Diese Teesorten solltest du kennen: Von Jasmin bis Pfefferminze

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Viele Teesorten können Erkältungen lindern oder das Immunsystem stärken. Hier erfährst du, wie du die beliebtesten Teesorten zubereitest und wie sie wirken.

Tee gilt als gesund, wärmt an kalten Tagen und schmeckt als Eistee auch im Sommer hervorragend. Kein Wunder, dass er auf der ganzen Welt beliebt ist. Mit der Zeit sind unzählige Teesorten entstanden: Entweder wurde Tee als traditionelles Getränk (zum Beispiel typisch britischer oder friesischer Tee) oder als Medizin gereicht. Ingwer, Hagebutte und viele andere Pflanzen besitzen nämlich eine wohltuende Wirkung.

Doch der meiste Tee stammt von der Teepflanze: Je nach Verarbeitung ihrer Teeblätter erhalten wir Grünen Tee, Schwarztee oder auch Darjeeling-Tee.

Viele Teesorten – viele Probleme

Tee ist häufig mit Pestiziden belastet.
Tee ist häufig mit Pestiziden belastet. (Foto: CC0 / Pixabay / highnesser)

Tee ist das ideale Getränk für eine gesunde Ernährung: Wenn du ihn nicht mit Zucker oder Honig süßt, enthält er so gut wie keine Kalorien. Viele Eltern geben ihren Babys ungesüßten Tee, da er gesünder als (fruchtzuckerhaltige) Säfte ist.

Allerdings solltest du dich genau informieren, woher dein Tee stammt. Denn fair gehandelten Tee gibt es in vielen Supermärkten nur selten.

  • Fair: Auf vielen Teeplantagen werden die Arbeiter ausgebeutet und erhalten einen Lohn unterhalb des Existenzminimums. Missbrauch und Diskriminierung sind alltäglich.
  • Pestizide: Auf großen Teeplantagen werden chemische Mittel gespritzt, um Schädlinge zu töten und maximale Erträge zu erzielen. Unter der Chemie leiden die Böden, die Gewässer und die Gesundheit der Arbeiter. Am Ende finden sich immer wieder Pestizide im fertigen Tee.
  • Giftige Kräuter: Viele Kräutertees sind mit Unkraut verunreinigt. Die Pflanzen werden bei der Ernte oft versehentlich mitgepflückt. Oft handelt es sich um giftige Kräuter, die möglicherweise krebserregend sind.

Teesorten mit gutem Gewissen: Fairer Tee überzeugt

Teesorten: Wir empfehlen Bio- und Fairtrade-Tee.
Teesorten: Wir empfehlen Bio- und Fairtrade-Tee. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Wenn du auf Pestizide in der Teetasse lieber verzichten möchtest, raten wir zu Bio-Tee. In der Bio-Landwirtschaft sind gefährliche Chemikalien verboten, dein Tee ist also garantiert nicht belastet. Auch in den Tests des Verbrauchermagazins Öko-Test schnitt Bio-Tee tendenziell besser ab (zum Beispiel Grüner Tee, Schwarztee und Wohlfühltee). Probiere doch ein paar Sorten aus unserer Bestenliste Bio-Tee.

Außerdem sollte der Tee immer mit einem Fair-Trade-Siegel zertifiziert sein. Solche Siegel sind nur auf Produkten zu finden, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. So stellst du sicher, dass du mit deinem Geld keine Ausbeutung unterstützt.

Jasmintee: Gut für das Immunsystem

Jasmintee stärkt das Immunsystem
Jasmintee stärkt das Immunsystem (Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Jasmintee besteht in der Regel aus einer Mischung von Jasminblüten und Grünem Tee. Er enthält unter anderem Vitamin AVitamin C sowie antioxidativ wirkende Stoffe. Diese unterstützen das Immunsystem und die Herzgesundheit.

Grüner Tee: Eine besonders gesunde Teesorte

Grüner Tee sollte nur kurz ziehen.
Grüner Tee sollte nur kurz ziehen. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Grüner Tee ist nicht nur wegen seines Geschmacks beliebt – er hat auch viele positive Wirkungen: Die Teesorte hat einen antibakteriellen Effekt, enthält u.a. Vitamin A und Vitamin B12 und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Lindenblütentee: Gut gegen Erkältungen

Lindenblütentee ist ein altes Hausmittel gegen Erkältung.
Lindenblütentee ist ein altes Hausmittel gegen Erkältung. (Foto: CC0 / Pixabay / zvaigznulietus)

Lindenblütentee hat eine entzündungshemmende Wirkung und ist daher ein prima Hausmittel bei Erkältungen und Fieber. Die Teesorte kann Kopf- und Magenschmerzen lindern und die Abwehrkräfte stärken. Außerdem wirkt der Tee entspannend und eignet sich so auch bei Stress und Einschlaf-Problemen.

  • Verwendung: Übergieße einen Teelöffel getrockneter Lindenblüten oder zwei Teelöffel frische Blüten mit kochendem Wasser.
  • Ziehzeit: 10 Minuten
  • Fairtrade- und Bio-Produkte**: bei Avocadostore
  • Weitere Infos zu Lindenblütentee

Ingwertee: Teesorte gegen Übelkeit und Erkältung

Ingwertee lindert Erkältungen im Winter
Ingwertee lindert Erkältungen im Winter (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Ingwertee ist ebenfalls bei Erkältung ein beliebtes Hausmittel, wirkt aber auch gegen Übelkeit und Kopfschmerzen. Die im Ingwer enthaltenen Gingerole und ätherischen Öle wirken entzündungshemmend und schmerzstillend. Die beste Wirkung erzielst du mit frischem Ingwer (nicht schälen, da wertvolle Inhaltsstoffe in der Schale stecken).

