazu, Haferflocken, Leinsamen, Nüsse, Honig, Quark, Sahne. Es ist schnell gemacht und sehr nahrhaft.
    Es ist viel besser als Kellogs & Co.

    • Wer hat’s erfunden? Kollath? Nein, auch wenn die von Ihnen aufgezählten Zutaten schon weit leckerer klingen als jedes Tüten-Pseudo-Müsli, Kollath war es nicht. Schon ein Blick in die Wikipedia zum Wort Müsli hätte auf die richtige Spur führen können, auch wenn die Bilder dort wieder in die allgegenwärtige Fast-Food-Irre leiten. Schon das Wort Müsli verweist auf seine Herkunft: Die Endung -li ist die schweizerdeutsche Verkleinerungsform für hochdeutsch -lein oder -chen. Müs-li (oder schweizerisch korrekt Müesli) ist vom Wort her also ein Müs-chen, ein kleiner Mus. Das passt auch, denn sein Erfinder war ein Schweizer, der Arzt Dr. med. Max Oskar Bircher-Benner, der es jedoch zeitlebens nur Apfeldiätspeise, Diätspeise oder Früchtespeise nannte (erst später mit der Anmerkung: „im Volksmund Birchermüesli genannt“). Und als Bircher sein Müesli schon um 1900 in seinem Sanatorium in Zürich einführte, war Kollath noch ein Grundschüler… Doch ich bin gleich zweimal sprachlos, und zwar noch viel mehr über den ungewohnt flachen Utopia-Artikel, der leider nur die allgegenwärtige Fast Food-Variante des Müsli, plus ein paar aufgehübschte Variationen davon, vorstellt und empfiehlt, hingegen das echte Müsli-Original, das zu über 60% aus einem vitaminreichen frischen Früchtemus plus Nüssen und nur zu 4% aus Haferflocken bestand, nicht mal als Alternative zum Tüten-Fast-Food benennt!!! Dabei hätte der Artikel leicht die richtige Spur legen können, doch selbst der Link zu einem angeblichen Bircher-Müsli stellt dasselbe noch auf den Kopf. Bircher warnte in seinen Büchern ausdrücklich vor der Überbewertung des Hafers und anderer Getreide und betonte, dass in seiner Speise mengenmäßig auf einen ganzen zu Mus (zu Müsli) geriebenen Apfel (ca. 150 Gramm Frucht) oder andere Früchte maximal10 Gramm Haferflocken kommen sollten. Denn Getreide gibt zwar Energie, liegt aber roh genossen schwer im Magen. Ganz im Gegensatz zu einem roh geriebenen Apfel, den man sogar Babys bei Magenverstimmung gibt, weil er so leicht verdaulich ist. Außerdem ist ein Müsli, wie es Bircher meinte, frisches Slow Food, so wie ein leckerer leichter frischer Salat! Warum zitiert dieser Müsli-Artikel denn nicht ein einziges Mal das Müsli-Originalrezept des Müsli-Erfinders, ganz einfach so wie es in den Bircher-Büchern steht? Schon ein Blick in das legendäre Bircher-Benner-Kochbuch, das in 50 Jahren in fast zwanzig Auflagen erschien, hätte dafür genügt. Aber dazu müsste man auch mal in eine Bibliothek. 😉

    • Honig und Sahne? Klingt nicht gerade nach einem gesunden Start in den Tag. =/ Die Früchte haben meiner Meinung nach bereits genug Zucker und Joghurt oder (Mandel-/Hafer-/whatever-)Milch genug Fett.

  2. liebes utopia team, die meisten hier sind ja interessiert besonders umweltschonend zu leben. da finde ich es etwas schwierig, ein allerweltsprodukt wie müsli hier mit verlinkungen zu onlinebestellmöglichkeiten zu versehen. müslis findet man in jedem bioladen oder eben zutaten um selbst eins zu machen. krönung des irrsinns finde ich allerdings eine verlinkung zu amazon!!! hallo, leute, wer hat denn da ein kleines nickerchen gemacht??? :)) und mymuesli ist voll die verpackungsschleuder…

    • Hallo rueckenschwimmer,

      ich halte Online-Bestellungen von Müslis auch für mindestens „grenzwertig“. Warum aber die Links zu den Online-Bezugsquellen, die Utopia hier gesetzt hat? Ganz einfach: Das sind Affiliate-Links, die Utopia Einkommen generieren, falls jemand dort dann auch kauft. Habe mit nicht alle angesehen, aber die getesteten (Amazon, bringmirbio, AllyouneedFresh, Gourmondo) sind alle Affiliate-Links.

