Ausmisten: So wirst du unnötigen Ballast los

Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Sarah Brown

Ausmisten hilft dir, Ordnung in deinen vier Wänden zu schaffen und dir darüber klar zu werden, welche Besitztümer du wirklich nutzt. Mit diesen Tipps wirst du ganz einfach unnötige Dinge los.

Ausmisten leicht gemacht

Ausmisten tut gut, auch im Kleiderschrank
Ausmisten tut gut, auch im Kleiderschrank (Foto: CC0 / Pixabay / Stock Snap)

1. Miste in kleinen Schritten aus – heute der Kleiderschrank, morgen eine Kommode, usw. Du kannst dir auch einen Plan machen, wann du was entrümpeln möchtest.

2. Nutzen-Check: Wenn du einiges an Kleidung, Haushaltsgeräte, Bücher und andere Gebrauchsgegenstände lange nicht genutzt hast, dann solltest du überlegen, ob du sie wirklich noch brauchst. Frage dich bei Kleidung:

  • Was ziehst du gerne und oft an?
  • Was liegt/hängt seit Langem nur herum?
  • Passen die Sachen dir noch, sei es Größe oder Stil?

Ist die Antwort darauf nein, dann solltest du die Kleidungsstücke ausmisten.

Ähnliche Fragen kannst du dir bei anderen Dingen in deinem Haushalt stellen:

  • Was nutzt/brauchst du wirklich?
  • Was liegt seit Monaten oder gar Jahren nur herum und wird nicht genutzt?
  • Hast du einige Gegenstände (z.B. Küchenutensilien) doppelt oder nutzt sie nur selten?
  • Hat sich dein Geschmack geändert, so dass du einige Sachen gar nicht mehr magst?

3. Die Kisten-Methode: Die Dinge, die du ausmisten willst, kannst du nun in verschiedene Kisten einräumen.

  • Dinge, die du noch verkaufen kannst
  • Dinge, die du verschenken/spenden möchtest
  • Dinge, die entsorgt werden müssen

Räume nur das wieder ein, was du wirklich gebrauchst. Du wirst merken, dass es befreiend wirkt zu entrümpeln. Du wirst dich über den gewonnenen Platz und die Ordnung in Schränken und Kommoden freuen.

Die Karton-Methode: Was brauchst du wirklich?

Wenn du einige Dinge nicht sofort ausmisten willst, gib ihnen ruhig einen Aufschub. Sammle diese Sachen in einem Karton. Beschrifte ihn mit einer Bestandsliste. So weißt du immer welche Gegenstände du dort hineingelegt hast, falls du sie auf einmal doch benötigst.

Schaue nach einigen Monaten wieder in den Karton und frage dich, ob du für diese Dinge wirklich noch Verwendung hast. Haben sie dir während ihrer Zeit im Karton gefehlt? Wenn die Antwort „Nein“ lautet, solltest du dich wirklich von diesen Sachen trennen.

Wohin mit den ausgemisteten Dingen?

Aussortierte Sachen kannst du auf Flohmärkten oder Onlinebörsen weiterverkaufen.
Aussortierte Sachen kannst du auf Flohmärkten oder Onlinebörsen weiterverkaufen. (Foto: CC0 / Pixabay / jackmac34)

Du hast ausgemistet und nun stellt sich die Frage: Wohin mit all den Sachen? Es gibt mehrere Möglichkeiten deinen aussortierten Dingen ein zweites Leben zu schenken:

  • Du kannst Anzeigen in Onlineportalen, wie z.B. bei ebay Kleinanzeigen, einstellen. Dort kannst du die Sachen verkaufen, tauschen oder verschenken.
  • Stelle dich mit den Dingen, die du ausgemistet hast, auf einen Flohmarkt oder gib sie in einen Flohmarktladen
  • Sprich mit lokalen Organisationen, ob sie deine abgelegten Dinge als Spende gebrauchen können.
  • Frage deine Freunde und Bekannte, ob sie noch etwas haben wollen.
  • Kleidung kannst du spenden oder auf Online-Tauschbörsen einstellen.

Du wirst nicht alle Dinge, die du ausgemistet hast, über diese Wege weitergeben können. Alles übrige solltest du fachgerecht entsorgen durch entsprechende Mülltrennung und Recycling.

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(7) Kommentare

  1. Ich mache immer wieder die Erfahrung: man räumt alles raus, gibt eine Menge weg und wenn der Rest eingeräumt ist, ist auch kein zusätzlicher Platz. Verkaufen und verschenken ist sehr schwer. Ich wollte 7 große Säcke mit gut erhaltener Kinderkleidung von 0-12 verschenken, ausgesucht, nach Alter sortiert. Wollte in den Nachbarschaftsforen niemand, obwohl es dort auch Elterngruppen gibt…. also Humana oder andere Kübelorganiisationen, die die lokale Textilproduktion in Afrika und Co zerstören.
    Für monatelang herumstehende Kartons mit Ausmistkandidaten habe ich keinen Platz. Ebay macht Arbeit und man braucht Zeit dafür.

