Furoshiki: Japanische Verpackungsmethode mit einem Tuch

Foto: Utopia / Leonie Barghorn

Mit einem Furoshiki kannst du Geschenke müllfrei verpacken oder Gegenstände transportieren. Wir zeigen dir, wie du aus dem Tuch eine Geschenkverpackung oder eine Tasche knüpfst.

Japaner*innen verwenden vermutlich schon seit vielen Jahrhunderten Tücher, um Waren zu transportieren. Furoshiki heißt auf Japanisch „Badetuch“. Als in der Edo-Zeit Baden populär wurde, nutzten Japaner*innen ihr Furoshiki, um darin ihre Kleidung zu transportieren. Daher kommt vermutlich die Verbindung zwischen dem Furoshiki und dem Tuch als Transportmittel.

Besonders gut kannst du ein Furoshiki und die damit verbundenen Knüpftechniken nutzen, um Geschenke zu verpacken. Das sieht schön aus – und die beschenkte Person erhält neben dem eigentlichen Geschenk ein hübsches Tuch. Außerdem vermeidest du Verpackungsmüll durch Geschenkpapier und Klebestreifen.

Ein Furoshiki kannst du online kaufen (z. B. im **Avocadostore). Um Ressourcen zu sparen, kannst du aber auch ein hübsches quadratisches Second-Hand-Tuch verwenden.

1. Furoshiki-Verpackung für quadratische Geschenke

Mit einem Furoshiki kannst du beispielsweise quadratische Geschenke einpacken.
Mit einem Furoshiki kannst du beispielsweise quadratische Geschenke einpacken.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

Furoshiki-Tücher haben in der Regel eine Seitenlänge von 70 oder 100 Zentimetern. Die im Folgenden erklärte Falttechnik eignet sich am besten für flache, (annähernd) quadratische Geschenke. Für ein Geschenk mit 20 Zentimetern Seitenlänge verwendest du am besten die größere der beiden Furoshiki-Varianten.

Furoshiki-Geschenk, Schritt 1.
Furoshiki-Geschenk, Schritt 1.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

1. Lege das Furoshiki mit der Vorderseite nach unten auf deine Arbeitsfläche. Platziere das Geschenk so darauf, dass dessen Ecken zu den Kanten des Furoshikis zeigen.

Furoshiki-Geschenk, Schritt 2.
Furoshiki-Geschenk, Schritt 2.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

2. Binde zwei gegenüber liegende Ecken des Furoshikis über dem Geschenk mit einem Doppelknoten zusammen.

Furoshiki-Geschenk, Schritt 3.
Furoshiki-Geschenk, Schritt 3.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

3. Binde die anderen beiden Ecken auf die gleiche Weise zusammen. Rücke die Enden des Furoshikis gerade.

Tipp: Besonders dekorativ wird das Geschenk, wenn du noch einige selbst gesammelte Blumen oder Gräser unter den Knoten des Furoshikis steckst.

2. Furoshiki-Tasche

Je nach Größe deines Furoshikis kannst du daraus größere oder kleinere Taschen knüpfen.
Je nach Größe deines Furoshikis kannst du daraus größere oder kleinere Taschen knüpfen.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

Aus einem Furoshiki kannst du in wenigen Schritten eine Tasche knüpfen. Je nachdem wie groß diese werden soll, kannst du ein größeres oder kleineres Furoshiki verwenden.

1. Beginne wie bei dem Geschenk, indem du das Furoshiki mit der Vorderseite nach unten auf deiner Arbeitsfläche ausbreitest.

Furoshiki-Tasche, Schritt 2.
Furoshiki-Tasche, Schritt 2.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

2. Mache Knoten in alle vier Ecken des Furoshikis. Alle Knoten sollten möglichst auf einer Höhe sein. Je weiter außen du die Knoten an den Ecken setzt, desto kürzer werden am Ende die Griffe der Tasche. Der Innenraum wird dagegen umso größer.

Furoshiki-Tasche, Schritt 3.
Furoshiki-Tasche, Schritt 3.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

3. Knote jeweils zwei nebeneinanderliegende Tuchecken an ihren Spitzen zusammen. Schon ist die Furoshiki-Tasche fertig.

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