Was haben eigentlich plötzlich alle mit Gluten?

Gluten
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Gluten macht krank, dick und dumm, heißt es. Aber wie konnten Menschen dann seit Jahrtausenden Brot essen? Und: Warum haben plötzlich alle Bauchschmerzen davon? Unsere Autorin ist diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Dass ein Großteil meiner Freunde im Café nach Sojamilch verlangt, weil sie sich nach dem Verzehr von Milchprodukten mindestens unwohl fühlen – daran habe ich mich schon gewöhnt. Seit neuestem essen sie aber auch beim Italiener kein Brot mehr und schwören auf Zoodles statt Nudeln. Gluten ist die neue Laktose. Und glutenfrei das neue Synonym für „Ich tue meinem Körper etwas Gutes.“

Gluten ist die neue Laktose. Und glutenfrei das neue Synonym für „Ich tue meinem Körper etwas Gutes.“

Angst vor Gluten

Bücher wie „Dumm wie Brot: Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört“ oder „Die Weizenwampe“ machen Angst. Und noch viel schlimmer: Sie sind dabei auch noch wahnsinnig erfolgreich. Weit über 100 Amazon-Rezensionen gibt es zum ersten Titel, fast alle sind positiv. Autoren schreiben hier, wie krank, dick und dumm Gluten macht. Sie haben scheinbar handfeste Beweise, Uni-Abschlüsse, Doktor-Titel – und man selbst schnell das Gefühl, dass einem nicht viel übrig bleibt, als ihnen zu glauben.

So geht es wahrscheinlich auch all den Menschen, die zu glutenfreien Produkten im Supermarkt greifen – und das sind verdammt viele: Der Absatz glutenfreier Produkte stieg vergangenes Jahr um 35 Prozent im Vergleich zu 2014 – auf einen Wert von 105 Millionen Euro. Ich lese außerdem: Etwa jeder zehnte Deutsche verzichtet bereits aus Angst vor Gluten auf Brot & Co. Bei den Amerikanern sind es happige 28 Prozent. Die Zahlen steigen, während ich diesen Artikel tippe.

Und obwohl es einem bei all diesen Fakten und Büchern wie ein neuartiger Trend vorkommt: Wissenschaftler gehen schon seit 1978 der Frage nach, warum Gluten auch Menschen schaden kann, die keine Unverträglichkeit haben. Dementsprechend viele Studien, Meinungen und Zahlen gibt es dazu. Was mich interessiert: Warum ist Gluten denn vor allem in den vergangenen Jahren zum großen Spielverderber geworden? Wie kam es dazu, dass heute etwas als höchst problematisch, gar gefährlich angesehen wird, was seit jahrhunderten Grundnahrungsmittel ist? Und: Was hat es auf sich mit den Bauchschmerzen meiner Freunde – ist das alles nur eine Kopfsache oder verträgt der Mensch wirklich kein Gluten (mehr)?
Der Absatz glutenfreier Produkte stieg vergangenes Jahr um 35 Prozent im Vergleich zu 2014 – auf einen Wert von 105 Millionen Euro.

Was ist Gluten eigentlich?

Da ich weder eine Lebensmittelintoleranz habe, noch selber gerne Brot backe, habe ich tatsächlich keine Ahnung, was Gluten eigentlich ist. Nach einer kurzen Recherche weiß ich: Gluten ist ein Bestandteil vieler Getreide – eine Art Kleber – und sorgt dafür, dass Brot, Kuchen & Co. aufgehen und ihre Form behalten. Es setzt sich aus verschiedenen Eiweißen zusammen – diese sind eben in jenen verdächtigen Getreidesorten drin. Das Gluten entsteht allerdings erst, wenn diese Eiweiße nass werden und sich verbinden.

Croissant mit Gluten essen – oder lieber nicht? Zöliakie

Einen hohen Glutengehalt haben zum Beispiel Weizen, Emmer und Einkorn – mich überrascht der hochgelobte Dinkel in der Liste. Weniger Gluten enthalten dagegen Roggen, Hafer und Gerste. Neben Brot, Nudeln, Kuchen oder Pizza versteckt sich der Kleber allerdings auch in weniger offensichtlichen Produkten wie Fruchtjoghurt, Schokolade und Bier. Vor allem in stark verarbeiteten Fertigprodukten, denn jenen wird er bei der Herstellung in Form von Aromen und Stabilisatoren beigemischt. Fun Fact: Seitan besteht eigentlich nur aus Gluten – und trotzdem liegt der Fleischersatz total im Trend. Weiß etwa niemand davon? Oder unterscheidet man schon in gutes und schlechtes Gluten?

 Seitan besteht eigentlich nur aus Gluten – und trotzdem liegt der Fleischersatz total im Trend. 

Was macht Gluten im Körper?

