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Fair Finance Week 2019: CumEx, Klima, Menschenrechte

Screenshot – Fair Finance Network Frankfurt

Zum sechsten Mal veranstaltet das Fair Finance Network Frankfurt aus Evangelischer Bank, GLS Bank, Oikocredit und der Triodos Bank die Fair Finance Week. Themenschwerpunkt 2019: „Finanzwelt Quo vadis?“

Welche Auswirkung hat der umfangreiche EU-Aktionsplan zum Thema Sustainable Finance auf die Branche und welchen Beitrag müssen die Banken erbringen, damit Ziele wie das Pariser Klimaabkommen erreicht werden können? An fünf Abenden kommen Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kirchen, NGOs und zivilgesellschaftlichen Gruppierungen in der Main-Metropole zusammen.

Fair Finance Week 2019 beginnt am Montag, 11. November 2019 mit einer Veranstaltung in der IHK Frankfurt am Börsenplatz. Alle Vortrags- und Diskussionsabende beginnen um 19.30h, der Eintritt ist frei.

Evangelische Bank, GLS Bank, Oikocredit und Triodos Bank, allesamt Pioniere im Bereich der nachhaltigen Finanzen, möchten die Debatte mit Unterstützung kompetenter Akteure in der Öffentlichkeit vorantreiben.

„Finanzmärkte müssen die Zukunft, die wir als Gesellschaft uns wünschen, mitgestalten. Schon lange ist offensichtlich, dass Investitionsentscheidungen gesellschaftliche Entwicklungen und Schieflagen weltweit beeinflussen oder sogar bedingen. Das muss sich ändern“, erklärt Dr. Gerhard Schick, Vorstand der Bürgerbewegung Finanzwende, die Kooperationspartner der diesjährigen Fair Finance Week ist.

Fair Finance Week 2019: CumEx und Klima

Die Auftaktveranstaltung am Montag in der IHK Frankfurt umreißt unter dem Titel „Finanzwelt – Quo vadis?“ das Themenfeld, setzt Impulse und wirft die zentralen Leitfragen für die Fair Finance Week auf.  Nach der Eröffnung durch Melanie Nolte (Vizepräsidentin der IHK Frankfurt) und Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen) gibt Dr. Gerhard Schick einen Impuls. Im Anschluss diskutieren Karin Dohm (Global Head of Governmental Affairs Deutsche Bank), Sanika Hufeland (Managing Director Institute for Social Banking) und Dr. Gerhard Schick. Die Moderation übernimmt der Journalist Philipp Krohn von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Am Dienstag geht es im „Haus am Dom“ um den CumEx-Skandal, den wohl größten Steuerraubzug der Geschichte. Geld, mehr als 55 Milliarden Euro, das Kindergärten, Schulen und Pflegeeinrichtungen zugutekommen sollte, wurde den Institutionen von einigen Bankern, Steuerberatern und Investoren entzogen. Es diskutieren Olaya Argüeso (Chefredaktion Recherchenetzwerk Correctiv), Prof. Dr. Bernhard Emunds (Leiter Nell-Breuning-Institut), Dr. Hermann Falk (Vorstand GLS Treuhand) und Heike Hofmann (stellv. Vorsitzende SPD Landtagsfraktion). Durch den Abend führt der Journalist Justus von Daniels.

Am Mittwoch steht das Thema „Kapital entdeckt Klima“ im Mittelpunkt in der Evangelischen Akademie am Römerberg. Der Trend zur nachhaltigen Geldanlage wird sich an den Märkten durchsetzen. Da sind sich Banker, Fondsmanager und Investoren mittlerweile sicher. Für Deutschlands Großkonzerne könnte das zum Problem werden. Hier gibt es noch nicht viele nachhaltige Vorbilder. Was können wir dagegen tun? Der Abend startet mit einem Impuls von Prof. Dr. Christian Klein (Lehrstuhl für Corporate Finance an der Universität Kassel). Danach diskutieren Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend (Vorstand HEAG Holding), Prof. Dr. Christian Klein, Ingo Speich (Leiter Nachhaltigkeit & Corporate Governance, Deka Investment), Heinz-Thomas Striegler (Finanzdezernent EKHN) sowie Berenike Wiener (Head of CSR and Sustainable Finance bei der Evangelischen Bank). Die Moderation übernimmt die Journalistin Elke Pickartz.

Energiewende, Steuerwende, Verkehrswende etc. – klar ist, es braucht auf vielen gesellschaftlichen Ebenen ein Umdenken, damit wir in Zukunft gut leben können. Welche Rolle spielt Geld bei der Wende zu mehr Nachhaltigkeit? Darum geht es am Donnerstag in der Frankfurt School. Geld hat einen großen Hebel, wenn man es richtig einsetzt. Wie können z.B. Preise von Waren, die alle tatsächlichen Kosten beinhalten, oder eine ökologischen Steuer- und Subventionsreform Anreize zu mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und auch sozialen Aspekten schaffen? Es diskutieren Prof. Dr. Harald Welzer (Direktor FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit), Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt (Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik) und Dr. Katharina Reuter (UnternehmensGrün e.V.). Durch den Abend führt Heike Leitschuh, Buchautorin und Moderatorin.

Den Abschluss bildet am Freitag eine Diskussion zum Thema „Banken und Menschenrechte“ im Haus am Dom. „Unternehmen dürfen die Rechte anderer nicht verletzen“, hielt der frühere UNO-Sonderbeauftragte für Unternehmen und Menschenrechte, Professor John Ruggie, fest. Das gilt nicht nur für Industriefirmen und ihre Lieferketten. Das gilt auch für Banken und ihre Kredit- und Anlageentscheidungen. Dr. Alicia Hennig (Dozentin für Wirtschaftsethik an der Southeast University, Nanjing, China) gibt einen Impuls. Danach diskutieren Richard Buch (Projektleiter Fair Finance Guide, Facing Finance e.V.), Dr. Alicia Hennig, Helmut Törner-Roos (Zentrum Ökumene der Ev. Kirche Hessen-Nassau und der Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck) sowie Peter Jonach (Abteilungsdirektor Bankenverband). Es moderiert Dr. Brigitte Bertelmann, Dipl. Volkswirtin.

Fair Finance Week 2019 beginnt am Montag, 11. November 2019. Alle Vortrags- und Diskussionsabende beginnen um 19.30h, der Eintritt ist frei.
➨ Details auf fair-finance-frankfurt.de

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