hejhej-mats: Diese Yogamatten sind aus Müll

hejhejmats - yogamatten aus recyclinmaterial
Foto: © hejhej-mats

Das Münchner Start-up hejhej-mats hat eine Yogamatte entwickelt, die aus Recyclingmaterial besteht. Und nicht nur das: Am Ende ihrer Nutzungsdauer kann die Matte selbst auch wieder recycelt werden – zu einer neuen Yogamatte.

Wer Yoga macht, legt in der Regel Wert auf seine Umwelt und Gesundheit. Umso ärgerlicher ist es, dass die meisten Yogamatten aus giftigem Kunststoff bestehen, billig produziert werden und unnötigen Müll produzieren.

Zwar gibt es bereits Yogamatten aus nachhaltigen Materialien – das war den beiden Gründerinnen, Anna Souvignier und Sophie Zepnik des Start-ups hejhej-mats, allerdings zu wenig. Sie haben eine Yogamatte entwickelt, für die keine neuen Ressourcen wie Naturkautschuk oder Baumwolle verarbeitet werden. Ihre Matte besteht aus einem Material, das im Überfluss vorhanden ist: nämlich Müll.

Pro Yogamatte werden 1,5 Kilogramm Müll eingespart

Die Yogamatten von hejhej-mats werden in Deutschland produziert und bestehen fast vollständig aus Recyclingmaterial – und zwar aus Schaumstoffresten, die als Abfallprodukt beispielsweise in der Autoindustrie anfallen. Dazu werden die Schaumstoffreste zerkleinert und gesäubert. So können pro Yogamatte etwa 1,5 Kilogramm Müll eingespart werden.

Nur für die dünne Oberfläche wird Neuware verwendet, laut hejhej-mats ein gesundheitlich unbedenklicher Kunststoff, der auch für medizinische Produkte genutzt wird. „So hat man während der Yoga Praxis ausschließlich direkten Hautkontakt mit der Oberfläche, welche wir bewusst deshalb aus Neuware fertigen, die eben höchste gesundheitliche Standards erfüllt. Für uns war eben wichtig, sowohl für die Umwelt aber auch für die menschliche Gesundheit etwas Gutes zu tun“, sagt Sophie.

hejhej-mats - yogamatten aus recyclinmaterial
Die Yogamatten von hejhej-mats können vollständig recycelt werden. (Foto: © hejhej-mats)

hejhej-mats werden nach dem sogenannten Closed-Loop-Prinzip (dt. geschlossener Kreislauf) produziert. Das heißt, sie bestehen nicht nur aus Müll, sondern können am Ende ihrer Nutzung vollständig recycelt werden – und zwar zu neuen Yogamatten. Die technischen Voraussetzungen für das Recycling der Matten sind bereits vorhanden. Mit einem Rückgabesystem wollen die Gründerinnen auch sicherstellen, dass ihre Matten wieder bei ihnen landen und nicht als zusätzlicher Kunststoffmüll auf Müllhalden oder im Meer enden.

hejhej-mats: Die Idee kam in Schweden

Anna und Sophie lernten sich während ihres Studiums im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement in Schweden kennen. Dort kam ihnen die Idee zu den nachhaltigen Yogamatten: Bei einer Ausstellung wurde der Aspekt des Trend-Yogis angesprochen, der zwar Nachhhaltigkeit propagiert, seine Übungen aber meistens auf einer Matte aus Plastik absolviert.

Die beiden Gründerinnen praktizieren selbst begeistert Yoga und fühlten sich ertappt – auch sie hatten sich keine Gedanken darüber gemacht, aus welchem Material ihre Matten bestehen. Auf der Suche nach einer nachhaltigen Alterntive kam ihnen dann die Idee selbst eine Yogamatte zu entwickeln.

Seit November 2016 forschen und arbeiten Anna und Sophie von hejhej-mats an ihren Yogamatten. Aktuell befinden sie sich in der Testphase und Weiterentwicklung ihres Prototypen – fertigstellen wollen sie diesen in der ersten Hälfte von 2018. Die 1,5 Kilogramm schwere Yogamatte soll dann etwa 185 auf 65 Zentimeter groß sein, für 119 Euro kann man sie bereits jetzt vorbestellen.

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(2) Kommentare

  1. Wieder mal eine grundsätzlich tolle Idee, die einfach am viel zu hohen Preis scheitert. recycelte Abfallprodukte und 126 EUR passen einfach nicht zusammen, sorry.

  2. Was passiert denn mit der „guten Seite“, wenn das teil, wie auf dem Foto so schön dargestellt, gerollt wird und mit der „schlechten Seite“ in innigen Kontakt tritt?
    Braucht man dann noch eine „gute Seite“?????

    Zitat: „So hat man während der Yoga Praxis ausschließlich direkten Hautkontakt mit der Oberfläche, welche wir bewusst deshalb aus Neuware fertigen, die eben höchste gesundheitliche Standards erfüllt. Für uns war eben wichtig, sowohl für die Umwelt aber auch für die menschliche Gesundheit etwas Gutes zu tun“, sagt Sophie.

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