Allein wohnen: 25 Tipps, um Geld, Energie und Nerven zu sparen

Allein Wohnen: 5 Tipps, um Geld, Energie und Nerven zu sparen
Foto: CC0 / Pixabay / Bru-nO

Gerade in einem Einpersonenhaushalt kannst du mit ein paar Tricks einfach Strom und Wasser sparen und so den Geldbeutel schonen. Welche das sind, erfährst du hier.

Allein wohnen und Energie sparen? Das geht leichter als gedacht. Auch in Einpersonenhaushalten ist ein ressourcenschonender Umgang mit Stromfressern wie Kühlschränken und Waschmaschinen möglich. Mit unseren Tipps kannst du als allein wohnende Person Energie und Geld sparen. 

Allein wohnen: So sparst du in der Küche

Geschirrspüler sind effizienter, als wenn du das Geschirr von Hand spülst.
Geschirrspüler sind effizienter, als wenn du das Geschirr von Hand spülst.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

In der Küche befinden sich einige Stromfresser und Geräte, die viel Wasser verbrauchen. Allein zu wohnen bedeutet, dass diese zwar seltener aktiv benutzt werden, aber dennoch permanent an der Stromleitung hängen. Daher solltest du elektrische Geräte wie Mikrowellen, Kaffeemaschinen oder Küchenmaschinen nach dem Gebrauch von der Steckdose abnehmen, um den verschwenderischen Standby-Modus zu umgehen. Sogar Küchenmobiliar (Schrankwände mit Leuchten) kann mit Standby ausgestattet sein. 

Auch mit diesen Tipps kannst du als allein wohnende Person Energie sparen: 

  1. Der Kühlschrank und die Gefriertruhe benötigen insbesondere Energie, wenn du sie häufig öffnest, denn sie müssen den dadurch entstandenen Kälteverlust ausgleichen. Daher solltest du beim Kochen oder Backen alle Zutaten auf einmal herausnehmen. Häufig kocht man als Einzelperson gleich für mehrere Tage und friert das Essen ein oder stellt es in den Kühlschrank. Dabei solltest du so lange warten, bis es auf Zimmertemperatur heruntergekühlt ist. So müssen der Kühlschrank oder die Gefriertruhe nicht gegen das warme Essen „ankühlen“. Außerdem solltest du den Kühlschrank richtig temperieren
  2. Bei Personen, die allein wohnen, fällt weniger dreckiges Geschirr an. Daher spülen viele Einpersonenhaushalte lieber von Hand. Dabei verbrauchen Spülmaschinen im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als das Spülen von Hand, heißt es in einer Vergleichsstudie der Universität Bonn. Aber nur, wenn es sich um eine volle Spülladung handelt. Es ist daher wassersparender, wenn du ein wenig wartest, bis sich genug dreckiges Geschirr für einen Spülmaschinengang angesammelt hat, als jedes Stück per Hand zu waschen. Wähle zudem das Eco-Programm und achte darauf, die Spülmaschine richtig einzuräumen
  3. Hast du keine Spülmaschine, dann warte ebenfalls, bis sich genug dreckiges Geschirr angesammelt hat, das du in einem Wasserbad anstelle unter fließendem Wasser spülen kannst. 
  4. Beim Verwenden von Herd und Backofen lässt sich auch viel Energie sparen. Zum Beispiel solltest du immer einen Deckel benutzen, das spart Strom und Zeit. Beim Gemüsekochen reicht es, wenn der Topf nur zwei Zentimeter mit Wasser gefüllt ist. Beim Backen mit Umluft sparst du etwa 15 Prozent Energie im Vergleich zu Ober- und Unterhitze. Außerdem brauchst du den Backofen meistens nicht vorheizen, so kannst du bis zu 20 Prozent Energie sparen.
  5. Generell lohnt es sich für Personen, die allein wohnen, größere Portionen auf einmal zu kochen oder zu backen. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Arbeit. Um sie haltbar zu machen, kannst du die fertigen Gerichte einfrieren. Tipps dazu gibt es hier: 18 Lebensmittel, die du einfach einfrieren kannst. So vermeidest du Lebensmittelverschwendung.

