Süßkartoffeln roh essen: Was dafür und was dagegen spricht

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Süßkartoffeln kannst du roh essen – normale Kartoffeln dagegen nicht. Doch wie steht es um die ungesunde Oxalsäure in Süßkartoffeln? Hier erfährst du, wie gesund rohe Süßkartoffeln tatsächlich sind.

Süßkartoffeln roh essen: Deshalb sind sie die besseren Kartoffeln

Es klingt paradox: Während du Kartoffeln niemals roh essen solltest, ist das bei Süßkartoffeln kein Problem. Doch der Grund ist einleuchtend: Süßkartoffeln gehören überhaupt nicht zu den Kartoffeln. Stattdessen gehören Süßkartoffeln zu den Windengewächsen und nicht zur Familie der Nachtschattengewächse wie die Kartoffel. Süßkartoffeln sind also viel mehr eine Wurzel. Im Vergleich zu Kartoffeln enthalten Süßkartoffeln auch kein Solanin. Dies ist der giftige Stoff, weshalb du Kartoffeln nicht roh essen solltest.

Süßkartoffeln enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe. Während einige beim Kochen und Backen zersetzt werden, kannst du bei rohem Verzehr von folgenden Stoffen profitieren:

Grundsätzlich kannst du also Süßkartoffeln roh essen und von den vielen guten Inhaltsstoffen profitieren. Allerdings enthält sie Oxalsäure, die für den Menschen schädlich sein kann.

Oxalsäure in Süßkartoffeln – was bedeutet das?

Gut kombiniert: Süßkartoffel mit Brokkoli gegen zu viel Oxalsäure.
Gut kombiniert: Süßkartoffel mit Brokkoli gegen zu viel Oxalsäure. (Foto: CC0 / Pixabay / Katharos)

Süßkartoffeln enthalten recht viel Oxalsäure. Diese schädigt die Nieren, kann aber durch Kochen oder langes Einweichen aufgelöst werden. Gleichzeitig hemmt Oxalsäure die Aufnahme von Magnesium, Kalzium und Eisen. Aus diesem Grund solltest du darauf achten, nicht übermäßig viele Lebensmittel mit hohem Oxalsäure-Gehalt zu verzehren. Süßkartoffeln kannst du also roh essen, aber in Maßen und nicht kiloweise.

Außerdem kommt es auf die Kombination an: Denn beispielsweise fördert Kalzium die Oxalsäure-Absorption. Wenn du also kalziumhaltiges Essen wie Brokkoli mit Süßkartoffeln kombinierst, wird die Oxalsäure ausgeglichen. Auch Grünkohl, Sojaschnetzel oder Sesamsamen kannst du kombinieren.

Auch laut der Verbraucherzentrale Bayern ist es kein Problem, Süßkartoffeln hin und wieder auch roh zu verzehren: „Im Gegensatz zu Speisekartoffeln können Süßkartoffeln auch roh als Fingerfood oder im Salat serviert werden“, sagt die Ernährungsexpertin Silke Noll von der Verbraucherzentrale.

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