LED-Birnen – Die besten & sparsamsten Modelle 2019

Bild: Colourbox.de

Die Glühbirne ist tot, die Energiesparlampe auch – die Zukunft gehört den LED-Birnen. Sie sind hell, bezahlbar, dimmbar, langlebig, sparen Energie und damit Geld.

Die früheren Energiesparlampen (eigentlich: Kompaktleuchtstofflampen) sind chemische Bomben, die hochgiftiges Quecksilber enthalten (lies dazu: Energiesparlampe kaputt – was tun?). Unsere Empfehlung lautet: Keine Energiesparlampen mit Quecksilber mehr kaufen!

Stattdessen raten wir zu LED-Birnen. Sie haben die Energiesparlampen glücklicherweise schon fast vollständig verdrängt und sind dabei, sich als neuer Beleuchtungs-Standard zu etablieren.

LED-Birnen sollen 2020 bis zu 70 % Marktanteil aufweisen

In der heute erhältlichen Form sind LED-Birnen seit 2007 auf dem Markt; die Herstellungskosten gingen allerdings bis 2015 noch einmal dramatisch zurück. Den meisten Verbraucher dürfte die Existenz von LED-Birnen damit erst in den letzten Monaten richtig zu Bewusstsein gekommen sein. Dabei wird es nicht bleiben! Prognosen behaupten, dass LED-Leuchmittel im kommenden Jahr (2020) weltweit einen Anteil von 60 bis 70 Prozent erreichen sollen.

Wir halten diese Zahl für realistisch – und würden uns sogar darüber freuen. Denn LED-Birnen sind die stromsparendsten Beleuchtungsmittel, die die Menschheit bislang ersonnen hat. Auch sind sie mittlerweile in vielen Formen, Farben und Lichtstärken, z.B. auch als sogenannte Filament-LED, die ganz ähnlich aussehen wie klassische Glühbirnen.

LED-Leuchtmittel sind heute vielfältig erhältlich
LED-Birnen sind inzwischen vielfältig erhältlich. Hier eine Auswahl. (© Utopia/AW)

Bei klassischen Glühbirnen (die inzwischen glücklicherweise kaum mehr zu erhalten sind) wurde ein dünner Wolframdraht zur Weißglut erhitzt und so zum Leuchten gebracht. Das konstante und angenehme Licht hatte sich jahrzehntelang bewährt. Die Glühlampe wandelte aber nur einen extrem geringen Teil der elektrischen Energie auch tatsächlich in Licht um, etwa 95 Prozent gingen in Form von Wärme verloren. Das machte die Glühlampe zu einem schlimmen Energieverschwender, sodass die EU 2008 beschloss, die Herstellung und den Vertrieb stufenweise einzustellen – ein Prozess, der inzwischen fast abgeschlossen ist.

LED-Birnen: Vorteile & Nachteile

LED-Birnen dagegen setzen eine ganz andere Technik ein: Sie erzeugen Licht mittels Dioden. Gegenüber klassischen Glühlampen haben LED-Birnen deshalb aus unserer Sicht verschiedene Vor-, aber auch Nachteile.

Das sind die Vorteile:

  • LED-Birnen sind langlebig.
  • Sie erzeugen ein angenehmes Licht …
  • … und zeichnen sich durch einen sehr geringen Energieverbrauch aus.
  • Dadurch sparen sie Geld: Wo eine 75-Watt-Glühlampe durch eine vergleichbare LED-Birne ersetzt wird (900 Lumen, ca. 10 Watt), spart ein LED-Leuchtmittel bei vier Stunden Betrieb pro Tag im Jahr über 20 Euro an Stromkosten. Nimmt man alle Lampen der Wohnung zusammen, kommt dabei schon Einiges heraus! Je heller die alten Glühlampen waren, desto größer ist die Ersparnis.

Es gibt auch ein paar Nachteile:

  • LED-Birnen sind teurer (ab ca. 6 Euro, richtig helle sind noch teurer),
  • sie verlieren im Nutzungsverlauf bis zu 20% ihrer Leuchtkraft.