Bei gesunden Menschen wird Gluten ganz einfach verdaut, bei Zöliakie-Patienten, also den Menschen, die eine echte Glutenunverträglichkeit haben, kommt es dagegen zu einer Autoimmunreaktion: Die Dünndarmschleimhaut wird angegriffen, flacht langsam ab und löst sich auf. Wie lange das dauert, hängt ganz davon ab, wie viel Gluten der Patient zu sich nimmt und wie viel Zeit vergeht, bis die Krankheit erkannt wird. Dem Darm eines Zöliakie-Patienten kann schon ein Achtel Gramm Weizenmehl schaden, er muss sich also auf jeden Fall komplett glutenfrei ernähren. Gleichzeitig kann es aber auch 20 Jahre dauern, bis die Diagnose steht.

Zöliakie: echte Glutenunverträglichkeit

Das liegt vor allem daran, dass es kein einheitliches Krankheitsbild gibt. Denn: „Die typischen Magen-Darm-Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Übelkeit treten nur bei etwa zehn Prozent der Patienten auf“, erklärt mir Bianca Maurer, Pressesprecherin der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG). Bei allen anderen Patienten könnten die Symptome nicht verschiedener sein – von Schlaflosigkeit und Müdigkeit über Unfruchtbarkeit bis hin zur Depression. Die Mehrzahl der Symptome entstehen aufgrund von Mangelerscheinungen. Die haben viele Zöliakie-Patienten, da infolge der geschädigten Dünndarmschleimhaut viele Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können.

Glutenunverträglichkeit hat kein einheitliches Krankheitsbild – die Symptome könnten verschiedener nicht sein.

Muß der Kuchen glutenfrei sein – oder lieber nicht? Zöliakie

Daher ist die Zöliakie eine ernstzunehmende Erkrankung, die laut Schätzungen allerdings nur ein Prozent der Bevölkerung betrifft – das sind etwa 800.000 Personen in Deutschland. Die Dunkelziffer ist bereits mit einberechnet, eine richtige Diagnose haben etwa die Hälfte davon. Aber wie kommt es dann, dass Europas größter Hersteller glutenfreier Lebensmittel über 300 Produkte im Sortiment hat und einen weltweiten Jahresumsatz von 320 Millionen Euro? Ein bisschen viel für eine kleine Randgruppe der Gesellschaft, oder? Und warum hat man eigentlich das Gefühl, dass mittlerweile jeder Zweite über Bauchschmerzen nach den Nudeln klagt?

Gesunden Menschen rät die Expertin der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft unbedingt von einer glutenfreien Ernährung ab.

Gluten-Empfindlichkeit und Trend-Empfindlichkeit

Zöliakie ist das eine – eine andere Sache ist die sogenannte Gluten-Empfindlichkeit oder auch Weizensensitivität. Die Symptome können denen einer Glutenunverträglichkeit ähnlich sein: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, Kopfschmerzen, Benommenheit und Müdigkeit. Bei einer Weizensensitivität bleibt die Dünndarmschleimhaut allerdings verschont und es entstehen – anders als bei der Zöliakie – auch sonst keine gesundheitlichen Folgen oder Komplikationen, bestätigt mir Bianca Maurer von der DZG.

Wahrscheinlich reicht in diesem Fall eine glutenreduzierte Ernährung aus. Bis das Krankheitsbild abschließend geklärt ist, empfiehlt die DZG aber auch für Personen mit Weizensensitivität – d.h. Personen, bei denen eine Zöliakie bereits diagnostisch ausgeschlossen wurde – eine glutenfreie Ernährung.

Dann gibt es noch eine ganz andere Gruppe von Gluten-Vermeidern: Sie verzichten ganz ohne medizinische Begründung auf die Eiweißkleber – weil sich glutenfrei eben gut anhört, so wie frei von Zusatzstoffen oder Konservierungsstoffen. Sie glauben, dass ohne Gluten gleich gesund bedeutet. Dass glutenfrei beim Abnehmen hilft. Dabei ist vor allem bei glutenfreien Fertigprodukten genau das Gegenteil der Fall: Um das fehlende Gluten auszugleichen enthalten sie häufig mehr Fett und Zucker und sind damit kalorienhaltiger. „Für gesunde Menschen, bei denen keine medizinische Notwendigkeit wie Zöliakie oder Weizensensitivität besteht, bringt die glutenfreie Ernährung keine Vorteile“, stellt die Expertin von der DZG klar. Es sei zwar nicht schädlich, aber würde auch nichts besser machen – weder gesundheitlich, noch beim Abnehmen.

Glutenfreie Fertigprodukte sind nicht gesünder – ganz im Gegenteil: sie sind oft fett-, zucker- und kalorienhaltiger.

Müssen Nudeln glutenfrei sein? Gluten und Zöliakie

Eine andere Theorie: Die Fodmaps sind Schuld!

Menschen, die nach Brot, Croissant & Co. ein Unwohlsein fühlen, müssen aber nicht unbedingt auf den Weizen reagieren. Eine neue Studie der australischen Wissenschaftlerin Jessica Biesiekierski kam zu dem Ergebnis: Es könnte auch an den sogenannten Fodmaps liegen. Das sind vergärbare Zuckeralkohole, spezielle Kohlenhydrate. Normalerweise werden sie in Teigwaren durch eine lange Ruhezeit abgebaut, aber vor allem industriell hergestellte Teige haben heute oft keine Zeit mehr zum Gären. So erklären sich die Forscher, dass immer mehr Menschen darauf zu reagieren scheinen.

