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Energie sparen: Vermeide die 10 größten Waschmaschinen-Fehler

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Foto: Pixabay.de/ CC0/ ryanmcguire

Wer beim Wäschewaschen ein paar Tipps und Tricks beachtet, wäscht umweltfreundlicher und spart jede Menge Energie – und Geld. Hier erfährst du, wie du die größten Fehler vermeiden kannst. 

Wusstest du, dass die Waschmaschine zu den größten Stromfressern im Haushalt gehört? Angesichts der hohen Energiepreise und für den Klimaschutz lohnt es sich, sie – und ihre Art der Nutzung – genauer unter die Lupe zu nehmen.

In rund 96 Prozent der deutschen Haushalte steht eine Waschmaschine – und wird mal mehr, mal weniger effizient genutzt. Die Waschmaschine halbvoll anschalten? Wäsche bei 60 Grad waschen? Viel Waschmittel verwenden? Wenn du solche weit verbreiteten Fehler vermeidest, kannst du jede Menge Geld, Wasser und Strom sparen und dabei Umwelt und Klima schützen. Und deine Kleidung übrigens auch.

Waschmaschinen-Fehler #1: Halbvoll waschen

Schalte deine Waschmaschine möglichst nur an, wenn sie wirklich voll ist. Wer halb gefüllte Maschinen anstellt, weil genau das eine rote T-Shirt fehlt, verschwendet damit Energie, Wasser und Waschmittel. Besser: Bunte Wäsche und helle Wäsche getrennt sammeln und dann waschen, wenn die Maschine voll wird.

Mehr Tipps hier: Wäsche richtig waschen: Sortieren, Temperatur, Waschmittel

Waschmaschinen-Fehler #2: Zu heiß waschen

Bei Oberbekleidung wie Jeans, T-Shirts oder Pullovern reichen 30, maximal 40 Grad vollkommen aus, um sie sauber zu bekommen. Lediglich bei Unterwäsche, Bettwäsche, Handtüchern und stark verschmutzter (Baby-)Wäsche empfiehlt es sich, bei 60 Grad zu waschen. Die 90-Grad-Einstellung darfst du bei der Waschmaschine vergessen, sie hat nur in seltenen Ausnahmefällen Berechtigung. Denn: Je höher die Temperatur, desto höher der Energieverbrauch – und je höher der Energieverbrauch, desto teurer für dich.

Bei der Vielzahl an Waschprogrammen ist es leicht, den Überblick zu verlieren – Kochwäsche ist aber nur selten nötig.
Bei der Vielzahl an Waschprogrammen ist es leicht, den Überblick zu verlieren – Kochwäsche ist aber nur selten nötig. (Foto: CC0 / Pixabay / moerschy)

Bis zu 17 Euro im Jahr kannst du einsparen, wenn du mit 30 statt mit 60 Grad wäscht (bei angenommenen zwei Waschgängen in der Woche). Das hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online berechnet – basierend auf Durchschnittswerten für 2021. Bei den derzeit steigenden Preisen dürfte die Einsparsumme noch höher liegen.

Waschmaschinen-Fehler #3: Zu viel Waschmittel verwenden

Viel hilft viel? Im Gegenteil. Zu viel Waschmittel kann der Umwelt schaden. Erstens muss auch das beste Öko-Waschmittel noch immer hergestellt, verpackt und aus dem Abwasser entfernt werden. Um Aufwand und Umweltauswirkungen zu reduzieren, sollte man daher mit Wasch- und Reinigungsmitteln immer möglichst sparsam umgehen.

Zweitens erkennen halbwegs moderne Waschmaschinen, wenn zu viel Waschmittel verwendet wurde und gleichen das durch zusätzliche Spülgänge und höhere Wassermengen aus. Dadurch dauert der Waschvorgang unnötig lange – und die Waschmaschine verschwendet Energie. Es lohnt sich wirklich, die Dosierungsanleitung auf den Waschmitteln zu beachten.

Doch auch, wenn dein Wasser „hart“ sein sollte, musst du nicht unbedingt die Dosierung wählen, die auf der Verpackung dafür angegeben ist. Bei normal und schwach verschmutzter Wäsche genügt die Dosierungsempfehlung für den Härtebereich „mittel“. So schonst du die Umwelt und sparst Geld. Lediglich bei stark verschmutzter Wäsche ist eine Dosierung nach Härtebereich „hart“ sinnvoll“, so die Münchner Stadtwerke. Das Wasser in München ist zum Beispiel nach dem Waschmittelgesetz dem „harten“ Wasser zuzuordnen.

Lies dazu auch: 9 häufige Waschmittel-Fehler: Wie du sie vermeidest und besser wäschst

Waschmaschinen-Fehler #4: Mit Vorwäsche waschen

Das Vorwäsche-Programm ist fast immer überflüssig. Normal verschmutzte Alltags-Textilien werden in jeder modernen Waschmaschine auch ohne Vorwäsche sauber. Lediglich bei sehr schmutziger Kleidung kann die Vorwäsche sinnvoll sein. Nachhaltiger und genauso wirkungsvoll ist Einweichen in Essig oder Gallseife (oder veganen Alternativen) vor der Wäsche.

Waschmaschinen-Fehler #5: Zu oft waschen

Keine Sorge, wir empfehlen dir nicht, schmutzige oder müffelnde Kleider zu tragen. Aber genau wie mit dem Duschen übertreiben wir es oft auch mit dem Waschen. Eine Jeans kann man – vorausgesetzt natürlich man kleckert sie nicht voll – gut fünf bis zehn Tage anziehen. Und nicht jedes T-Shirt muss nach einmaligem Tragen in die Wäsche. Oft reicht es auch, die Kleidungsstücke einfach mal kurz auszulüften.