Wir sind der Meinung, dass die Vorteil die Nachteile deutlich überwiegen. Wenn du noch klassischen Glühbirnen oder Energiesparlampen im Einsatz hast, empfehlen wir dir, diese so bald wie möglich zu ersetzen. Selbst dann, wenn die Glühlampen noch ihren Dienst tun – du kannst sie ja herausschrauben und für später zurücklegen. LED-Birnen sind inzwischen günstig genug, damit sich der vollständige Umstieg lohnt: Die Kosten für die neuen Leuchtmittel wirst du schon nach wenigen Wochen in Form von Energieersparnis wieder eingespielt haben. Warte damit nicht unnötig lange.

Was muss auf der Verpackung von LED-Birnen stehen?

Laut einer EU-Verordnung sind es ganze 14 Detailinformationen, die dem Konsumenten auf der Verpackung einer LED-Birne zugänglich gemacht werden müssen. Nicht alle Informationen sind in der Praxis gleich bedeutend und nicht alle sind auf allen Packungen zu finden.

Eine LED-Lampe hat viele Eckdaten, nicht alle sind wichtig
Eine LED-Birnen hat viele Eckdaten, nicht alle sind wichtig (© Utopia/AW)

Zu den wichtigsten Angaben gehören die Größe der Lampenfassung, die Nennleistung und die erzielte Helligkeit in Lumen (die zugleich die Watt-Zahl als leicht erkennbaren Wert der Helligkeit ablöst). Außerdem müssen Informationen über die Farbtemperatur und die Richtung der Lichtabstrahlung vorhanden sein. Diese Daten werden von den Lampenherstellern teils auch im Internet zur Verfügung gestellt.

Utopia rät: Achte vor allem auf die Helligkeit in Lumen und die Farbtemperatur.

Bauformen und Fassungen

2007 kamen endlich LED-Birnen für die verbreiteten E27- und E14-Sockel auf den Markt. Anfangs war die Lichtausbeute noch vergleichsweise klein und entsprach maximal der einer 30-Watt-Glühbirne, weswegen die energiesparenden Leuchtmittel bei vielen noch einen schlechten Ruf als trübe Funzeln haben – inzwischen völlig zu Unrecht.

Die Situation verbesserte sich um das Jahr 2010, als durch modernere Technologie sowohl die Helligkeit gesteigert als auch die Farbtemperatur für die menschliche Wahrnehmung verbessert werden konnte. 2014 kam das LED-Filament hinzu.

LED-Lampen sind heute in verschiedenen Bauformen zu haben
LED-Birnen in verschiedenen Bauformen (v.l.n.r.): E27-Birne mit Filament, klassische E14-Tropfen, E14-Kerze mit Filament, E14-Filament-Kerze, Retro-Riesenbirne. (© Utopia/AW)

Inzwischen sind LED-Birnen in verschiedensten Bauformen (Birne, Tropfen, Globe, Kerze, Spot, Reflektor und Stiftsockel) sowie für alle gängigen Fassungen (E27, E14, GU10, G9, Gu5.3, GU4, G4 und R7s) erhältlich. Fast alle Glühlampen, und auch defekte Energiesparlampen, lassen sich heute durch leuchtstarke LED-Birnen ersetzen, und auch die Zeit der kalt-düsteren Lichter ist vorbei.

Utopia rät: Die üblichsten Bauformen sind E27 (normale „Glühbirne“) und E14 (kleine „Kerze“), besondere Bauformen braucht man selten. Achte auf die Fassung, die Angabe befindet sich meist im Inneren des Lampengehäuses oder auf der alten Glühbirne.

Sind LED-Birnen dimmbar?

Ja und Nein. Lampen mit Leuchtdioden sind dimmbar (auf der Packung oft: „dimmable“), wenn im eingebauten Netzteil zusätzliche Elektronik vorhanden ist, die auf die bei konventionellen Glühbirnen-Dimmern eingesetzte Phasenanschnittsteuerung reagiert.

Ob eine bestimmte LED-Birnen dimmbar ist, steht auf der Packung. Meist sind es nur die E27-Modelle, die dimmbar sind.

Dimmbare Lampen sind meistens etwas teurer als Leuchtmittel mit konstantem Licht. Zugleich findet man hier oft höhere Lumen-Zahlen als bei ungedimmten LEDs, sie sind also heller. Die Lampen können je nach Modell bei niedriger Energiezufuhr ein wärmeres Licht haben, genau wie Glühlampen, weil dann eben nur noch die rötlicheren/gelblicheren Leuchtdioden leuchten. Billige Modelle neigen aber im gedimmten Zustand zum Flimmern.