Ich ahne es schon: Fodmaps sind das Gluten 2017.

Wer eine Glutenunverträglichkeit vermutet, sollte am besten also erst einmal auf fertige Backwaren verzichten und auf selbstgebackenes Brot setzen. Wenn die Beschwerden dann verschwinden, lag es tatsächlich „nur“ an den Fodmaps, wenn nicht, dann sollte man zum Arzt. Gesunden Menschen rät die DZG-Expertin auch hier, nicht einfach so auf Lebensmittel zu verzichten: „Wer Fodmap-reiche Lebensmittel aus seinem Speiseplan streicht, verzichtet damit auch auf viele Gemüse- und Obstsorten und damit auf viel Gesundes“. Ich ahne schon: Fodmaps sind das Gluten 2017.

Trend glutenfrei: Vor- und Nachteile

Bianca Maurer sieht bei dem Glutenfrei-Trend vor allem ein großes Problem für Zöliakie-Patienten: „Es kann leicht passieren, dass diese nicht mehr ernst genommen werden und weniger Unterstützung in der Bevölkerung erfahren. Beim Essen außer Haus, zum Beispiel im Restaurant, kann der Trend dazu führen, dass bei der Zubereitung der glutenfreien Gerichte nicht streng genug auf Glutenfreiheit geachtet wird. Jemand der sich rein aus Trend glutenfrei ernährt, muss nicht auf Kontaminationen achten – für Zöliakiebetroffene dagegen birgt schon eine kleine Menge Weizenmehl Gefahren.“

Pizza: einmal Gluten satt – oder glutenfrei bei Zöliakie

Natürlich hat der Trend aber auch etwas Gutes: Glutenunverträglichkeit bekommt einen stärkeren öffentlichen Fokus, mehr Personen wissen über die Krankheit Bescheid, sind dementsprechend auch aufmerksamer bei sich selbst. Zudem wächst die Palette an glutenfreien Produkten ständig – und das freut natürlich die Patienten, die sich bisher vor allem mit trockenem Brot und einer kleinen Auswahl Ersatzprodukte begnügen mussten.

Glutenfreie Lebensmittel sind ein Verkaufsschlager

Apropos Produkte: Ich wundere mich nicht wirklich darüber, als ich in der ARD-Doku „Vegan, zuckerfrei, glutenfrei: Glaubensfrage Ernährung“ erfahre, dass Supermarkt-Kunden bereit sind, ein bis zwei Euro mehr für ein Produkt auszugeben, wenn „glutenfrei“ draufsteht. Der Experte im Video erklärt sich das so: „Der Kunde verbindet eine Höherwertigkeit mit dem Produkt“.

Supermarkt-Kunden sind bereit, ein bis zwei Euro mehr für ein Produkt zu zahlen, wenn „glutenfrei“ draufsteht.

Jaqueline Pante, Manager Nutrition Service & Corporate Communication bei Dr. Schär, dem Marktführer glutenfreier Produkte, erklärt mir, warum glutenfreie Produkte teurer sind: Das liegt zuerst einmal an den Rohstoffen, denn die Hersteller benötigen viele unterschiedliche Rohstoffe in gleichbleibender Qualität. Dafür sind langjährige und zuverlässige Partnerschaften mit Zulieferern nötig, denn in schlechten Erntejahren können die Hersteller nicht einfach auf alternative Rohstoff umsteigen können – sie müssen jederzeit 100 Prozent glutenfreie Rohstoffe bekommen. Und auch bei der Verarbeitung ist höchste Sorgfalt gefragt, damit das Produkt nicht „verunreinigt“.

Das Unternehmen gibt es bereits seit 1981. Damals glich Dr. Schär noch einer größeren Bäckerei, heute verkauft das Unternehmen auf der ganzen Welt glutenfreie Produkte wie Brot, Pasta, Gebäck und Tiefkühlprodukte. Dass die Zahlen so gestiegen sind, erklärt sich Pante mit dem zunehmenden Bewusstsein für die Krankheit und den darauf folgenden Mehr-Diagnosen. „Der Trend Glutenfrei ist überall präsent, Schär konzentriert sich seit jeher in seinem Tun und Handeln auf die Zöliakie Betroffenen“, sagt sie. „Unser Anspruch ist es, dazu beitragen, dass Zöliakie-Betroffene eine große Auswahl an Produkten und Serviceleistungen haben.“ Und trotzdem profitiert die Firma wie keine andere davon: zwischen 2002 und 2013 hat sich der Jahresumsatz weltweit mehr als verzehnfacht – auf 230 Millionen Euro. 2015, nur zwei Jahre später, lag er schon bei 320 Millionen weltweit. Das liegt an der Zunahme der Zöliakie-Diagnosen, aber sicherlich auch am Trend.

Bücher wie „Die Weizenwampe“ und „Dumm wie Brot“ hat die Expertin gelesen und hält gar nichts von ihnen.

