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Ferulasäure: Wirkung und wo das Antioxidans vorkommt

Foto: CC0 / Pixabay / Pexels

Ferulasäure kommt in vielen Pflanzen vor und bietet vor allem deiner Haut besonderen Schutz. Hier liest du über die Wirkung von Ferulasäure und wo du sie finden kannst.

Ferulasäure ist im Pflanzenreich weit verbreitet

Ferulasäure ist ein natürlicher Wirkstoff, den viele Pflanzen herstellen. Das Wissensmagazin Spektrum erläutert, dass die Ferulasäure zu den Antioxidantien zählt. Außerdem kann sie UV-Strahlen filtern.

Ferulasäure ist einer der am häufigsten vorkommenden Stoffe im Pflanzenreich. Deswegen enthalten auch viele pflanzliche Lebensmittel den sekundären Pflanzenstoff:

  • Eine wissenschaftliche Auswertung ergab, dass unter anderem Getreide, Reis, Mais, Soja oder auch Orangen und Bananen reich an Ferulasäure sind.
  • Wie Spektrum berichtet, reicht die Verbreitung weiter – von geröstetem Kaffee über Kohl bis Spargel, Tomaten oder Oliven.
  • Das Medizinportal DocCheck ergänzt die Liste noch um Kräuter wie Dill oder Asant, der im indischen Ayurveda als Heilpflanze gilt.

Die spezielle Schutzwirkung des Pflanzenstoffes nutzen hauptsächlich Hautpflegeprodukte und Sonnenschutzmittel. DocCheck ergänzt, dass Ferulasäure auch als Ausgangsstoff für antimikrobiellen Zusätzen in Kosmetika und Seifen dient.

Ferulasäure und ihre schützende Wirkung

Ferulasäure ist ein wirksames Antioxidans und gleichzeitig Sonnenschutz.
(Foto: CC0/pixabay/silviarita)

Ferulasäure ist Teil eines komplexen Stoffwechselvorgangs der Pflanzen. In dem Prozess bilden die Pflanzen verschiedene Stoffe, die größtenteils zu der Gruppe der Polyphenole zählen. DocCheck erläutert, dass diese Stoffe am Aufbau der Zellwand der Pflanzen beteiligt sind.

Verschiedene Studien beschäftigen sich mit der medizinischen Wirkung von Ferulasäure:

  • Antioxidans: Eine japanische Studie belegt die antioxidative Wirkung von Ferulasäure. DocCheck erklärt, dass Antioxidantien eine chemische Kettenreaktion im Organismus unterbrechen, die ansonsten die Zellen schädigen könnte. Die Auslöser für die Reaktion sind oxidativer Stress, wie zum Beispiel durch UV-Strahlen, Krankheitserreger oder auch seelischer Stress.
  • Anti-Aging: Forschungen sehen in oxidativem Stress eine der Ursachen, dass ein Organismus altert. Eine Studie legt nahe, dass Ferulasäure die Zellen widerstandsfähiger gegen oxidativen Stress macht, was den Alterungsprozess abschwächen kann.
  • UV-Strahlen: Eine Studie zeigt, dass Ferulasäure in der Lage sein kann, die Haut vor Sonnenbrand zu schützen. Eine weitere Studie weist darauf hin, dass die Vitamine C und E die Wirkung der Ferulasäure ergänzen. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Kombination mit den Vitaminen einen Schutz vor Hautkrebs darstellen könnte.

Oxidativer Stress kann ebenfalls ein Auslöser für ganz unterschiedliche Erkrankungen sein, wie Herz-Kreislaufschwäche, Diabetes oder Demenzerkrankungen. Einige Studien beschäftigen sich ebenfalls mit den Möglichkeiten, Ferulasäure zur Therapie dieser Krankheiten einzusetzen.

Ferulasäure: Der Wirkstoff für die Haut

Ferulasäure in Cremes schützt vor UV-Strahlen.
(Foto: CC0/pixabay/silviarita)

In Kosmetikprodukten findest du Ferulasäure als natürliches Antioxidans in vielen Cremes, Lotionen oder als Serum. Der Wirkstoff verspricht, die Haut zu regenerieren und zu stärken.

Sonnenschutz oder After-Sun-Mittel: Der Schutz der Haut durch Ferulasäure vor schädlichen UV-Strahlen ist wissenschaftlich belegt. Eine Studie zeigt, dass Ferulasäure den besten Sonnenschutz gewährt, wenn das Mittel einen leicht alkalischen pH-Wert von 7,2 besitzt.

Über mögliche Nebenwirkungen liegen keine Berichte vor. Allerdings lässt sich eine allergische Reaktion nie ganz ausschließen. Auch auf natürliche Stoffe kann deine Haut mit Rötungen oder Juckreiz reagieren.

Den pflanzlichen Wirkstoff findest du auch in Marken der Naturkosmetik oder veganer Hautpflege. 

Tipp: Zertifizierte Naturkosmetik verwendet natürliche Inhaltsstoffe. Die Unternehmen achten meist auf eine nachhaltige Produktion und Anbau der Rohstoffe. Solche Marken erkennst du beispielsweise an dem Natrue-Siegel oder dem BDIH-Siegel.

Laut DocCheck sind üblicherweise Weizen- oder Reiskleie die Quellen, wenn die Industrie große Menge an Ferulasäure benötigt.

Laut INCI kannst du Ferulasäure auf einem Produkt unter der englischen Bezeichnung oder dem chemischen Namen finden. Auf der Angabe der Inhaltsstoffe kann also Ferulic Acid oder 4-Hydroxy-3-methoxyzimtsäure stehen.

Was Ferulasäure mit Bier und Vanille zu tun hat

Getreide enthält Ferulasäure.
(Foto: CC0/pixabay/uirams)

Weitere Anwendungsgebiete für Ferulasäure gibt es in der Lebensmittelindustrie.

  • Bierbrauerei: Eine wichtige Rolle spielt die Ferulasäure in der Bierbrauerei. DocCheck erklärt, dass die Maische aus Gerste oder Weizen die Ferulasäure freisetzt. Bei der Herstellung von Weizenbier trägt die Ferulasäure in Verbindung mit der obergärigen Hefe zu dem typischen Aroma der Biersorte bei.
  • Vanillin: Ferulasäure ist ein Ausgangsprodukt zur Herstellung von Vanillin.
  • Konservierung: Spektrum berichtet, dass einige Länder wie Japan das natürliche Antioxidans verwenden, um Lebensmittel zu konservieren.

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