Auch wenn du elektronische Geräte als allein wohnende Person weniger verwendest und sie daher eine geringere Abnutzung haben: Sind sie bereits zehn oder 15 Jahre alt, rät die Verbraucherzentrale dazu, dir die Anschaffung energiesparender Neugeräte zu überlegen. 

Dabei hilft beispielsweise der Kühlschrankrechner, der die individuellen Kosten und den CO2-Ausstoß berechnen kann. 

Allein wohnen: Tipps beim Waschen

Personen, die allein wohnen, haben oft Schwierigkeiten, ihre Waschmaschine voll zu bekommen.
Personen, die allein wohnen, haben oft Schwierigkeiten, ihre Waschmaschine voll zu bekommen.
(Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Gerade wenn du alleine wohnst, ist es manchmal schwierig, die Waschmaschine voll zu bekommen. Doch halbvoll zu waschen ist einer der größten Waschmaschinen-Fehler. Denn ausgelastete Waschmaschinen sind aus ökologischer Sicht effizienter. Sie verbrauchen genauso viel Strom wie eine halb gefüllte Maschine und waschen dabei mehr Wäsche. Mithilfe der folgenden Tipps bekommst du deine Waschmaschine auch als Einpersonenhaushalt voll und wäschst energiesparend. 

  1. Damit du dreckige Wäsche länger aufbewahren kannst, bevor du Maschinenladung zusammen bekommst, sind die Wäschekörbe entscheidend. In Körben aus luftdurchlässigen Materialien kann die Luft zirkulieren, was eine unangenehme Geruchsbildung verhindert. Außerdem solltest du vermeiden, feuchte Wäsche in den Wäschekorb zu geben. Dadurch kann es schnell müffeln.
  2. Durch das Sortieren von Textilien wird die Waschmaschine in einem Einpersonenhaushalt oft nicht voll. Daher solltest du nicht zu genau sein beim Wäschesortieren. Dazu kannst du den Artikel lesen: Wäsche richtig waschen.
  3. Eco-Programme dauern zwar länger, aber sind dennoch energiesparender.
  4. Die Waschmaschine verbraucht viel Energie beim Erhitzen des Wassers. Daher ist Waschen bei 30 Grad energiesparender als Waschen bei 60 Grad. Textilien, die nicht stark beschmutzt sind, bekommst du schon bei niedrigen Temperaturen wieder sauber und frisch. 
  5. Auf die Vorwäsche solltest du auch verzichten, denn das Hauptwaschprogramm reicht meistens schon aus. 
  6. Durch starkes Schleudern zerknittert die Wäsche vielleicht mehr, aber dadurch gelangt auch mehr Wasser aus den Fasern und die Trocknung verkürzt sich später. Das Zerknittern kannst du beim Aufhängen der Wäsche wieder ausgleichen, indem du Oberteile oder Hosen gut ausschüttelst und glatt streichst, bevor du sie aufhängst. Beachte jedoch: Nicht alle Textilien solltest du stark schleudern. Wie du richtig schleuderst, kannst du hier nachlesen: Richtig schleudern: Auf die Drehzahl kommt es an

Nach dem Waschgang kannst du die Wäsche auch ohne Trockner schnell trocknen

Tipps beim Duschen für Einpersonenhaushalte

Gerade unter der Dusche kannst du viel Wasser sparen.
Gerade unter der Dusche kannst du viel Wasser sparen.
(Foto: CC0 / Pixabay / La-Belle-Galerie)

Es fließen etwa zwölf bis 14 Liter Wasser pro Minute durch einen normalen Duschkopf. Wenn du also zehn Minuten duschst, entspricht das der Wassermenge eines Vollbades, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Neben dem hohen Wasserverbrauch kommt noch der Energieaufwand dazu, der beim Erhitzen des Duschwassers erforderlich wird. Aber auch hier kannst du mit einfachen Maßnahmen Wasser und Energie sparen:

  1. Ein Sparduschkopf reduziert den Wasserverbrauch deutlich. 
  2. Beim Einseifen und Rasieren solltest du das Wasser abstellen.
  3. Besitzt du einen elektrischen Durchlauferhitzer, dann ist es sinnvoll, die Temperatur so einzustellen, dass beim Duschen kein kaltes Wasser zugemischt werden muss. 
  4. Beim Einschalten der Dusche braucht es einen Moment, bis das Wasser eine angenehme Temperatur erreicht hat. Fange das kalte Wasser auf und nutze es zum Blumengießen oder wage dich selbst in das kalte Wasser. Kalt zu duschen bringt nämlich gesundheitliche Vorteile. 
  5. Weniger Duschen. Viele duschen täglich, allerdings empfehlen Dermatolog:innen deutlich weniger Duschen in der Woche. Zwei Duschgänge sei bei gesunder Haut empfehlenswerter. Für die Hygiene an den restlichen Tagen kannst du dich mit einem Waschlappen waschen. 

Mehr zum Wassersparen unter der Dusche findest du in diesem Artikel: Wasser sparen in der Dusche: Klappt mit diesen 5 Tipps.

So kannst du im Home-Office Energie sparen

In Haushalten, in denen Personen allein wohnen, scheint es auf den ersten Blick weniger Elektrogeräte zu geben als in Mehrpersonenhaushalten. Doch auch als allein wohnende Person sammeln sich vor allem im Home-Office einige stromfressende Geräte an, die zudem gleichzeitig in Betrieb sind. 

Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen, beim Arbeiten Energie zu sparen: 

  1. Fest installierte Desktop-Computer verbrauchen mehr Strom als Laptops. Für die meisten Anwendungen wie Surfen oder Streamen reicht ein Laptop aus. Tablets verbrauchen sogar noch weniger Strom.
  2. Reduziere die Bildschirmhelligkeit, so sparst du auch Energie. 
  3. Bist du mit der Arbeit fertig, solltest du alle Geräte wie Drucker oder Bildschirme ausstecken. Damit du nicht täglich mehrere Geräte ausstecken musst, kannst du dir eine Steckerleiste anschaffen. So brauchst du nur einen Stecker ziehen, um alle Geräte vom Strom zu nehmen. 
  4. Nachts brauchst du das WLAN nicht unbedingt, daher kannst du das WLAN nachts ausschalten. Moderne Router haben dafür auch eine Zeitsteuerung, so musst du nicht jeden Abend den Stecker ziehen.
  5. Das gilt auch für Handys. Es spart Strom, wenn du sie nachts ausschaltest oder den Flugmodus einschaltest. 
  6. Lieber Licht aus als an: Häufig reicht das Tageslicht aus, um genügend Helligkeit in den Räumen zu erzeugen. Personen, die allein wohnen, haben den Vorteil, im Home-Office mit dem Tageslicht mitwandern zu können, ohne dabei Mitbewohner:innen in die Quere zu kommen. 

Weitere Tipps zum Energiesparen in Einpersonenhaushalten

Lasse nur die Geräte eingeschaltet, die du wirklich täglich brauchst.
Lasse nur die Geräte eingeschaltet, die du wirklich täglich brauchst.
(Foto: CC0 / Pixabay / nali_wike)

Nicht nur in der Küche, beim Waschen und Duschen kannst du Energie sparen, sondern auch im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. 

  1. Elektrogeräte verbrauchen auch Strom im Standby-Modus. Gerade wenn du alleine wohnst und den Fernseher nicht regelmäßig nutzt, solltest du ihn vom Strom nehmen. Ein Drittel des Stromverbrauchs in einem Haushalt entfällt auf die Kommunikation und Unterhaltung. Es lohnt sich also, die Geräte auszustecken oder möglichst energieeffiziente Geräte zu verwenden.
  2. Strom sparen beim Streamen ist ebenso möglich: Downloade Inhalte, die du regelmäßig konsumierst. So müssen die Daten beim Anhören oder Anschauen nicht immer wieder geladen werden. 
  3. Auch Steh- und Tischlampen solltest du ausstecken. Verwende zudem LED-Lampen, die deutlich weniger Strom als Glüh- oder Halogenlampen verbrauchen. Daher solltest du sie ersetzten, gerade in Räumen, in denen lange das Licht brennt. 

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