Utopia rät: Bitte auf keinen Fall nicht-dimmbare LEDs mit Dimmer einsetzen. Am Arbeitsplatz keine dimmbaren Filament-LED verwenden.

Wie hell sind diese Leuchtmittel?

Die Lichtleistung von LED-Birnen wird nicht mehr in Watt angegeben (weil sie ja viel weniger Watt verbrauchen), sondern in Lumen. Die Watt sind das, was wir an Strom investieren, die Lumen das, was wir an Licht erhalten. Eine 60-Watt-Glühbirne bringt es auf nur etwa 12 Lumen Licht pro Watt, weiße LED-Leuchtmittel hingegen bieten 80 bis 150 Lumen pro Watt, verbrauchen also oft nur ein Zehntel des Stroms wie alte Glühbirnen.

LED-Birnen sind effizienter – aber nicht automatisch heller. Für die Übergangszeit müssen wir uns daher einen Vergleich vor Augen führen. Über den Daumen gepeilt kann der so aussehen:

Gewünschte alte Watt-Zahl * 12 = Fast neue Lumen-Zahl

LED-Lampe: Wichtig sind Lumen-Zahl, Energieeffzienz, Lichttemperatur
6 Watt = 40 Watt = 470 Lumen? (© Utopia/AW)

Das ist wirklich nur eine Faustregel, mit der man aber schon sehr weit kommt. Hier ein paar Beispiele, die als Ungefähr-Werte zu verstehen sind:

Glühbirne LED-Lampe
25 Watt 250 Lumen
40 Watt 500 Lumen
60 Watt 800 Lumen
75 Watt 1200 Lumen
100 Watt 1500 Lumen

Die Energieeinsparungen sind enorm und die erzielbare Helligkeit lässt sich anhand der Packungsinformationen leicht nachvollziehen. Allerdings versteht es sich von selbst, dass Billiganbieter hier gelegentlich schummeln. Auch spielt die Bauform eine Rolle dabei, wie hell das Licht erscheint.

LED-Lampen: Wichtig sind nicht mehr die Watt, sondern die Lumen
Lumen sind die neuen Watt (© Utopia/AW)

Auf der Packung ist auch die Wattanzahl angegeben (die Nennleistung), die aber nur als Information über den Energieverbrauch aber nicht als Vergleichsmaßstab mit konventionellen Glühlampen dient. Stets gilt: Wichtiger sind die Lumen!

Utopia rät: Ignoriere bei LED-Birnen die Watt-Angaben. Nimm stattdessen die gewünschte Wattzahl (einer alten Glühbirne) und multiplizierte sie mit 10 – und leg dann noch 20% drauf – das ist dann die gewünschte Lumen-Zahl.

Wichtig: die Farbtemperatur der LEDs

Jedes Licht hat stark vereinfacht gesagt eine Farbe. Damit ist die so genannte Farbtemperatur gemeint, die als Wellenlänge im Lichtspektrum definiert ist und in Kelvin angegeben wird. Die Sonne zum Beispiel hat eine andere Farbtemperatur als etwa der blaue Himmel oder eine Leuchtstofflampe. Im Alltag bemerken wir das nicht, weil unsere Sinne und unser Gehirn die Unterschiede ausgleichen und ein mehr oder weniger einheitliches Bild liefern.

LED-Lampen: Achte auf die Farbtemperatur

Dennoch nehmen wir Farbtemperaturen wahr, vor allem relativ zur Umgebung. Warme Lichtfarben sind uns dabei angenehmer als kalte. Daher werden auch LED-Birnen in unterschiedlichen Farbtemperaturen hergestellt: tageslichtähnliche Leuchten haben eine Farbtemperatur von 5500 bis 6000 Kelvin, den Glühlampen nachempfundene Filement-LED, die „warmweißes“ Licht abgeben, liegen bei 2700 bis 3000 Kelvin, teils auch 2200 bis 2500 (also wärmer/rötlicher).

