Berufung finden: so findest du den richtigen Job

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Du willst deine Berufung finden und deine kostbaren Lebensjahre mit Sinn und Freude füllen? Diese spannenden Erkenntnisse aus der Welt der Hirnforschung werden dir dabei helfen!

Im Kindergarten wollte ich Koch werden, in der Grundschule Richter und schließlich am Gymnasium wusste ich nicht mehr, was ich mit mir anfangen soll.

Die Frage nach dem Traumberuf ist eine häufig gestellte. Früher wurde man Bauer, Lehrer oder Schuhmacher. Heute stehen einem alle Türen offen. Und dennoch oder gerade deshalb plagen sich viele Menschen mit der Frage nach der Lebensaufgabe. Sie wollen ihre Berufung finden. Aber gibt es überhaupt den einen Traumjob?

Warum eine Berufung nicht reicht

Wie du deine Berufung wirklich findest
Wie du deine Berufung wirklich findest
(Foto: CC0/ Pixabay / Free-Photos)

Die Idee des Traumberufs ist es, den einen Job zu finden, der so toll ist, dass wir ihn die nächsten 40 Jahre 40 Stunden pro Woche ausüben wollen – natürlich mit Spaß und kreativer Leidenschaft.

Wie absurd diese Denkweise ist, merkst du, wenn du deine Freizeit genauer betrachtest. Gehst du jedes Wochenende 48 Stunden lang deinem Lieblingshobby nach? Vermutlich nicht! Denn die Eintönigkeit würde den Spaß schnell austreiben.

Wie überall im Leben ist auch im Beruf die Balance der Schlüssel zum Erfolg, zum Glück und zur Zufriedenheit.

Statt den einen (Traum)Beruf bis zur Lustlosigkeit auszuüben, sollten wir unser Arbeitsleben so zusammenstellen, dass möglichst viele unserer Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten zum Einsatz kommen.

Das fördert nicht nur deine Kreativität in allen Bereichen, sondern verschafft dir auch mehr (finanzielle) Sicherheit in unserem schnelllebigen, digitalen Zeitalter, das viele klassische Berufe überflüssig machen wird.

Die Gesellschaft und unsere Gedanken geben uns manchmal sehr starre Konstrukte vor, die wir öfter hinterfragen sollten. Denn das Leben folgt keinem festgeschriebenen Weg, sondern ist ein Prozess mit vielen Variablen.

Daher vergiss die zermürbende Suche nach dem ewig perfekten Traumberuf! Dein Arbeitsleben sollte stattdessen bestimmt sein von deinen Leidenschaften. Deine Berufung kannst du in einem Beruf mit vielen Facetten finden, oder aber auch in zwei oder drei verschiedenen Jobs. Und auch hier wird dich keiner zwingen, sie für dein ganzes Leben auszuüben.

„Und was ist dein Job?“

„Ich bin Webdesigner, Blogger, Mediengestalter und Online Marketing Manager. Da mir die Natur jedoch fehlt, vielleicht bald Praktikant in einer BIO-Gärtnerei.“

Fragen, die dir helfen deine Berufung zu finden

Finde deinen Traumjob mit 8 simplen Fragen
Finde deinen Traumjob mit 8 simplen Fragen
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Mit diesen 8 simplen Fragen (inspiriert von MyMonk) kannst du deine Zukunft neu schreiben und deine Berufung(en) finden:

  1. Was tust du mit Liebe, was liegt dir am Herzen? Du bist Vegetarier, liebst Tiere und ihr Wohl ist dir wichtig? Dann versuch es doch mal mit einem Praktikum im Tierheim. Aber auch die nächsten Frage ist wichtig und hilft dir auf dem Weg, deine Berufung zu finden.
  2. Worüber willst du immer mehr wissen? Seit deiner Kindheit faszinieren dich Unwetter und Tornados? Dokus und Bücher darüber hast du schon in der Schule verschlungen? Dann könnte ein Meteorologie-Studium das Richtige für dich sein.
  3. Wofür bekommst du Komplimente? Gibt es Komplimente, die du wieder und wieder bekommst? Dann bist du wahrscheinlich gut darin.
  4. Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du finanziell abgesichert wärst? Die Angst vor der Unsicherheit und dem finanziellen Risiko ist in Deutschland besonders hoch. Befreie dich in einem Gedankenspiel davon und antworte, als gäbe es kein „wenn“ oder „aber“.
  5. Was nervt dich an dieser Welt am meisten? Nervt dich die unnötige und verantwortungslose Verschwendung von Ressourcen? Du möchtest nachhaltig arbeiten? Hier findest du grüne Jobbörsen.
  6. Wann bist du inspiriert und kreativ? Der Wald war schon immer dein Spielplatz? Statt mit Plastik-Spielzeug hast du mit Ästen und Sperrmüll Baumhäuser und Bögen gebastelt? Vielleicht ist der Beruf des Tischlers für dich etwas.
  7. Was fällt dir immer wieder auf? Sind es lieblose Eltern, denen du am liebsten das Kind wegreißen und selbst großziehen würdest? Die Pädagogik, Psychologie oder Neurobiologie könnten dich hier interessieren.
  8. Wie willst du leben? Träumst du von einem stressfreien Leben mit Selbstversorger-Garten?  Oder möchtest du lieber zusammen mit anderen die Meere von Plastik befreien? Oder träumst du wie ich, von einem nachhaltigen Energieplus-Haus? Deine Träume und Wünsche könnten dir auch deine Berufung aufzeigen.

Bleib flexibel!

Deine Mission, deine Lebensaufgabe oder deine Berufung – nagel sie nicht ans Brett. Denn die Antworten auf die obigen Fragen können sich im Laufe der Jahre ausdehnen, eingrenzen oder verschieben. Weil du dich veränderst, wird sich womöglich auch deine Berufung verändern – bleib also offen für den Wandel.

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