Bircher-Müsli selber machen

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Bircher-Müsli selber machen – das sorgt für einen leckeren und vollwertigen Start in den Tag. Allerdings solltest du es am Abend zuvor vorbereiten. Wie das geht, erfährst du hier.

Anfang des 20. Jahrhunderts kreierte der Schweizer Arzt und Ernährungsreformer Maximilian Bircher-Benner das Bircher-Müsli. Inspiriert hatte ihn eine Sennerin, die ihm auf einer Bergwanderung eine Rohkostmahlzeit servierte, wie sie Alphirten wohl schon seit Jahrzehnten kannten. Sie bestand aus Haferflocken, Äpfeln, Nüssen, Zitronensaft und gezuckerter Kondensmilch.

Bircher-Benners Apfeldiätspeise, später Birchermues genannt, wurde in seinem Zürcher Sanatorium als leicht verdauliches Abendessen gereicht. Heute kommt das Vollwertmüsli eher zum Frühstück auf den Tisch.

Wann auch immer du dein Bircher-Müsli verspeisen willst: Die Bestandteile müssen über Nacht eingeweicht werden, damit sie gut bekömmlich sind.

Rezept: Bircher-Müsli selber machen

Diese Zutaten brauchst du für 4 Portionen:

  • 250 g Haferflocken
  • 350 ml Kuh- oder Hafermilch
  • 50 g Rosinen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 mittelgroße Äpfel (Saison: August bis Oktober)

Schritt 1: Äpfel vorbereiten

Die Äpfel waschen, entkernen und mit einer Reibe zerkleinern. Die Schale kannst du mit reiben, dort befinden sich die meisten Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe. Wer sie aber nicht mag, kann die Äpfel auch schälen und dann reiben.

Bircher-Berner hat übrigens den kompletten Apfel, also mitsamt Kerngehäuse und Schale, gerieben.

Schritt 2: Alles vermischen

Jetzt die geriebenen Äpfel, Haferflocken, Milch, Rosinen, Mandeln und Zucker in eine Schüssel geben und zu einem Brei verrühren. Nach Geschmack süßen.

Schritt 3: Kalt stellen

Die Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Wenn das Bircher-Müsli nach dem Quellen zu fest oder zu dünn ist, kannst du einfach noch Milch(ersatz) bzw. Haferflocken hinzugeben.

Schritt 4: Genießen

Das Bircher-Müsli ist der perfekte Start in den Tag und läßt sich ganz einfach selber machen! Und: Es lässt sich hervorragend mit mehr frischem Obst kombinieren.

Bircher-Müsli
Gib nach Lust und Laune frisches Obst zum Bircher-Müsli hinzu. (Foto: © LubosHouska / Pixabay)

Wenn dir das Bircher-Müsli in dieser Fassung auf Dauer zu langweilig ist, kannst du das Rezept natürlich variieren.

  • Statt Haferflocken eignen sich auch Dinkel- oder Roggenflocken sehr gut.
  • Statt Kuhmilch eignet sich auch gut Hafer-, Dinkel-, Soja- oder Mandelmilch.
  • Wer keine Rosinen mag, kann sie durch Trockenpflaumen, getrocknete Aprikosen, Datteln, Kirschen oder Beeren ersetzen.
  • Statt der Mandeln kann man auch Haselnüsse, Walnüsse, Macadamias, Cashewkerne und viele andere Nüsse und Samen verwenden.
  • Und anstelle der Äpfel gehen auch Birnen (zum Reiben nimmst du am besten sehr feste) oder sogar Pfirsiche (die werden natürlich nicht gerieben).

Schritt 5: nachhaltig essen

Natürlich solltest du immer darauf achten, dass die Zutaten für das Bircher-Müsli saisonal und regional sind. Saisonal sind alle außer den Äpfeln, weil Haferflocken, Nüsse und Trockenfrüchte so lange haltbar sind. Aber auch die Äpfel bekommst du bis ins Frühjahr hinein, da sie sich gut lagern lassen.

Wichtig ist, auf die Regionalität der Produkte zu achten. Die Äpfel sollten aus Deutschland (Österreich oder der Schweiz) und nicht aus Chile sein, die Mandeln aus Italien und nicht aus Kalifornien. Ist das Bircher-Müsli dann auch noch bio und vegan, steht dem Genuss ohne schlechtes Gewissen nichts mehr im Wege.

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