Utopia rät: Für die Wohnung wirst du normalerweise eine warmweiße LED-Birne kaufen, für den Arbeitsplatz sind tageslichtähnliche besser geeignet.

Energieeffizienz von LED-Birnen

Alle Leuchtmittel mit Dioden sind per se energiesparend, sie müssen dennoch ein Energieeffizienzlabel tragen. A++ findet man eher bei sehr leuchtstarken Lampen, die dennoch vergleichsweise wenig Energie verbrauchen.

Utopia rät: Achte beim Energieeffizienzlabel auf A++ oder A+. Schlechter dürfen LED-Birnen heute nicht mehr sein.

Energieeffizienzangabe bei LED-Lampen
Energieeffizienzangabe bei LED-Birnen (© Utopia/AW)

Licht plus Elektronik = Elektroschrott

Konventionelle Glühbirnen werden einfach in die Fassung geschraubt, der geschlossene Stromkreis bringt den Draht zum Leuchten. Bei LED-Birnen ist das etwas anders: da es sich um Leuchtdioden handelt, die mit Gleichstrom arbeiten (die Steckdose liefert Wechselstrom), befindet sich im Lampensockel ein kleines Stromversorgungsmodul, das auch Netzschwankungen ausgleicht und für konstantes Licht sorgt. Geht ein Leuchtmittel kaputt, dann meist nur die Elektronik; es ist zu hoffen, dass die reparierbare LED-Lampe Schule macht.

Utopia rät: Kaufe hochwertige Leuchtmittel von namhaften Anbietern. Achte auf sachgerechte Entsorgung – siehe Elektroschrott richtig entsorgen.

Reparierbare LED-Lampe: Relumity
Reparierbare LED-Lampe: Relumity (Foto: © Relumity (Screenshot))

Shops für LED-Birnen

Empfehlenswerte Shops** mit einer großen Auswahl sind aus unserer Sicht www.gruenspar.de und www.memolife.de.

Kauftipps LED-Leuchtmittel

Hier einige Kauftipps** in verschiedenen Bauformen und Helligkeiten.

E14 („klein“):

  • E14 Kerze: Müller Licht LED-Lampe,
    A+, 470 Lumen
  • E14 Tropfen: Osram Superstar Classic PLED,
    A+, 470 Lumen, kaufen z.B. bei eBay, Amazon für ca. 8,50 Euro
  • E14 Filament-LED: Girard Sudron Flammen C35,
    A++, 220 Lumen, z.B. bei eBay, Amazon für ca. 5,80 Euro

E27 („groß“):

  • E27 Leuchtmittel: Philips Master LEDbulb,
    A+, 1.500 Lumen, dimmbar, z.B. bei eBay, Amazon für ca. 60 Euro
  • E27 Filament-LED: Synergy 21 Retrofit Bulb,
    A++, 1.200 Lumen, dimmbar, z.B. bei eBay, Amazon für ca. 9 Euro
  • E27 „Glühbirne“: Müller Licht,
    A+, 1055 Lumen
  • E27 „Glühbirne“: Ledon Dual Color work,
    A+, 810 Lumen, dimmbar, kann Lichtfarbe wechseln, z.B. bei Grünspar für ca. 25 Euro
  • E27 Carus LED-Lampe „Blauer Engel“
    A+, 600 Lumen, z.B. bei Amazon

Die Auswahl der Leuchtmittel folgt den EcoTopTen-Mindestkriterien des Öko-Institut e.V., mit Ausnahme der Carus-Lampe, über die wir im folgenden Abschnitt näher eingehen. Weitere Leuchtmittel nach den EcoTopTen-Kriterien findest du in unseren Bestenlisten Die besten LED-Lampen mit E14-Fassung und Die besten LED-Lampen mit E27-Fassung.

Die einzige LED-Birne mit „Blauem Engel“

Das Umweltsiegel Blauer Engel zeichnet Produkte aus, die in ihrer Kategorie im Vergleich umweltfreundlicher sind als ähnliche Produkte. Die derzeit einzige LED-Lampe mit Blauem Umweltengel gibts von dem deutschen Hersteller Carus. Sie verbindet lange Lebensdauer und hohe Schaltfestigkeit mit solider Energieeffizienz (A+), enthält kein Quecksilber und produziert geringe UV-Strahlung und elektromagnetische Felder trotz guter Farbwiedergabe.

