Ferkelkraut: So kannst du das Wildkraut erkennen und verwenden

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Ferkelkraut kannst du auf fast jeder heimischen Wiese finden. Dabei ist den wenigsten bekannt, dass alle Teile der Pflanze essbar sind. Hier erfährst du mehr dazu.

Das gewöhnliche Ferkelkraut findest du in Deutschland auf den meisten Wiesen. Es gehört zur Familie der Korbblütler und heißt mit botanischem Namen Hypochaeris radicata. Sie ist leicht mit Löwenzahn zu verwechseln: Die beiden Arten sind verwandt und sehen einander sehr ähnlich. 

In diesem Artikel erfährst du, wie du gewöhnliches Ferkelkraut erkennst und wie du das Wildkraut verwenden kannst. 

Gewöhnliches Ferkelkraut erkennen

Das gewöhnliche Ferkelkraut sieht dem herkömmlichen Löwenzahn zum Verwechseln ähnlich.
Das gewöhnliche Ferkelkraut sieht dem herkömmlichen Löwenzahn zum Verwechseln ähnlich.
(Foto: CC0 / Pixabay / yfischchen)

Das gewöhnliche Ferkelkraut ist weltweit verbreitet, überwiegend kommt es es auf der Nordhalbkugel vor. Die unscheinbare Blume ist sehr anpassungsfähig und wächst unter den verschiedensten Bedingungen. Auf trockenen Wiesen und an Waldrändern gedeiht das Ferkelkraut besonders gut. Die Pflanze wird von Insekten bestäubt und stellt ihnen im Frühling wertvolle Nahrung zur Verfügung. 

Da du Ferkelkraut schnell mit Löwenzahn verwechseln kannst, sind hier die wichtigsten Erkennungsmerkmale:

  • Ferkelkraut erreicht eine Höhe zwischen 20 und 60 Zentimetern. 
  • Die Blätter sind schroff gezahnt und borstig behaart. Sie wachsen bodennah und bilden eine Rosette. Nach oben hin werden die Blätter kleiner und vereinzelter und sind eher schuppenartig angeordnet.
  • Auch in der Färbung unterscheiden sich die Blätter deutlich von denen des Löwenzahns: Die Blattunterseite ist gräulich bis bläulich. 
  • Die Stiele des Ferkelkrauts sind deutlich fester als die des Löwenzahns, dafür aber schmaler und zumeist länger. Ferkelkrautstiele haben meist mehrere Blütenansätze und sind längs gerillt. Außerdem enthält der Stiel dicken Milchsaft.
  • Die Hauptblütezeit von Ferkelkraut reicht von Mai bis Oktober. Löwenzahn blüht dagegen von April bis Juli. 

Möchtest du eine natürliche Wiese in deinem insektenfreundlichen Garten anlegen, ist Ferkelkraut eine gute Ergänzung. Vor allem für wilde Ecken eignet sich die Pflanze bestens.

So verwendest du Ferkelkraut

Ferkelkraut kannst du vielseitig in der Küche anwenden.
Ferkelkraut kannst du vielseitig in der Küche anwenden.
(Foto: CC0 / Pixabay / WZ-digital-photography)

Obwohl das gewöhnliche Ferkelkraut weit verbreitet ist, wird es heute kaum noch kulinarisch verwendet. Dabei sind alle Teile des Wildkrauts genießbar.

Blüten:

  • Die Blütenknospen des Ferkelkrauts sind sehr intensiv im Geschmack. Sie sind bitter und etwas säuerlich zugleich. Am besten sind sie geeignet, um Salate oder herzhafte Speisen zu dekorieren. 
  • Vor allem die Knospen kannst du ähnlich wie Kapern oder Bärlauchknospen auch in Salzlake, Essig oder Wein einlegen. Mehr dazu hier: Rezept für Bärlauchkapern
  • Die geöffneten Blüten sind milder im Geschmack und eignen sich daher auch für Süßspeisen.

Blätter:

  • Bevor sich die Blütenstängel erheben, kannst du die jungen Blätter des Ferkelkrauts in einem Wildkräutersalat verarbeiten. 
  • Auch als Beigabe zu Gemüsesuppen oder Gemüsepfannen eignen sich die Blätter. 
  • Da die Blätter des Ferkelkrauts einen durchaus intensiven Geschmack haben, kannst du sie auch verwenden, um etwa Bratlinge zu verfeinern. 
  • Außerdem kannst du die Blätter hervorragend in einen grünen Smoothie mixen. 

Wurzel:

  • Am besten erntest du die Pfahlwurzel des Ferkelkrauts im Frühling, also im März oder April.
  • Nachdem du die Wurzel gereinigt hast, kannst du sie in der Pfanne oder im Backofen garen – genau wie anderes Wurzelgemüse. 
  • Alternativ kannst du sie auch kleinschneiden und trocknen. Aus der gemahlenen Wurzel des Ferkelkrauts kannst du sogar eine regionale Kaffeealternative zubereiten. 

Ähnlich wie Löwenzahn wurde das Ferkelkraut traditionell als Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden genutzt, vor allem für Galle und Leber. Heute ist das aber sehr unüblich. Darüber hinaus ist eine heilsame Wirkung der Pflanze auch nicht wissenschaftlich belegt.

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