Auch Jacqueline Pante erklärt mir, dass Menschen, für die eine glutenfreie Ernährung nicht medizinisch notwendig ist, keine gesundheitlichen Vorteile davon haben. Bücher wie „Dumm wie Brot“ und „Weizenwampe“  hat sie gelesen und hält gar nichts von ihnen: „Diese Bücher fundieren nicht auf Studien, welche die dargestellten Theorien unterstreichen können. Sie sind nur erfolgreich, weil sie scheinbar einfache Lösungen bieten“

Macht Brot dumm? Getreide dick? Liegts an Gluten? Ist glutenfrei besser, auch ohne Zöliakie?

Was ist drin in glutenfreien Produkten?

Jacqueline Pante erklärt mir außerdem, was überhaupt in glutenfreiem Brot drin steckt: Vor allem Reis- und Maismehl, Buchweizen, Quinoa, Kastanienmehl, Kartoffelstärke und einige weitere Zutaten. Für einige Brote wird zum Beispiel Sauerteig verwendet, der das Brot bekömmlich macht und dafür sorgt, dass es fast so schmeckt wie die glutenhaltige Variante. Was natürlich sofort auffällt: Für einfaches Weizenbrot braucht es gerade einmal eine Handvoll Zutaten, von denen alle aus Deutschland kommen können.

Quinoa stammt dagegen immer aus Südamerika, Hirse oft aus China. Und Deutschland ist nun auch nicht gerade für seinen Reisanbau bekannt. Bei Schär wird zwar darauf geachtet, dass die Rohstoffe – so weit wie eben möglich – aus Europa, im besten Fall aus Italien kommen, günstigere Hersteller werden darauf allerdings weniger Wert legen. Fest steht in jedem Fall: Glutenfreies kann nicht so regional sein wie glutenhaltiges Brot – und ist damit auch nicht unbedingt gut fürs Klima.

Wo kommt unser Getreide eigentlich her?

Deutschland steht mit über 47 Millionen Tonnen im Jahr (Stand 2013) auf Platz 13 der weltweit größten Getreideproduzenten. Auf 60 Prozent des deutschen Ackerlandes wird Getreide angebaut. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hatten wir 2014/2015 bei Weizen einen Selbstversorgungsgrad von 150 Prozent – zum Vergleich: bei Gemüse und Obst liegt er nur bei 38 Prozent. Man kann also davon ausgehen: Getreidesorten, die hier wachsen, essen wir hier auch.

Wer also auf glutenfreie Produkte verzichtet, wenn er sie nicht braucht, tut auch der Umwelt etwas Gutes.

Gluten: Fazit

Nach dieser umfangreichen Recherche bin ich nun um Einiges schlauer – vor allem weiß ich jetzt: Die Gluten-Angstmacherei ist Unsinn! Die Bauchschmerzen meiner Freunde sind wahrscheinlich keine Glutenunverträglichkeit, vielleicht eine Weizensensitivität, eher noch ein Placebo-Effekt – das bestätigen mir auch die Experten, was mich leicht überrascht.

Die Gluten-Angstmacherei ist Unsinn!

Fest steht außerdem: Heute definiert man sich immer mehr über das, was man isst – oder eben nicht isst. Und wer es sich leisten kann, nimmt sich dann den Luxus heraus, auf ein Grundnahrungsmittel zu verzichten, obwohl er es eigentlich verträgt. Brot und Nudeln haben ein verdammt schlechtes Image im Moment und das wird leider auch erst einmal so bleiben – schade, weil es eigentlich vollkommen unberechtigt ist. Getreide ist und bleibt gesund und ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

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(162) Kommentare

  1. Ich lese nichts darüber, wie sich Weizen in den letzten 30 Jahren verändert hat. Eine Ernährungsberaterin hat mir berichtet, dass Weizen einen 30 fachen Glutendgehalt hat seit der Zeit. Könnte es vielleicht an der Menge liegen? Der Körper ist nun mal auf Abwehr eingerichtet auf Alles, was er aufnehmen soll.
    Einfach Gluten zu betrachten, ist dann ein wenig simpel.

  2. Interessanter Punkt. Durch Züchtungen könnte das Getreide tatsächlich an bestimmten Bestandteilen „zugelegt“ haben, ähnlich wie Marihuana mittlerweile wohl doppelt so viele Halluzinogene enthalten soll, wie noch in den 1970er Jahren. Das wäre sicherlich mal eine längere Recherche für einen Folgeartikel wert. Ob der Körper generell erstmal „auf Abwehr eingerichtet“ ist, finde ich zwar zweifelhaft, allerdings stimmt ja meistens der Spruch „die Dosis macht das Gift“ und ein Zuviel kann ebenso schädlich sein, wie ein Zuwenig (in ganz allgemeiner Hinsicht).