Die LED-Lampen von Carus werden ausschließlich in Deutschland hergestellt, für ihre umweltschonende Herstellungsweise werden sie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Der matte Dom dieser speziellen Lampe sorgt für diffuses Licht, vergleichbar mit dem Licht einer 60 Watt Glühlampe.

Bezugsquellen**:

Lies hier mehr zu Carus:

Fazit: LED-Leuchtmittel bringen’s!

Der Energiesparlampe haftet der Ruf an, wenig und schlechtes Licht zu liefern. Mit LED-Lampen und Filament-LEDs gehört das aber der Vergangenheit an: Diese Leuchtmittel liefern ein helles und angenehmes Licht.

Autoren: Chris Haderer, Andreas Winterer, Lino Wirag

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(9) Kommentare

  1. Eine Firma ist noch besonders erwähnenswert!
    Wir empfehlen für unsere lumbono_Leuchten LEDs von Carus.
    Dieser Familienbetrieb aus Deutschland stellt mit Spitzentechnologie umweltfreundliche LEDs her und das zu einem wirklich fairen Preis.

  2. Ich habe inzwischen alle meine Leuchtmittel durch LED ersetzt, im Wohnzimmer seit neuestem eine steuerbare Lichtanlage. Das ist sicherlich Spielerei, aber sehr angenehm, da ich die Farben in jeder Lampe ändern kann, je nach Stimmung. Der Energieverbrauch ist einfach fantastisch, Energiesparlampen und Halogen können da nicht ansatzweise mithalten, von der alten „Glühbirne“ ganz zu schweigen.
    Einfache LEDs sind mittlerweile recht günstig, das Licht ist hell, ich bin jetzt noch auf die Lebensdauer gespannt.

  3. RA80 nein danke. ich will perfektes Licht, ich hatte erfahrungen mit kompaktleuchtstofflampen scheußliches licht drückt die laune.

    Das heist 100RA will ich nichtmehr missen wollen. Farbwiedergabe index. das gute ist, es gibt LED die schon an RA92 – 95 rankommen, habe spgar schon von RA99 gelesen. solche werde ich irgendwann testen, teuer aber wenn es wert ist, warum nicht. Bisher bin ich super zufrieden mit meinen Halogen GU10 Strahler mit 100% farbwiedergabe und super gemütlich. ich empfehle gleichstrom 12volt halogen oder led. super gemütlich und weiches licht. hochvolt lampen wechselstrom ist hartes licht.

  4. Zwei Ergänzungen würde ich noch machen: Die Lebenszeit der Filament-Lampen beträgt in der Regel nur ca. 1/3 der „normalen“ LED-Leuchtmittel. Und dann würde ich noch darauf hinweisen, dass die Farbunterschiede zwischen 2700 und 3000 Kelvin enorm sind. Wer auf richtig warmes Licht steht, sollte zu 2700 greifen.
    Ach ja, ich wundere mich, dass Ihr bei jeder Gelegenheit (berechtigterweise) über Amazon schimpft und dann doch auf den Sch***laden verweist, um ein paar Taler abzugreifen.

  5. Die Lampen mit E27-, E14- und GU10-Fassungen werden durch LED-Leuchtmittel schon sehr gut bedient. Schwieriger ist derzeit noch der Ersatz bei GU4- oder GY6.35-Fassungen. Hier habe ich bisher das Problem, dass die LED-Leuchtmittel mit etwa vergleichbarer Leuchtstärke wie die usprünglichen Halogenbirnen deutlich größer ausfallen und damit in den kleinen Lampen nicht unterbringbar sind.

  6. Beim Stromverbrauch sind LED top. Keine Frage. Allerdings macht die Beleuchtung in einem Haushalt nur einen kleinen Teil des Stromverbrauchs aus.

    Auch die Haltbarkeit ist – zumindest bei Markenprodukten – ein großer Pluspunkt.

    Die sehr niedrige Hitzeentwicklung beim Betrieb lässt den Einsatz in praktisch jeder Lampenfassung zu.