Jeans auf der Leine
Auslüften statt waschen: Hilft in vielen Fällen auch. (Foto: Pixabay, CCO Public Domain)

Waschmaschinen-Fehler #6: Zu viele verschiedene Mittel verwenden

Eines für Buntes, eines für Weißes, eines für Schwarzes, Wollwaschmittel, Seidenwaschmittel, Sportwaschmittel, Daunenwaschmittel, Fleckenentferner, Entkalker, Weichspüler, Flüssigwaschmittel, Waschpulver… Ganz ehrlich: Vieles von dem, was uns die Werbung als notwendig verkaufen möchte, braucht eigentlich kein Mensch. Lies auch Waschpulver, Baukasten oder Flüssigwaschmittel: Was ist am nachhaltigsten?

Weichspüler zum Beispiel ist unnötiger Luxus, für dunkle Wäsche ist jedes Colour-Waschmittel gut genug und für empfindliche Wäsche tut es meist auch ein schonendes Mittel. Wer seine Wasch-Utensilien auf das reduziert, was er oder sie wirklich braucht, spart Verpackungsmüll, Chemikalien, Geld und Nerven. Am umweltschonendsten ist übrigens Öko-Waschpulver im Karton: Wenig Verpackung mit wenig oder keinem Plastik.

Waschmaschinen-Fehler #7: Das falsche Programm einstellen

Die jeweiligen Waschsymbole und Hinweise richten sich nach dem Stoff deiner Textilien.
Die jeweiligen Waschsymbole und Hinweise richten sich nach dem Stoff deiner Textilien. (Foto: CC0 / Pixabay / Snap_it)

Moderne Waschmaschinen haben oft eine Vielzahl verschiedener Waschprogramme oder Kombinationsmöglichkeiten von Programm, Temperatur und Schleuderdrehzahl. Wer für seine Kleidung das falsche Programm oder die falsche Temperatur verwendet, hat unter Umständen nicht viel Freude damit. Darum: Beachte die Gebrauchsanweisung deiner Waschmaschine und die Waschhinweise in deinen Textilien. Denn: Kleidungsstücke entsorgen zu müssen, weil sie plötzlich viel zu klein oder rosa statt weiß sind oder aber sie doppelt zu waschen, weil sie nicht sauber geworden sind, ist nicht besonders nachhaltig.

Mehr lesen: Waschsymbole: Das bedeuten die Wäschezeichen auf den Etiketten

Waschmaschinen-Fehler #8: Wäschetrockner benutzen

Wer eine Möglichkeit hat, seine Wäsche auf dem Wäscheständer oder an der Wäscheleine zu trocknen, sollte das unbedingt tun. In diesem Fall ist es nämlich wirklich reine Energieverschwendung, einen Wäschetrockner zu benutzen. Auf dem Balkon oder im Garten trocknet die Wäsche oftmals sogar schneller. Trotzdem steht in knapp 44 Prozent der deutschen Haushalte ein Wäschetrockner – falls deiner dazu gehört, frage dich doch kritisch, ob du deine Wäsche (oder zumindest einen Teil davon) nicht genauso gut zum Trocknen aufhängen könnten.

Waschmaschinen-Fehler #9: „Zeit sparen“

Moderne Waschmaschinen verfügen oft über sogenannte Kurzwaschprogramme: Per Knopfdruck kannst du die Waschdauer auf die Hälfte der Zeit oder sogar noch weiter verkürzen. Allerdings sparst du auf diese Weise keine Energie – stattdessen ist es genau umgekehrt: Wenn du deine Wäsche mehrere Stunden in der Waschmaschine lässt, kann sie länger einweichen und das Waschmittel kann besser wirken. Beim Kurzwaschprogramm muss die Maschine das Wasser viel mehr aufheizen, um dasselbe Waschergebnis zu erzielen.

Mehr dazu: 2 Gründe, nie das Kurzwaschprogramm zu benutzen

Was beim Strom sparen tatsächlich hilft, ist die Eco- oder Öko-Einstellung, die moderne Waschmaschinen haben. Wenn du sie – anstelle der Schnellwäsche oder des normalen Waschprogramms – nutzt, kannst du laut co2online bis zu 33 Euro pro Jahr sparen. Wieso das Eco-Programm länger läuft, erfährst du hier: Darum dauert das Eco-Programm der Waschmaschine länger

Waschmaschinen-Fehler #10: Die falsche Waschmaschine

Moderne Waschmaschinen haben viele Vorteile gegenüber älteren Modellen: Laut co2online.de verbraucht das aktuell energiesparendste Gerät 89 Kilowattstunden Strom. Geräte, die über zehn Jahre alt sind, verbrauchen gerne mal mehr als 200 Kilowattstunden. Auch in puncto Wassermenge und Waschmittelverbrauch sind moderne Modelle klar im Vorteil.

Natürlich macht es keinen Sinn, sich eine neue Waschmaschine anzuschaffen, wenn deine alte noch gut funktioniert. Wenn du aber darüber nachdenkst, dir eine neue Maschine anzuschaffen, dann greife zu einem modernen Modell mit Energieeffizienzklasse A (ehemals A+++).

Tipp: Wenn du dein Wasser mit einer Solaranlage heizt, kannst du dir eine Maschine mit Warmwasseranschluss zulegen. So sparst du Kosten und schonst die Umwelt.

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