Diese Sorten von Minze solltest du kennen

minze sorten
Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign

Es gibt viele verschieden Minzsorten, die sich in ihrer Verwendung und in ihrem Geschmack unterscheiden. Wir zeigen dir, welche Sorten von Minze du kennen solltest.

Es gibt 30 verschiedene Minzarten und daneben noch viele Kreuzungen und Hybride. Die unterschiedlichen Minzarten gehören zu der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) und ähneln sich optisch und geschmacklich. Ausreichend Sonne und feuchte, nährstoffreiche Erde sind wichtige Standortbedingungen für Minze.

Die Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Die Blüten sind hellviolett, rosafarben oder weiß. Die grünen Minzblätter hingegen kannst du schon ab Mai ernten. In den Blättern sind viele ätherische Öle enthalten, die verdauungsfördernd sind und den Darm beruhigen. Ein Pfefferminztee zum Beispiel hat eine gesundheitsfördernde Wirkung. Nach dem Sammeln kannst du die Pfefferminzblätter trocknen. Als Alternative kannst du die Blätter einfrieren und so haltbar machen. 

Das Kraut ist allgemein sehr robust und die meisten Minzsorten kannst du auch im Winter draußen stehen lassen. Minze ist sehr pflegeleicht und benötigt außer Sonne, Wasser und einem nährstoffreichen Boden nicht viel. Die Wuchshöhe liegt zwischen 50 und 90 Zentimeter.

Klassische Minzsorten

Die Minze gehört zu den Lippenblütengewächsen.
Die Minze gehört zu den Lippenblütengewächsen.
(Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter)
  • Pfefferminze (Mentha x piperita): Sie stammt aus dem asiatischen Raum und ist eine natürliche Kreuzung der Wasserminze und der Grünen Minze. Das Kraut ist winterfest und wird im Sommer bis zu einem Meter hoch. 
  • Grüne Minze (Mentha spicata): Die Grüne Minze ist der Pfefferminze sehr ähnlich und kann ebenfalls das ganze Jahr über draußen bleiben. Außerdem ist sie für den Minzgeschmack in der Zahnpasta, dem Kaugummis oder den Süßigkeiten verantwortlich.
  • Wasserminze oder Bachminze (Mentha aquatica): Diese Minzsorte ist die milde Schwester der Pfefferminze. Die Wasserminze wächst an Ufern, in Moorwiesen oder Gräben und bevorzugt schlammige, leicht saure Böden. Sie erreicht eine Höhe von 80 Zentimetern. 
  • Poleiminze (Mentha pulegium): Sie wird auch Flohkraut oder Hirschminze genannt und ist mit eine Wuchshöhe von 30 Zentimetern kleiner als andere Minzsorten. Die Poleiminze verträgt kurze Überschwemmungen und wächst in feuchten Böden an Ufern von Seen oder Flüssen. 

Minzsorten für den Tee

Viele Minzsorten eignen sich für Tee.
Viele Minzsorten eignen sich für Tee.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Minze aufgebrüht mit Wasser hat eine beruhigende Wirkung. Außerdem hat ein Minztee in vielen Ländern Tradition und ist Teil der Kultur.

  • Marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa Marokko): Diese Minzart kommt ursprünglich aus Nordafrika und ist in Marokko stark verbreitet. In unseren Breitengraden wächst das Kraut auch. Daher kannst du auch die Marokkanische Minze selber anbauen. Sie kann eine Höhe von 90 Zentimetern erreichen. 
  • Englische Minze (Mentha × piperita Mitcham): Die pfeffrig-scharfe Minzsorte ist eine Zuchtform aus England. Neben ihrer Verwendung für Tees wird die Minze auch für Süßspeisen und Suppen verwendet. Die Pflanze wird etwa 80 Zentimeter hoch. 
  • Apfelminze (Mentha suaveolens): Die Apfelminze ist eine milde Minzart und daher auch für empfindliche Mägen geeignet. Die Blätter sind nicht länglich wie bei den meisten Minzsorten, sondern rund und oval. Kurze Trockenheit kann das Kraut ebenfalls aushalten. 

Wilde Minzsorten

Minze gibt es auch in der freien Natur.
Minze gibt es auch in der freien Natur.
(Foto: CC0 / Pixabay / Lilithomas)

Ackerminze (Mentha arvensis)

  • Sie kommt in mehreren Unterarten nahezu auf der ganzen Welt vor. Die Ackerminze besiedelt feuchte Gebiete, ist aber auch im Bergland auf feuchten Äckern oder Wiesen zu finden. Im Gegensatz zu vielen anderen Minzarten ist sie ein Tiefwurzler und wurzelt bis zu 40 Zentimeter tief. 

Rossminze (Mentha longifolia)

  • Die Rossminze, auch Waldminze genannt, wächst in Europa und Afrika. Häufig kommt sie bei uns in den Mittelgebirgen oder in den tieferen Lagen der Alpen vor. Sie benötigt einen nassen und stickstoffreichen Boden. 

Bergminze (Clinopodium menthifolium)

  • Die Bergminze kommt aus Südeuropa und Nordafrika. Sie wird auch als Steinquendel bezeichnet und hat eine Wuchshöhe von 30 und 50 Zentimeter. Die Minze kann außerdem bis zu 20 Jahre alt werden.

Korsische Minze (Mentha requienii)

  • Auf Korsika, Sardinien und Montecristo wächst die Korsische Minze. Mit nur drei bis zwölf Zentimeter Bodenhöhe sieht die Minze wie eine Bodendecker-Pflanze aus. Dieser teppichförmiger Wuchs ist ist typisch für die Korsische Minze, genauso wie ihr intensiv scharfer Geruch. 

Besondere Minzarten

Durch verschiedene Kreuzungen sind moderne Minzarten entstanden. Viele davon haben ein fruchtiges Aroma und der Mentholgeschmack ist weniger intensiv. Die fruchtigen Sorten eignen sich für Süßspeisen, Bowle,  Salate und Getränke:

  • Mojito-Minze 
  • Zitronenminze 
  • Ananasminze 
  • Orangenminze 
  • Schokominze 
  • Basilikumminze 
  • Erdbeerminze 
  • Bananenminze 

Schädlinge der Minze

Der Minzblattkäfer gehört zu den Schädlingen, die Minzsorten befallen.
Der Minzblattkäfer gehört zu den Schädlingen, die Minzsorten befallen.
(Foto: CC0 / Pixabay / stromianer)

Gegen Schädlinge und Krankheiten sind die verschiedenen Minzarten grundsätzlich robust. Allerdings werden sie manchmal von Minzrost, der Blattfleckenkrankheit oder dem Minzblattkäfer befallen. 

  • Minzrost: Der Pilz befällt Pflanzen, die länger an einem Standort stehen. Es bilden sich helle Flecken auf der Blattoberseite. Um Minzrost zu bekämpfen, solltest du alle befallenen Stängel abscheiden. Der Muttertrieb ist meistens nicht befallen, sodass die Pflanze wieder neu ausschlägt.
  • Minzblattkäfer: Der blau und grün schimmernde Käfer verätzt die Minzblätter mit seinem Kot, sodass braune Stellen entstehen. Außerdem fressen die Larven das Blattgrün der Pflanze. Wenn du den Befall bemerkst, sollest du schnell die Eier der Larven entfernen. Diese befinden sich auf der Blattunterseite. 
  • Blattfleckenkrankheit: Feuchtigkeit begünstigt diesen Pilz. Daher solltest du darauf achten, die Minze nicht zu überwässern. Außerdem sind Pflanzabstände hilfreich, um eine Verbreitung des Pilzes zu vermeiden. 

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