  3. Zunächst ist alles körperfremd. Jeher der Körper aber gewohnte Stoffe zu sich nimmt, nimmt die Abwehr ab. Und dann möglichst abwechslungsreich, zumindestens heute, um dem Körper vorsichtshalber nicht zu fiel von einer Sorte zuzumuten.
    Eine andere Quelle sagt, dass die Menschen früher aus dem Umfeld ihrer Wohnung, von denselben Feldern gegessen haben. Sich also an die Umgebung angepasst haben. Das ist heute definitiv nicht mehr so.
    Auch eine mögliche Ursache, die zu mehr Problemen führt.
    Manches ist heute doch leider nicht so einfach zu beantworten.

  4. wie soll Weizen den 30fachen Glutengehalt haben heutzutage, wenn heute etwa 8,6gGluten auf 100g Weizen kommen? Dann muss der Weizen vom Jahr 1986 nur 0,3g auf 100g gehabt haben? Leute, diese esoterischen Falschmeldungen befallen schon Massen von Leuten. In den 1960er Jahren geisterte die Falschmeldung einer ganzen 10er Potenz, das Märchen vom Spinat, der so eisenhalig ist, durch die Gesellschaft. Hat sich auch recht lange gehalten. Sicherlich hat der Glutengehalt durch Züchtungen zugelegt, aber niemals in diesen extremen Ausmaßen. Auch ist Weizen vor 50 Jahren schon kein Urgetreide wie in der Steinzeit mehr gewesen!

  5. Nunja Fakt ist es ist mehr geworden und als „Otto-Normal-Verbraucher“ die Aussage eine Ernährungswissenschaftlerin anzuzweifeln, finde ich ganz schön mutig. Aber du kannst dazu ja mal recherchieren, bin auf dein Ergebnis gespannt.

  6. „Nunja Fakt ist es ist mehr geworden“
    So, so. Dann belege das mal! Und bring auch Zahlen, um wie viel mehr es geworden ist. Auch die Dimension einer eventuellen Erhöhung spielt ja zweifellos eine Rolle.

    „als „Otto-Normal-Verbraucher“ die Aussage eine Ernährungswissenschaftlerin anzuzweifeln, finde ich ganz schön mutig“
    1. Stand da „Ernährungsberaterin“, nicht „-wissenschaftlerin“.
    2. Hat franjo lediglich behauptet, eine „Ernährungsberaterin“ habe „berichtet“. Eine Überprüfung ist nicht möglich.
    3. Ist es nicht mutig, diese „Aussage“ anzuzweifeln, sondern schlicht und einfach die Folge der Anwendung des eigenen Gehirns.

    „Aber du kannst dazu ja mal recherchieren…“
    Das würde ich dringendst Dir selbst empfehlen, bevor Du mit solch einer unverschämten und unterstellenden Aufforderung ankommst. Dann wäre ich mal auf Dein Ergebnis gespannt. Um Dich nicht ganz zu überfordern, hier schon mal ein paar Links:
    http://www.zeit.de/2013/48/gluten-unvertraeglichkeit
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gluten
    http://www.hdbi.de/download/Dzoeliakie001.pdf

  7. @nita: die Rechnung ist das Ergebnis meiner Recherche und meines logischen Verstandes. Schaue dir Quellen bei Wikipedia unter den jeweiligen Begriffen an. Eine seriöse Ernährungswissenschaftlerin würde so etwas wie heutzutage würden 50% mehr Gluten in einem Weizenkorn als vor 50 Jahren enthalten sein auch nicht behaupten! Ich habe studiert und kann seriöse Quellen von unseriösen unterscheiden und glaube nicht jeden Quatsch, den Esoteriker ins Internet streuen oder für ihre Geschäfte verwenden.

  8. Nehmen wir mal an, es wäre so. Was würde es für einen Unterschied machen? Nicht mal 1% leiden unter Glutenunverträglichkeit. Das spricht eher dafür, dass Gluten für Otto-Normalverbraucher kein Problem darstellen. Wobei ich solche Zahlen für fragwürdig halte.

  9. „Der Körper ist nun mal auf Abwehr eingerichtet auf Alles, was er aufnehmen soll.“
    Das ist auch eine sehr fragwürdige Aussage.
    Die Menschheit wäre schon längst ausgestorben, wenn der menschl. Körper nicht eigentlich drauf eingestellt wäre, sehr viele Dinge aufnehmen zu können.

  10. Ein sehr guter Artikel, der einen Überblick über das Thema bietet, Licht ins Dunkel bringt und vor allem gut recherchiert ist. Allen, die meinen glutenfreie Ernährung hätte ihnen was gebracht, sei gesagt:
    1. abwarten, wie es euch über längere Zeit geht
    2. Placebo-Effekte können überaus wirksam sein
    3. vielleicht habt ihr euch durch die bewusste Auseinandersetzung mit Nahrung automatisch gesünder ernährt und achtet stärker auf körperliche Signale – das bewirkt schon viel beim Beseitigen von Beschwerden
    4. wer wirklich so stark auf Getreideprodukte reagiert, sollte vielleicht doch mal zum Arzt gehen und das checken lassen.

    Jedenfalls: ein Dankeschön an die Autorin! Zu dem Wenigen, was ich bisher über Gluten und diesen komischen Trend wusste, sind viele für mich wertvolle Infos hinzugekommen.

