Babypflege – auf diese Produkte kannst du verzichten

Babypflege
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Für die Babypflege gibt es inzwischen eine Vielzahl an Produkten – viele davon sind allerdings überflüssig. Wir sagen dir, welche Babypflege-Produkte du dir sparen kannst und zeigen dir nachhaltigere Alternativen.

Babypflege – ein Dschungel an Produkten

Es gibt eine Vielzahl an Pflegeserien für Babys und als frischgebackene Eltern seid ihr vielleicht noch unsicher, was euer Baby wirklich braucht. Die noch dünne und zarte Babyhaut benötigt allerdings nicht viele Produkte. Zu viel oder die falsche Pflege ist sogar eher schädlich als hilfreich – besonders wenn Stoffe enthalten sind, die dem Baby bei der Aufnahme durch die Haut schaden können.

Daher solltest du darauf achten, dass du möglichst auf die sensible Babyhaut abgestimmte Produkte nutzt, die frei von Paraffin und Allergie auslösenden Stoffen sind. Wir zeigen dir, welche Produkte du getrost weglassen kannst und wie du dein Baby mit nur wenigen Mitteln am besten pflegst.

Babypflege für Körper und Gesicht

Zum Baden und zur Hautpflege benötigt dein Baby nicht viele verschiedene Produkte.
Zum Baden und zur Hautpflege benötigt dein Baby nicht viele verschiedene Produkte. (Foto: CC0 / Pixabay / skimpton007)

1. In der Badewanne

Zum Baden deines Babys benötigst du nicht mehrere Produkte oder ein extra Shampoo. Es reicht in der Regel ein einziges Produkt für Haut und Haare, das möglichst mild sein sollte. (Um auf der sicheren Seite zu sein empfiehlt sich außerdem ein Naturkosmetik-Produkt (z.B. das Family Shampoo Duschbad Nr. 20** von Bioturm oder die Calendula Waschlotion & Shampoo** von Weleda).

Viele Expert:innen raten sogar, Babys im ersten Jahr ausschließlich mit warmem Wasser, also ganz ohne Waschgels oder ähnliches zu baden. Wenn du Produkte verwendest, solltest du darauf achten, immer nur eine sehr kleine Menge des Produkts ins Wasser geben, Babys benötigen kein Bad voll mit Schaum. Außerdem solltest du dein Baby nicht zu oft baden – viele Hebammen empfehlen ein Bad nur ein bis zweimal pro Woche.

2. Körper- und Gesichtspflege

Nach dem Baden gilt ebenfalls: Weniger ist mehr. Du benötigst keine Vielzahl an Cremes oder Ölen für Gesicht und Körper. Viele Babys brachen gar keine Pflegeprodukte. Und wenn doch reicht meist ein Pflegeprodukt, z.B. eine Baby-Pflegecreme oder ein hautfreundliches Babyöl. Empfehlenswerte Babyöle sind laut Öko-Test u.a.:

  • Calendula Body Oil von Martina Gebhardt (u.a.** bei Avocadostore)
  • Weleda Baby & Kind Calendula Pflegeöl parfümfrei (u.a.** bei Shop Apotheke)

Auch bei Pflegecremes überzeugten Naturkosmetik-Produkte bei Öko-Test, z.B.:

Die Gesichtshaut deines Babys braucht insgesamt nur wenig Zuwendung. Du solltest das Gesicht nur dann eincremen, wenn die Haut trocken ist. Wenn es draußen friert, und du oft und lange mit deinem Baby spazieren gehst, dann empfiehlt sich ein Kältebalsam, also eine spezielle fetthaltige Gesichtscreme, z.B. von Weleda bei Shop Apotheke**.

Pflegeprodukte rund ums Wickeln

Nicht alle Feuchttücher sind unbedenklich
Nicht alle Feuchttücher sind unbedenklich (Foto: Ökotest)

1. Babypo sauber machen

Die meisten Eltern nutzen zum Säubern des Babypos gerne Feuchttücher. Eine aktuelle Untersuchung von Öko-Test zeigt jedoch: Vor allem parfümierte Feuchttücher sind nicht empfehlenswert. Kein einziges Produkt mit Parfum erhielt bei Öko-Test die Note „sehr gut“. Besser sind in der Regel parfumfreie Feuchttücher, aber auch hier schneiden einige Produkte aufgrund von bedenklichen Inhaltsstoffen schlecht ab.

Viele Hebammen empfehlen, den Babypo nur mit einem Waschlappen und warmem Wasser zu säubern. Diese Methode hilft auch gut bei wunden Babypos, da die konventionellen Feuchttücher oft zuviel Feuchtigkeit auf der wunden Haut hinterlassen.

Wenn du nicht auf Feuchttücher verzichten möchtest, aber genau wissen möchtest, womit du deinem Baby den Po sauber machst, kannst du die Feuchttücher selber machen.

2. Wunden Babypo pflegen

Wenn dein Baby einen wunden Po hat, empfiehlt sich eine Creme mit Zinkoxid. Öko-Test hat 20 Cremes im Labor untersucht – fast alle überzeugten. Schlusslicht im Test war allerdings die eigentlich beliebte Penaten-Wundcreme.

Die Creme brauchst du erst, wenn dein Baby auch tatsächlich einen wunden Po hat. Meist entstehen Wundstellem erst, wenn das Baby mit der Beikost startet und auf bestimmte Produkte reagiert (z.B. Apfel, Erdbeeren). Bis dahin kannst du dir dieses Produkt also meist sparen.

Hinweis: Wenn der wunde Po über mehrere Tage anhält und kleine Pusteln entstehen, suche besser deinen Kinderarzt auf. Dein Baby könnte eine Pilzinfektion (Windelsoor) haben, die mit einer speziellen Creme behandelt werden sollte.

Fazit zur Babypflege

Babyshampoo, eine Sammlung an Cremes, Ölen, Babybädern und Seifen kannst du dir sparen. Im Idealfall benötigst du höchstens drei milde und natürliche Produkte für dein Baby:

  • eins zum Baden deines Babys,
  • eins für die Körperpflege und bei Bedarf fürs Gesicht,
  • sowie eine Wundcreme, wenn dein Baby einen wunden Po hat.

Darüber hinaus macht eine spezielle fetthaltige Gesichtscreme nur Sinn, wenn du im Winter oft und lange mit dem Baby draußen bist. Feuchttücher kannst du dir eigentlich sparen, besser ist ein Waschlappen und warmes Wasser.

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