Bauchmassage für Erwachsene und Babys: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Eine Bauchmassage ist ein wohltuendes Heilmittel gegen unterschiedliche Beschwerden im Unterleib. Hier erfährst du, welche Tipps und Hinweise du bei der Massage beachten solltest.

Was bringt eine Bauchmassage?

Eine Bauchmassage ist eine bewährte Methode, um verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden entgegenzuwirken, insbesondere Blähungen und Verstopfungen. Mit der richtigen Technik kannst du Spannungen in der Bauch- und Darmmuskulatur lösen und die Darmtätigkeit fördern.

Aber auch bei anderen Beschwerden kann die richtige Bauchmassage Symptome lindern. So hilft sie zum Beispiel gegen:

Zudem kann eine Bauchmassage in der Schwangerschaft die Bauchmuskulatur entlasten und Mütter dabei unterstützen, die ersten Kontakte mit dem ungeborenen Kind aufzunehmen. Eine Bauchmassage kannst du auch bei deinem Baby oder Kleinkind durchführen, denn diese sind besonders oft von Magen-Darm-Problemen betroffen.

Achtung: Bei Durchfall und Hauterkrankungen im Bereich des Bauches ist eine Bauchmassage nicht geeignet!

Bauchmassage für Erwachsene: So geht’s

Nimm dir für eine Bauchmassage mindestens zehn bis 15 Minuten Zeit. Am besten führst du sie liegend durch. Achte deshalb auf eine weiche Unterlage (zum Beispiel dein Bett oder eine Yoga-Matte) und bequeme Kleidung. Damit deine Hände besser über deine Bauchdecke gleiten können, cremst du Bauch und Hände vorher am besten ein. Dafür kannst du beispielsweise ein entspannendes Duftöl verwenden. Achte zudem darauf, dass deine Hände warm sind. Dann kann es losgehen:

  1. Lege dich auf den Rücken und platziere deine Hand mittig auf deinem Bauch.
  2. Streiche nun im Uhrzeigersinn langsam um deinen Bauchnabel herum. Dabei sollte möglichst immer die gesamte Handfläche den Bauch berühren.
  3. Übe bei der Massage leichten Druck aus. Wenn du zum Beispiel bei Blähungen die Blockaden im Bauch mit der Hand ertastet, kannst du an diesen Stellen den Druck etwas erhöhen.
  4. Der Druck sollte jedoch nie so hoch sein, dass Schmerzen entstehen. Lasse deine Hand stattdessen möglichst sanft und gleichmäßig gleiten.

Tipp: Um deinen Darm zusätzlich anzuregen, kannst du vor- und nach der kreisförmigen Massage mehrfach mit der flachen Hand quer und längs über deinen Bauch streichen.

Bauchmassage für Babys: Eine Anleitung

Eine Bauchmassage kannst du auch bei Kindern anwenden, um Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung zu lindern.
Eine Bauchmassage kannst du auch bei Kindern anwenden, um Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung zu lindern. (Foto: CC0 / Pixabay / fujikama)

Für Babys und Kinder solltest du die gleichen Grundvoraussetzungen wie bei einer Massage für Erwachsene schaffen. Achte also darauf, dass dein Baby bequem und flach auf einer weichen Unterlage liegt. Creme den Bauch mit etwas Babycreme ein und achte darauf, dass deine Hände weich und warm sind. Befolge dann die folgenden Schritte:

  1. Besonders bei Babys solltest du deine Hände zunächst nur ruhig auf den Bauch legen, sodass sich dein Kind an den Kontakt gewöhnen kann.
  2. Streiche nun mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum.
  3. Babys solltest du dabei mit der anderen Hand vorsichtig im Bereich der Hüfte festhalten.
  4. Wiederhole die fließende Kreisbewegung etwa zehnmal und übe mal mehr, mal weniger Druck aus. Achte darauf, dass der Druck nie zu stark ist, sodass dein Kind keine zusätzlichen Schmerzen verspürt.
  5. Bewege deine Hand nun in punktuellen, kleinen Kreisbewegungen um den Bauchnabel herum.
  6. Führe auch hier etwa zehn Wiederholungen aus.
  7. Anschließend legst du nur Zeige-, Mittel- und Ringfinger zusammen und führst sie in schnellen, klopfenden Bewegungen erneut um den Nabel herum. Übe auch hier stellenweise etwas mehr Druck aus.

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