  11. So billig kann man der Getreideindustrie nicht die Schuld geben.
    Die Menschen, die unter Unverträglichkeiten leiden, haben diese oft auch bei alten Ur-Getreide-Sorten, die über Jahrtausende offensichtlich keine Probleme bereitet haben.

  12. Vielleicht verkaufen auch diese ganzen Bücher wie „Weizenwampe“ und „Dumm wie Brot“ die Leute für dumm. Aber auf die Idee kommen Sie nicht, oder?

  13. grundsäzzlich ein guter artikel ..
    aber was ist mit der tatsache das am weizen rumgezüchtet wurde bis er für die backindustrie besser zu verarbeiten wurde und mehr gluten enthielt ?
    ich denke auch diese tatsache hat dazu geführt das sich der rohstoff soweit verändert hat das sich zusammen mit den ganzenanderen umwelteinflüssen und der ganzen chemiebombe die auf uns geworfen wird der organissmuss mensch einfach nicht mehr zu helfen weiss und eben menschen die empfindlicher sind aus dem gleichgewicht geraten
    man bedenke was hier alles auf uns zugekommen ist
    medikamentenrückstände , antibiotikas unkrautvernichtungsmittel und unzähliges mehr
    irgendwann wurde es einfach zuviel für das *system* mensch
    ich finde jedes einzelne alleine zu betrachten ist nicht zielführend
    das ganze zu betrachten ( zugegeben ein riiiiiesenkomplex )
    ist nötig ( dringendst )

    also kann ich nur hoffen das in vielen bereichen etwas mehr vernunft die zukunft bestimmt als bissher

    in diesem sinne :

    mensch sei dir bewusst
    du bist der erde gast
    drum erzeuge keinen frust
    und werd auch nie zur last

    euer fröschle

  14. Hallo,
    wirklich ein sehr aufwändiger Bericht mit vielen Details, die ich durchaus teilen kann und die es wert sind, endlich mal veröffentlicht zu werden. Bedauerlicherweise wird die Ursache gar nicht erwähnt und nicht differenziert zwischen Weißmehl Produkten und Vollkorn. Eine wesentliche Ursache ist nämlich genau der jahrelange oder sogar jahrzehntelange Weißmehl Konsum, mit der Körper mit Gluten überdosiert wurde.
    Wie gesund Vollkorn wirklich ist und zwar trotz etwas Gluten, hat sogar Harvard nun entdeckt, siehe Link.
    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vollkorn-gesund-15000072.html?utm_source=newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=ZDG_061215&campaign=ZDG061215

    https://amp.welt.de/amp/article/156341969?xing_share=news

    mfg Axel Meyer

  15. Guter Hinweis auf das Vollkorngetreide. Ich bin sicher, daß die Probleme bei konsequenter Verwendung frischen Vollkorngetreides geringer auftreten.
    Zentrum-der-Gesundheit würde ich allerdings nicht anführen, um die Gesundheit von Vollkorn zu belegen. An anderer Stelle wird behauptet, daß Bio-Vollkorngetreide nur das kleinere Übel sei – eben wegen dem hohen Gluten-Gehalt moderner Sorten.
    Diese Webseite ist ausgesprochen unseriös und schreibt immer das, was was gerade am Besten ins Konzept passt (zu den Produkten, die verkauft werden sollen).
    Auch wurde auf der Webseite ( http://www.zentrum-der-gesundheit.de/weizen-gluten-uebergewicht-ia.html ) die Behauptung gemacht, daß die modernen Weizensorten zu 50% aus Gluten bestehen.
    Von hier wird das immer weiter abgeschrieben.
    Ich finde aber keinen Link zu einer seriösen Quelle, die das bestätigt.

  16. Nur auf Gluten zu verzichten ist Unsinn. Wenn schon auf das komplette „verzüchtete“ Getreide.
    Es ist doch so, dass Leute Unverzräglichkeiten haben, weil die Lebensmittelindustrie die Pflanze verändert. Der Körper kann mit der Veränderung nichts anfangen und erkennt nicht was es sein soll und daher die negative Reaktion. Sinnvoll ist es daher auf Getreide zurückzugreifen, die weniger Verändert wurden wie Dinkel oder Emmer. Aber sich einen Stoff da herauszuziehen und zu sagen:“Das ist der Übeltäter!“ Finde ich ziemlich blöd. Meine Kritik bezieht sich hier auf gesunde Leute die keine Intolleranz haben und trotzdem Glutenfrei essen. Genau das gleiche bei Lactose. Der Körper verträgt die Milch nicht, weil Milch für Babys sein soll. Auch hier wird anstatt auf Milch zu verzichten die Laktose angeklagt Und gesunde Menschen kaufen lactosefrei, um sich gesünder zu ernähren. Wenn sie sich wirklich was Gutes tun wollten, sollten sie die Milch weglassen – nur die Lactose bringt überhaupt nichts. Verrückte Welt.