    Das sind alles unbestreitbare Pluspunkte von LED. Aber wo Licht ist, gibt es eben oft auch Schatten. In einem der Kommentare hier klang es schon an. Die deutlich schlechtere Farbwiedegabe von LED im Vergleich mit Glühlampen hat einen Grund: Glühlampen haben als Thermalstrahler ein durchgängiges Strahlungsspektrum, mit höheren Rot- und niedrigeren Blauanteilen.

    LED dagegen haben kein durchgängiges Strahlungsspektrum. Können sie aufgrund der Art und Weise, wie sie Licht erzeugen auch gar nicht. Es sind Bandenstrahler und ähneln damit Leuchtstoffröhren, zu denen auch ESL gehören. Unser Auge nimmt das Licht als weiß oder gelblich wahr, was aber nichts daran ändert, dass es physikalisch eben nur aus mindestens drei Farben besteht.

    Was das für Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, ist umstritten. Da die meisten Menschen bereits in ihrer Arbeitszeit Bandenstrahlung (Leuchtstoffröhren oder eben LED, dazu zählen auch Bildschirme jeder Art) ausgesetzt sind, sollte sich jeder überlegen, ob er das in seinen eigenen vier Wänden auch noch möchte.

    Ich möchte dies nicht (und ebenso wenig lasse ich mir von Politikern vorschreiben, wie ich meine Wohnung beleuchte) und habe mich deshalb dafür entschieden, nur Glühlampen in meiner Wohnung einzusetzen. Diese sind über Ebay und Co. oder auf dem Schwarzmarkt erhältlich.

  7. An die Verfechter der Glühbirne, von denen auch die Halogenbirne nur eine besonder hoch erhitzte Sonderform ist: Inzwischen sind die meisten LED-Birnen besser als Ra80 und der Fortschritt geht weiter. Und selbst die gute alte Glühbirne hat die Rot-Töne überbetont. Und nur in wenigen Situationen ist absolute Farbtreue wirklich wichtig. Z. B. in der Mode, der Kunst-Restauration oder bei der professionellen Beurteilung von Farbdrucken. Ich persönlich lege Wert auf eine gute Farbwiedergabe beim Kochen, doch selbst hier habe ich mittlerweile qualifizierte LED-Beleuchtung gefunden und spare seither viel Geld.
    Ob ein Leuchtmittel ein Bandenspektrum erzeugt oder ein thermisches (kontinuierliches) Spektrum, ist sowohl für die Wahrnehmung wie auch für die Gesundheit egal mit einer Ausnahme: Wenn das Bandenspektrum ein Blau enthält, dessen Wellenlänge kürzer ist als jene, bei der unsere Sehzellen ihr Empfindlichkeitsmaximum haben: Denn um den gleich starken Sinneseindruck zu erzeugen, muss dieses Blau dann im Spektrum überproportional zugemischt sein. Die einzelnen Photonen haben jedoch mehr Energie je kürzer die Wellenlänge ist. Kurwelliges blaues Licht wird daher mit größerer Wahrscheinlichkeit Schäden der Netzhaut verursachen, als normales blaues Licht. Auf der anderen Seite hängt der Selbstschutz des Auges (in Form der Pupillenöffnung) von der wahrgenommenen Helligkeit ab. Kritisch ist es also, wenn man Szenen mit besonders hohem Blauanteil bei ansonsten geringer Umgebungshelligkeit betrachtet. Also insbesondere beim Fernsehen im Dunklen, wobei es nicht auf die Größe des Bildschirms ankommt. Wer heimlich unter der Bettdecke auf das Smartphone starrt hat das gleiche Problem. Und in ganz ausgesprochen intensivem Maße gilt die Problematik dort, wo sogenanntes Schwarzlicht eingesetzt wird (z. B. in der Disco oder Show-Veranstaltungen), denn hier wird ganz bewusst ein so kurzwelliges Blau bzw. auch UV verwendet, dass man nicht mehr wahrnehmen kann, um die Fluoreszenz bestimmter Stoffe besonders zur Wirkung kommen zu lassen. Bei der normalen Zimmerbeleuchtung mit LEDs braucht sich über schädliches kurzwelliges Blau jedoch niemand Sorgen zu machen, es sei denn, Sie haben alles in den tiefsten Blautönen eingerichtet oder starren ständig direkt in die Lichtquellen, was man eh, nicht tun sollte…

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