  2. Wenn nach dem Ausmisten kein zusätzlicher Platz entsteht, hast du irgendwas was falsch gemacht. Vielleicht kaufst du zu viele Sachen nach? Da ich Zeit meines Lebens zugesehen habe, dass ich keinen Überkonsumhaushalt habe wie andere Leute, weiß ich, dass man letztlich sogar Möbel und sonstige Aufbewahrungsmittel minimieren kann, wenn man den anderen Kram wirklich aussortiert. Entscheidend ist aber, dass man nicht nachkauft oder nur sehr bedacht. XD

  3. Da ich nie „shoppen“ gehe, kommt auch nicht viel nach – außer Bücher und sonstiges aus Papier. Aber man muß ja nicht Gutes wegwerfen, nur weil man es nur selten anzieht. Ich komme mit Basic-Kleidung aus. Video-Kassetten, Fotos, CDs, DVDs kann man doch auch nicht einfach wegschmeißen. Und wenn man nach 2 oder 5 Jahren doch wieder aquarell- oder auf Seide malen will, warum soll ich alles nach einem Jahr wegwerfen? Ich war beim letzten Klassentreffen froh, noch Unterlagen aus der Schulzeit zu haben.

  4. Schau doch mal, ob es bei dir in der Nähe nicht eine Tauschbank gibt. Da kann man Sachen, die man nicht mehr benötigt, egal was, reinlegen und Sachen, die einem gefallen einfach mitnehmen. Ganz aufwandsarm und anonym. Ich habe das zum ersten Mal gemacht, als ich unseren Keller ausräumen musste, und bringe seit dem regelmäßig nicht mehr benötigte Sachen dorthin. Damit die Tauschbank nicht vermüllt, schaue ich aber wöchentlich vorbei, und nehme diejenigen meiner Sachen, die nach zwei, drei Wochen noch da sind, wieder mit und werfe sie dann weg oder recycle sie irgendwie. Das meiste findet aber noch Abnehmer. Vieles geht noch am selben Tag raus. Für Bücher gibt es meist extra Tauschbänke. Einfach mal mit offenen Augen durch deine Stadt gehen oder im Bekanntenkreis umhören. Oder ihr organisiert selber was. Viel Erfolg beim Loswerden ohne Kübelorganisationen.

  5. Und diese Kondo (?) wirft zuerst einmal alle Kleider auf den Boden, betrachtet alles, ob es Freude macht und räumt dann ein Teil wieder ein. Man muß alles durchprobieren!
    Ist mir total unsympathisch.
    PS: wieso kann ich diese Texte nicht korrigieren? Dewr Cursor läßt sich nicht zwischen den schon geschriebenen Text stellen…

  6. Wenn man sich Videos ansieht, in denen nach der Marie Kondo Methode aussortiert wird, kann man sich sowieso nicht des Verdachts erwehren, dass die Aktionen eher dazu dienen, wieder Platz für neue Konsumgüter zu schaffen. Gerade Videos von jungen Frauen deuten darauf hin, dass sie nur die alten Klamotten entsorgen, um neue Klamotten nachkaufen zu können. Das hat dann aber mit Minimalismus und schon gar nicht mit Nachhaltigkeit etwas zu tun.

  7. @Val:
    Habe auch schon üble Erfahrungen mit dem Verschenken wollen gemacht, besonders in Sachspenden-Portalen der Flüchtlingshilfen, auch bei Sachspenden-Anwerbungen von Secondhand-Initiativen: Entweder sind die Läger proppevoll, oder sie sind zu faul zum Abholen, oder sie antworten einfach nicht auf dein Angebot (Können die kein e-Mail?). Und das, obwohl du nichts Schadhaftes oder Abgenutztes anbietest, sondern nur in einem Zustand, den du selbst bei deinen gesuchten Artikeln akzeptieren würdest. Leider ist es so, dass man in unserer Überflussgesellschaft nicht mal zu Verschenkendes los wird.
    Ganz übel sind die ebay-Kleinanzeigen: Du beantwortest Gesuche mit einem freundlich formulierten Zu-Verschenken-Angebot, entweder hält der Interessent einen vereinbarten Übergabetermin nicht ein und hat keine Entschuldigung parat, ist nicht mehr ansprechbar, oder du bekommst keine Antwort auf deine freundliche Benachrichtigung, oder du verkaufst etwas kleinpreisig, und der Interessent ballert dir nur eine mickrigere Zahl grußlos vor den Latz. Das dollste war, als ich ein gepflegtes Jugendsofa geschenkt anbot, ausdrücklich nur an Selbstabholer in Ostwestfalen-Lippe, Ortsangabe, dann kommt die Nachricht: Wir große Familie in Wuppertal, wann bringen oder schicken? Anrufen unter Telefon….
    Kurzum: Lauter Prolle und Trolle, denen jede Kinderstube fehlt. Mal googeln: ebay kleinanzeigen unmögliche Leute. Selbst in den Stern und in den Focus haben entsprechende Negativerfahrungen es schon geschafft. Ein Rotzepool. Meinen Account habe ich darum vor kurzem gekündigt.
    Tragbare Kleidung verschenken nur an Bethel-Brockensammlung (die bedanken sich wenigstens) oder an caritative Kleidersammlungen, z.B. Agape. Sonstigen Hausrat: Augen aufhalten, ob gemeinnützige Vereine was für ihren Flohmarkt haben möchten.