  17. Zitat aus dem obigen Text:

    „Fun Fact: Seitan besteht eigentlich nur aus Gluten – und trotzdem liegt der Fleischersatz total im Trend. Weiß etwa niemand davon? Oder unterscheidet man schon in gutes und schlechtes Gluten?“

  18. Ja, und?
    Da bleibt eben nur zu schließen, dass gewisse Leute an einer Leseschwäche leiden. Aber macht nichts, die ist nicht ehrenrührig, die hat man sich ja nicht ausgesucht.

  19. @satan, is ja ein cooler Name: du machst dich lächerlich, denn Gluten = Seitan , um es mal in deiner Schreibweise auszudrücken, ist Klebereiweiß, das sind spezielle Proteine oder deutsch Eiweiße, aus Weizen gewonnen, die eine Art Kleberfunktion besitzen, ergo liegt die Autorin mit der Ausage ganz richtig!
    satans-fun, gehts noch?

  20. Tatsächlich ist an dem Weizenseit 50 Jahrenherumgezüchtet worden jeweils für die Bedürfnisse der Landwirtschaft und der Industrie-erst wurde ein langer Halm für wünschenswert erachtet weil die Mähdrescher aufkamen, nicht viel später wurden die größeren Ähren mit mehr Körnern gezüchtet, dafür waren die Halme zu lang, auch aus dem Grund, daß nicht mehrso viel Stroh gebraucht wurde, wurden die Weizensorten mit kürzeren Halmen bevorzugt. Durch die immer mehr industrialisierte Herstellung von Brot und Brötchen wurden glutenhaltigere Sorten gezüchtet, die ein fluffiges Brot mit schöner Kruste machen, auch aus der Maschine mit Enzymen und anderen Backzutaten, die man lieber nicht so genau wissen möchte. Hinein in den Weizen wurden auch bestimmte ATPasen gezüchtet, die die ATP von bestimmten Schädlingen enzymatisch zerstören, und damit das System, das für die Schädlinge in der Zelle die Energie herstellt. Seither ist Weizen/und oder glutenunverträglichkeit weltweit angestiegen. Ein andere Faktor ist, daß heute die Darmflora bei den meisten, auch gesunden Menschen nicht intakt ist und die Verdauung gestört ist, die enzymatische Aufschließung des Glutens ist oft gestört und Stoffe wie Gluteomorphine entstehen. Durch Alterungsvorgänge ist auch der Glutenabbau im Darm nicht mehr so effektiv, das ist auch ein Mengenproblem. Durch Umweltgifte in Nahrung und Wasser verbrauchen Menschen mehr Vitamine Mineralien und Mikronährstoffe um diese zu entgiften, als sie mit der Nahrung, vor allem der konventionell gezogenen, aufnehmen können-daher steigende Zahlen von Depression, Burn-out und entzündlichen Darmerkrankungen und chronische Müdigkeit etc….die Liste ist lang. Durch den dadurch entstehenden leaky-gut entstehen auch viel mehr Nahrungsmittelunverträglichkeiten, es ist also ein multifaktorielles Geschehen, dwem wir zur Zeit gegenüber stehn.

  21. @gruenebine: Der User „satan“ behauptet nicht, daß Seitan kein Gluten ist, sondern meint vielmehr, daß die Vermutung / Behauptung der Autorin, daß wohl keiner wisse, daß Seitan Gluten sei, Quatsch (bzw. selbst ein „Funfact“) sei.

    Ich zähle es auch zur Allgemeinbildung, zu wissen, daß Seitan aus Gluten besteht. Nicht zuletzt gibt es gefühlt eine Million Rezepte zum Seitanselbermachen, und die fangen ungefähr alle an mit „Man nehme ein Kilogramm Weizenmehl …“

  22. Also ich muss jetzt doch mal was dazu sagen! Finde es traurig, dass das Thema immer nur einseitig betrachtet wird… 🙁

    Wir benutzen und essen immer mehr Chemie, im Haushalt, Babyseife, Parfum, Waschmittel und vorallem unsere Kleidung! Man sollte eher mal den Kern anschauen! Wenn wir unsrem Körper immer mehr Chemie aussetzen und zuführen, geht unser System immer mehr kaputt! Die Organe können nicht mehr richtig funktionieren und unser Immunsystem wird immer schwächer! Warum haben schon Kinder so viele Probleme? Weil wir alles an Chemie schon seit Baby an heutzutage zuführen… Wer benutzt denn noch für seine Kinder oder Babys natürliche Sachen aus der Natur? Nur die Leute, deren Kinder Scho neurodermitis haben… Traurig, aber wahr! 🙁

    Und noch ein Fakt: Ich habe eine chronische Gastritis und Vertrage es deswegen nicht! Alles was bläht, ist Gift bei Gastritis!!!! Das sollte man ach mal betrachten! 😉

