Buchtipp: „Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution…“ – ein Streitgespräch

Buchtipp: „Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution...“
Foto: © oekom Verlag

Die ökologische Wende muss früher oder später eintreten. Wie das geschehen soll, darüber diskutieren Niko Paech und Erhard Eppner in ihrem neuen Buch. „Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution …“ ist ein Streitgespräch über Wachstum, Politik und eine Ethik des Genug.

Der Publizist und Politiker Erhard Eppler und der Wachstumskritiker Niko Paech kämpfen seit Jahrzehnten für eine ökologische Wende und sind Vordenker ihrer jeweiligen Generation. Im dem Buch „Was Sie da Vorschlagen, wäre ja eine Revolution …“ streiten sie hartnäckig darüber, welcher Weg der richtige ist, um die globalen Krisen zu stoppen, wie die Energiewende gelingen kann, ob genügsamere Lebensstile in unserer Konsum-Gesellschaft mehr als eine Utopie sind und wer hier in der Pflicht steht: der Bürger oder die Politik?

Gesellschaftlicher Wandel – aber wie?

Eppler, seit den 1960er Jahren einer der bedeutendsten Vordenken der SPD, war neben seinem Engagement in der Friedensbewegung einer der ersten, der auf die ökologische Krise und die Notwendigkeit zum Umdenken hinwies. Sein Buch „Ende oder Wende“ (1975) trug wesentlich zur Entstehung und Entwicklung der Umweltbewegung in Deutschland bei. Als unbequemer Querdenker und Ikone der Friedensbewegung greift er bis heute in aktuelle Debatten ein.

Niko Paech ist ein prominenter Querdenken der nächsten Generation – über 30 Jahr jünger und Wissenschaftler. Er forscht und lehrt am Lehrstuhl Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Als Autor des Buches “Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie” ist er einer der führenden Vertreter der Postwachstumsökonomie im deutschsprachigen Raum.

Kontroverse Antworten auf wichtige Fragen

Anlässlich des bevorstehenden 90. Geburtstages von Erhard Eppler trafen sich die beiden Pioniere zum Gespräch. Beide kritisieren das Modell des immer währenden Wirtschaftswachstums und fordern einen gesellschaftlichen Wandel. Doch so ähnlich sich beide in ihren Überzeugungen auch sind, so unterschiedlich sind auch ihre politischen Kulturen. Entsprechend kontrovers sind ihre Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Zeit. Das Gespräch zwischen Eppler und Paech zeichnet die Geschichte der deutschen Umweltbewegung nach und gibt gleichzeitig einen Ausblick darauf, wie ein besserer, nachhaltigerer Weg in die Zukunft unserer Gesellschaft aussehen könnte.

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Erhard Eppler, Niko Paech: Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution… Oekom Verlag, November 2016, 203 Seiten, 14,95 Euro

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