Auch in der Corona-Krise: Klimawandel die größte Sorge der Bevölkerung

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Seit Monaten stellt das Coronavirus unseren Alltag auf den Kopf. Eine neue Studie zeigt jetzt: Die größte Angst der Deutschen bleibt dennoch der Klimawandel.

Für viele bedeutet die Corona-Pandemie: Homeschooling, Kurzarbeit oder sogar den Jobverlust. Die größte Bedrohung für die Bevölkerung sind jedoch keine Existenzängste, sondern der Klimawandel.

Wirtschaftliche Sorgen wachsen, Folgen des Klimawandels aber weiter größte Angst

Die Mehrheit der Befragten gab im „Sicherheitsreport 2020 Spezial Corona“ an, dass die Folgen des Klimawandels ihre größte Sorge sei. 34 Prozent nannten den Klimawandel an erster Stelle. Die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz hat laut Studie zwar zugenommen, bleibt aber hinter dem Klimawandel zurück.

Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nimmt der Studie zufolge ab. Gleichzeitig machen sich 76 Prozent der Befragten Sorgen über die Auswirkungen auf die Wirtschaft. 70 Prozent glauben nicht, dass sich die Konjunktur in den kommenden zwölf Monaten erholt und fast jeder Zweite (40 Prozent) erwartet sogar einen noch längeren Abschwung.

Diese Prognosen schlagen auch auf die Gesamtstimmung: Nur 22 Prozent der Studienteilnehmer*innen blicken mit Hoffnung auf die kommenden zwölf Monate. Ganze 71 Prozent sehen mit Befürchtungen und Skepsis in die Zukunft.

Digitalisierung ist größtes Defizit

Krankenhäuser und Arbeitgeber erhalten von den Befragten ein positives Urteil. 92 Prozent gaben an, dass Krankenhäuser die Krise gut gemeistert haben. 70 Prozent bescheinigten auch dem eigenen Arbeitgeber ein gutes Krisenmanagement.

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Die Folgen des Klimawandels sind die größte Sorge der Deutschen – auch in der Corona-Krise. (Foto: CC0 Pixabay)

Doch die Corona-Krise macht auch Defizite deutlich: „Die Corona-Krise hat für fast jeden Bürger spürbar gemacht, wie rückständig Deutschland in Sachen Digitalisierung ist“, betont Prof. Dr. Klaus Schweinsberg vom Centrum für Strategie und Höhere Führung, dem Herausgeber der Studie. „Und die Menschen erwarten jetzt, dass nun endlich kräftig in die Digitalisierung von Bildung, Gesundheit und öffentlicher Verwaltung investiert wird“, so Schweinsberg weiter.

Demnach sprachen sich 86 Prozent der Teilnehmer*innen für mehr Investitionen in die Ausstattung der Schulen aus, 84 Prozent für mehr Mittel für das Gesundheitssystem. Die Mehrheit forderte zudem höhere Staatsausgaben für Familien mit Kindern, für die Förderung von Digitalisierung und für Umweltschutz.

Mehr Umweltschutz: Das kannst du tun

Der „Sicherheitsreport 2020 Spezial Corona“ zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung mehr Umweltschutz befürwortet. Hier fünf Dinge, mit denen du zum Schutz der Umwelt beitragen kannst:

  1. Verzichte auf Coffee-to-go: Die Einwegbecher produzieren jährlich riesige Müllberge. Wenn du Kaffee zum Mitnehmen bestellst, bring deinen eigenen Thermobecher mit. Wir stellen dir die besten BPA-freien Kaffeebecher-to-go vor.
  2. Kaufe regionale und saisonale Ware: Lange Transportwege von Lebensmitteln belasten die Umwelt stark. Besser du kaufst frische Lebensmittel, die aus der Region kommen und gerade Saison haben. Mehr Zahlen und Fakten findest du im Beitrag: Erdbeeren, Tomaten, Käse, Fleisch: Die Klimabilanz von Lebensmitteln im Vergleich
  3. Wirf keine Lebensmittel weg: Jedes Jahr landet über eine Milliarde Tonnen Essen im Müll. Wir sollten uns deshalb vor dem Einkaufen überlegen, was wir auch wirklich aufessen können. Hier weitere 10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.
  4. Spare Papier: Unterlagen oder Dokumente auszudrucken, ist oft gar nicht nötig. Wenn doch, verwende zum Drucken am besten Recycling-Papier.
  5. Hilf dem Amazonas: Illegale Abholzungen im Regenwald tragen massiv zum Klimawandel bei. Während der Corona-Pandemie nimmt die Abholzung des Amazonas-Regenwalds weiter zu. Lies deshalb unsere 10 Tipps, die du jetzt für den Amazonas tun kannst

Der „Sicherheitsreport 2020 Spezial Corona“ ist eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach und des Centrum für Strategie und Höhere Führung. Im Mai 2020 wurden dafür 1013 Interviews mit einem Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahren durchgeführt.

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