  23. Ich finde nicht, daß hier etwas einseitig betrachtet wird.
    Natürlich kann so ein komplexes Thema in einem kurzen Artikel nicht umfassend erfasst werden. Aber der ist ja nur die Initial-Zündung. Mit den 6 Seiten Kommentaren, die wir jetzt haben, wird es dann schon eine sehr runde Sache.
    Dazu trägt auch Dein Beitrag bei.
    Es sollte sich wirklich mal jemand die Mühe machen, alle Aspekte zum Thema zusammen zu tragen, die im Artikel + Kommentaren genannt wurden.
    Das wäre sehr interessant.
    Jetzt kam noch der Aspekt mit der Gastritis dazu.
    Ich denke Gastritis führt dazu, daß man sehr vieles nicht verträgt.
    Also noch mal ein sehr eigenes Thema, was mit der Frage, warum so plötzlich so viele Menschen kein glutenhaltiges Getreide mehr vertragen nicht wirklich zusammen hängt. Das mit den vielen Giften, die den Organismus belasten, könnte ein Grund sein für die zunehmenden Unverträglichkeiten, für die sonst kein Grund gefunden wird.

  24. Die Autorin fragt: „Aber wie konnten Menschen dann seit Jahrtausenden Brot essen? Und: Warum haben plötzlich alle Bauchschmerzen davon?“

    Nun, zum ist „Brot“ nicht gleich „Brot“. Wie eine kurze Recherche im auch bei der Autorin beliebten digitalen Nachschlagewerk Wikipedia zeigt, besteht „Brot“ nicht zwangsläufig aus Weizen, ja oft nicht einmal aus Getreide:

    „Aus Mexiko stammen die Tortillas aus Mais. In Afrika werden vor allem Fladenbrote aus Maniok, Hirse oder Mais mit Gewürzen gebacken.“ Papadam besteht aus Linsenmehl, ursprüngliches Buschbrot der Aborigines beispielsweise aus den Wurzeln der Lotusblume oder aus Wasserliliensamen (aber z.B. auch aus Hirse). Brot kommt hingegen „in Südostasien kaum vor[…]“. (https://de.wikipedia.org/wiki/Brot#Kulturgeschichtliche_Bedeutung)

    Und selbst das Weizenbrot (bzw. der Weizenbrei und die Weizenfladen) unserer Vorfahren hat bis auf den Namen kaum noch etwas mit heutigem Weizen zu tun: „Der heute vorwiegend angebaute Weichweizen (Triticum aestivum) ist eine jüngere Züchtung und genetisch relativ weit von den in historischen Quellen genannten „Weizen“ entfernt. “ (https://de.wikipedia.org/wiki/Weizen#Geschichte)

    Daher läßt sich die Frage recht einfach beantworten.

    Ich hoffe mal, nächste Woche gibt es hier nicht einen Artikel, der so beginnt:
    „Aber wie konnten Menschen dann seit Jahrtausenden mobil sein? Und: Warum habt plötzlich das Klima Probleme damit?“ 😉

  25. Einseitig recherchiert und zu festgelegt bei der Meinung über die Glutensensitivität! Ich lese , dass nur eine „Person“ befragt wurde. Ich habe keine Zöliakie aber diese Sensitivität mit hochgradigen Reizdarm- diagnostiziert durch die Medizinische Hochschule Hannover und dortige Doc riet mir zur glutenfreien Diät. Seit dem bin ich frei von Depressionen und Unsicherheit, schaffe meine Aufgaben und meine Arbeit entspannt und lerne mich an zu nehmen und zu lieben.

    Ich hatte zwei kurze Zeiten in meinem Leben, in denen es mir genau so gut ging und in denen hielt ich eine Diät.
    Ich Zweifel nicht daran, dass die Forschung einfach nur nicht weit genug ist in Sachen Unverträglichkeiten und Darm und dem Wunder des Daseins in all seinen Facetten!
    Es gibt Theorien, dass Gluten Autoimmunkrankheiten und weitere Krankheiten auslösen kann.

    Dieser Bericht ist ein Zeugnis, wie unzureichend erneuerter Wissensstand eine Person weitere Zweifler bestätigen kann…!

    Gut ist die Anregung zu Überlegungen, ob „Bauchweh“ nicht durch andere Sachen verursacht wird.
    Ich bin dankbar, wenn auf den Produkten „Glutenfrei“ steht. Tut ja den „Gesunden“ ja nicht weh! 😉

  26. „Ich lese , dass nur eine „Person“ befragt wurde.“
    Wo hast Du das gelesen?

    „Ich bin dankbar, wenn auf den Produkten „Glutenfrei“ steht. Tut ja den „Gesunden“ ja nicht weh! “
    Ich möchte mich nicht glutenfrei ernähren, da ich keine Probleme damit habe.
    Gluten ist ein natürlicher Stoffe, der schon immer in Nahrungsmitteln war und auch Vorteile hat.
    Bei glutenfreien Produkten werden oft andere Stoffe zugefügt (Geschmacksverstärker, Backhilfen, Fette, Glucose-Fructose-Sirup).
    Die sind also keinesfalls automatisch gesund.

    Damit möchte ich Deiner Erfahrung natürlich nicht im geringsten widersprechen.
    Wenn Du Deine Probleme durch eine glutenfreie Diät los geworden bist, dann ist das natürlich super und nachvollziehbar, daß Du Dich über solche Produkte freust.

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