  • Verwendung: Schneide ein Stück Ingwer (Teelöffel-groß) in kleine Stücke und übergieße es mit 60 bis 90 Grad heißem Wasser.
  • Ziehzeit: ca. 10 Minuten
  • Weitere Infos zu Ingwertee

Weißer Tee: Traditionelle Edel-Teesorte aus schonender Herstellung

Weißer Tee ist eine der sechs traditionellen Teesorten.
Weißer Tee ist eine der sechs traditionellen Teesorten. (Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Weißer Tee zählt zu den sechs traditionellen Teesorten und kommt ursprünglich aus China. Die Teesorte enthält eine kleine Menge Koffein, jedoch weniger als Schwarztee und Grüner Tee. Einige Inhaltsstoffe könnten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebserkrankungen vorbeugen, vermutet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

  • Verwendung: Übergieße einen Teelöffel Weißen Tee mit 75 Grad heißem Wasser. Gieße den Tee ruhig mehrmals auf.
  • Ziehzeit: 2-5 Minuten (je nach Sorte)
  • Fairtrade- und Bio-Produkte**: bei Avocadostore und Memolife
  • Weitere Infos zu Weißem Tee

Kümmeltee: Teesorte gegen Blähungen

Aus Kümmel kannst du ganz einfach Tee zubereiten.
Aus Kümmel kannst du ganz einfach Tee zubereiten. (Foto: CC0 / Pixabay / 12019)

Kümmeltee ist schon lange für seine Heilwirkung bekannt. Der Kümmel fördert die Verdauung, löst Krämpfe und kann Entzündungen im Körper hemmen. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken antioxidativ. Aus diesen Gründen ist Kümmeltee ein traditionelles Hausmittel gegen Blähungen.

  • Verwendung: Zerkleinere 2g Kümmelkörner im Mörser und übergieße sie mit kochendem Wasser.
  • Ziehzeit: 10 bis 15 Minuten Minuten
  • Weitere Infos zu Kümmeltee

Hagebuttentee stärkt das Immunsystem

Hagebutten enthalten viel Vitamin C.
Hagebutten enthalten viel Vitamin C. (Foto: CC0 / Pixabay / suju)

Hagebuttentee ist reich an Vitamin C und stärkt so das Immunsystem. Außerdem sorgt er für einen ausgeglichenen Cholesterin– und Fett-Haushalt. Wegen der vielen Pektine in Hagebutten ist die Teesorte auch bei Verdauungsproblemen und Durchfall ein gutes Hausmittel.

  • Verwendung: Übergieße zwei Teelöffel getrockneter Hagebuttenschalen mit kochendem Wasser.
  • Ziehzeit: 10 bis 15 Minuten
  • Weitere Infos zu Hagebuttentee

Schwarztee ist beliebt und wirkt belebend

Schwarzer Tee ist eine sehr beliebte Teesorte und wirkt meist aufputschend.
Schwarzer Tee ist eine sehr beliebte Teesorte und wirkt meist aufputschend. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Schwarztee zählt zu den beliebtesten Teesorten. Die Gerbstoffe im Tee haben eine beruhigende Wirkung auf den Darm. Der Mythos, dass eine besonders lange Ziehzeit einen besonders entspannenden Effekt hat, konnte die Wissenschaft aber nicht bestätigen. Der Tee wird lediglich herber und etwas bitterer, da mehr Gerbstoffe aus den Blättern in den Tee gelangen. Außerdem enthält die Teesorte Koffein, sodass er meist aufputschend wirkt.

Kamillentee: Zum Trinken und Inhalieren

Kamillentee hilft bei Magen-Darm-Beschwerden
Kamillentee hilft bei Magen-Darm-Beschwerden (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Kamillentee kannst du nicht nur trinken, sondern bei einer Erkältung auch inhalieren. Die ätherischen Öle der Kamille lindern die Entzündungen in der Nase und in den Atemwegen. Wenn du ihn trinkst, hilft Kamillentee auch bei Magen-Darm-Erkrankungen und Sodbrennen.

  • Verwendung: Gieße zwei Teelöffel getrocknete Kamillenblüten oder vier Teelöffel frische Blüten mit kochendem Wasser auf.
  • Ziehzeit: 7-10 Minuten
  • Weitere Infos zu Kamillentee

Pfefferminztee: Heilmittel bei Magenbeschwerden

Pfefferminztee ist ein altes Heilmittel bei Magenkrämpfen.
Pfefferminztee ist ein altes Heilmittel bei Magenkrämpfen. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Pfefferminztee ist ein altes Heilmittel bei vielen Magenbeschwerden: Es löst Krämpfe im Magenbereich, kann Magenverstimmungen abmildern und hilft bei Reizdarm-Symptomen. Morgens bringt eine Tasse Pfefferminztee den Kreislauf in Schwung – ähnlich wie Kaffee. Außerdem hilft die Teesorte vielen Menschen gegen Kopfschmerzen und Migräne. Die Pfefferminze wächst bei uns von Frühjahr bis Herbst, sodass du auch frische Blätter aus dem Garten verwenden kannst.

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(1) Kommentar

  1. Zur Ergänzung. Lindenblüten bei Fieber. Salbei und Thymian bei Erkältungen. Magen-/Gallenprobleme behandeln wir mit Fenchel, Anis, Kümmel. Etwas unvollständig, der Artikel – und Hagebutten kommen zuwenig gut weg, Zimt oder Kurkuma kommt nicht mal vor.
    In einer Übersicht hätte ich auch Puh-Err- oder Mate,-Tee erwartet. Oder Hustensirup aus Zwiebeln. An Ihrer Stelle würde ich mich nicht getrauen, Menschen zu beraten. Sie sind ein Gesundheitsrisiko.

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