  3. Müsli online bestellen ist wirklich das krasse Gegenteil von Nachhaltigkeit. Das Beste für Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel: Müsli auf Haferflockenbasis selber machen. Haferflocken gibt es in jedem Supermarkt, genauso wie die anderen Grundzutaten: Milch sowie Gemüse und Obst nach Wahl. Schokolade oder anderer Süßkram gehört nicht ins Müsli. Nüsse und Leinsamen sind nett, wenn man mag. Mein persönlicher Favorit: Haferflocken, Milch, Rotkohl. Im Handumdrehen (20 Sekunden) zubereitet, schmeckt fantastisch und ist von den Nährwerten her genial, also enorm gesund.

  4. Ich mache seit 7 Jahren mein Müsli komplett selber, d.h. ich mahle das Korn. Ist total einfach und hat 80% mehr Vitamine als behandelte, bereits gequetschtes Korn – schade, dass man darüber so wenig liest. Eine gute Mühle ist zwar etwas teuer, aber eine Anschaffung fürs Leben. Und das Mahlen ist superschnell gemacht. Ich kann es nur empfehlen!

  5. Der Hinweis, dass sowohl die Getreideflocken bzw. Körner kurz auf 50 – 60° erhitzt werden sollten (bzw. sind) fehlt fast auf jeder Fertigmischung der Müeslis. Es ist deshalb so wichtig weil die Phytinsäure bindet die Elektrolyte wie Calcium. Kalium und Natrium weshalb die Müesli eigentlich wichtig sind für unseren Stoffwechsel.

  6. Es ist doch ganz normal in unserer Gesellschaft, „Plastikfutter“zu verkaufen.
    Jedes fette und pralle rangefütterte Kind ist ein potenzieller Kunde für unsere verbrecherische Pharma- und Nahrungsmittel -Industrie.
    Also, weiter so mit Plasikernährung………
    Benny Schmitt

  7. Warum soll Bienenhonig ein ungesundes Lebensmittel sein? Er enthält – lt. Ernährungswissenschaftler Dr. Bruker – Stoffe, die den Zucker abbauen. Bienenhonig ist seit je ein gesundes Naturprodukt. Nur der sog. Industriezucker ist schädlich. Allerdings sollte man darauf hinweisen, dass die schädliche Wirkung – in Kombination mit Vollkornflocken, die Vit. B1 enthalten – wieder neutralisiert wird. Der übermäßige Genuss, auch des Bienenhonigs, ist natürlich – wie bei allen Genussmitteln – nicht zu empfehlen. Bei Süßigkeiten gilt aber auch immer: wenn genügend Vollkornbrot gegessen wird (Zufuhr von Vit. B1), mindert sich die Schädlichkeit.

    • Natürlich ist Honig gesünder als Industriezucker. Aber auch Honig sollte nur in Maßen gegessen werden! Für den Körper und vor allem das Gehirn ist alles vor allem süß und das macht süchtig und wir brauchen immer mehr davon. Hinzu kommt, dass Honig viel Fruchtzucker enthält und damit etwas anders verstoffwechselt wird. Also uneingeschränkt gesund ist er eben auch nicht. Wie bei den meisten Dingen, macht halt die Dosis das Gift. Generell wäre es absolut sinnvoll, seinen Zuckerkonsum auf ein Minimum zu reduzieren (und damit meine ich JEDEN Zucker: http://foodforfitness.de/zuckerentzug/) und dann bei Bedarf intelligent süßen, z.B. mit Honig.

  8. Leider wird hier verschwiegen, dass Müsli grundsätzlich nicht besonders gesund ist. Die Kombination von Getreide mit frischen Obst, oft auch noch mit Milchprodukten gemischt, ist extrem schwer verdaulich und insbesondere in den Morgenstunden, wenn der Verdauungstrakt noch nicht in Schwung gekommen ist, nicht günstig für den Organismus, selbst wenn man das Müsli ohne Zucker und frisch zubereitet.

    Nahrungsreste, mit denen der Magen überfordert ist, werden unverdaut an den Darmtrakt weitergereicht und bleiben dort viel zu lange unverarbeitet liegen.
    Langfristig kann dies zu schweren Verdauungsstörungen, Allergien, Gelenksproblemen führen.

    Viel leichter verdaulich ist morgens ein warmer Getreidebrei, entweder ohne Obst oder mit einem gedünsteten Apfel. Leider sind die wenigsten Menschen heutzutage bereit, sich morgens an den Herd zu stellen.

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