Weltgrößte Müllsammel-Aktion in Mumbai: So sieht der Strand nach 100 Wochen aus

Plastikmüll im Meer und am Strand
Foto: "plastic bag nightmare 001 " von Zainub Razvi unter CC-BY-2.0

Im Oktober 2015 begann ein indischer Anwalt, Müll von einem Strand in Mumbai aufzusammeln. Seitdem hat sich viel getan: Insgesamt 7,2 Millionen Kilogramm Müll haben er und tausende Helfer weggeschafft.

Es ist die größte und längste Müllsammelaktion der Welt: Seit nun 100 Wochen arbeitet der indische Anwalt Afroz Shah gemeinsam mit tausenden Freiwilligen daran, den Versova-Strand in Mumbai von Müll zu befreien.

Sein Beispiel zeigt, wie viel die Initiative eines Einzelnen bewirken kann: Er und die freiwilligen Sammler haben es geschafft, einen kompletten Strand zu säubern – bislang haben sie insgesamt 7,2 Millionen Kilogramm Müll entfernt.

Strand in Mumbai ist voll von Plastikmüll

90 Prozent des Mülls auf dem Versova-Strand in Mumbai ist dabei Plastikmüll, erklärte Shah. Für seinen Einsatz haben die Vereinten Nationen den Anwalt und Aktivisten vergangenes Jahr zum „Champion of the Earth“ erklärt.

An den Strand-Aufräumaktionen beteiligen sich regelmäßig nicht nur Bewohner der Stadt, sondern auch zahlreiche Prominente, etwa der berühmte Bollywood-Schauspieler Amitabh Bachchan. Geräte wie Bagger werden teilweise gespendet.

Andere Strände in Mumbai sollen folgen

Am 16. September haben sich erneut 3000 Helfer zum Strandaufräumen getroffen. Der Tag markiert das Jubiläum von 100 Wochen Müllsammeln. Wie die indische Nachrichtenseite „swachhindia.com“ berichtet, haben die Freiwilligen mithilfe von vier Baggern 254.000 Kilo Müll aufgesammelt.

Dabei soll es nicht bleiben:  Laut „Swachhindia“ arbeitet Afroz Shah derzeit daran, die Müllsammel-Aktionen in allen 19 Stränden Mumbais einzuführen.

Kein Einwegplastik mehr!

So beeindruckend die Leistung von Shah und allen Beteiligten auch ist – solange wir unseren Umgang mit Plastik nicht ändern, gelangt weiterhin jeden Tag tonnenweise Plastikmüll in die Ozeane. Afroz Shahs Appell lautet daher: Hört auf, Einwegplastik zu verwenden.

„Wir haben die Wahl – wir können entweder ein bequemes Leben führen, oder auf einem gesunden Planeten leben. Wir können weiterhin nicht biologisch abbaubare Dinge in die Ozeane abladen. Oder wir können damit aufhören.“, so Shah laut Swachhindia. Was du selber tun kannst, erfährst du in unserem Beitrag „Leben ohne Plastik: diese 14 einfachen Tipps kann jeder umsetzen“.

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