Ingwer, der nachhaltige Gesundmacher für Winter und Sommer

Ingwer: Knolle und Scheiben
Foto: © Colourbox.de

Ingwer – da denken die meisten an Asien, Fernost, exotische Gewürze. Doch wusstest du auch, dass Ingwer ein gutes Hausmittel gegen Erkältungen ist und du ihn selbst nachwachsen lassen kannst?

Ingwer kommt aus dem Fernen Osten, doch woher genau, weiß man heute nicht mehr. Seine Wurzel (im Volksmund „Knolle, wissenschaftlich korrekt „Rhizom„) ist wegen seines unverwechselbaren Aromas und seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit sehr beliebt. Besonders aus der asiatischen Küche ist er nicht wegzudenken. Am häufigsten wird er in Indien, Sri Lanka, China, Indonesien, Vietnam und Japan angebaut, inzwischen aber auch in Australien, Frankreich und Nigeria.

Ingwer nachwachsen lassen

Wenn du eine unbehandelte Knolle Ingwer zu viel eingekauft hast, kannst du diese auch wieder einpflanzen: Dafür die Ingwerwurzel in drei bis fünf Zentimeter große Stücke schneiden und mit der Schnittfläche nach unten in die Blumenerde setzen, sodass ein kleines Stück herausragt. Dabei sollte die Pflanze es warm haben (zwanzig bis fünfundzwanzig Grad) und ausreichend Licht, aber nicht direkte Sonne bekommen. Dein neuer Ingwer fängt dann schnell an zu keimen und nach acht bis zehn Monaten kannst du ernten.

Ingwer im Eigenanbau: Noch nachhaltiger geht’s kaum. Denn Ingwer ist eines der 8 Lebensmitttel, die von selbst nachwachsen.

Ingwer nachwachsen lassenWarum ist Ingwer so gesund?

Die Liste will gar nicht mehr aufhören: Das Gewürz und Heilmittel enthält gesunde ätherische Öle, Gingerol, Harz und Harzsäuren. Es ist reich an Vitamin C und enthält darüber hinaus Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor. Ingwer wirkt antibakteriell und kann somit zu einer gesunden Darmflora beitragen. Er hält auch gesund: Er wirkt virusstatisch, hemmt also die Vermehrung von Viren. Er ist antiemetisch, das heißt, es schützt vor Erbrechen. Daher gehört etwas Ingwer auf langen Reisen unbedingt mit in die Tasche. Besonders die Scharfstoffe regen außerdem die Durchblutung und den Kreislauf an. Außerdem fördert Ingwer die Verdauung und steigert Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung.

Ingwer: als Pulver genau wie in Form von Stücken ein Genuss
Ingwer: als Pulver genau wie in Form von Stücken ein Genuss (Foto: © Pixabay / siala)

Ingwertee wärmt und beugt Erkältungen vor

Ein leckerer Ingwertee ist wunderbar wohltuend in der kalten Jahreszeit oder bei Erkältungen. Aber auch im Sommer kann man ihn gut trinken, notfalls als Eistee mit viel Crushed Ice. Für 250 Milliliter Tee schneidest du ein daumendickes Stück der Knolle bzw. des Rhizoms in feine Würfel und gibst diese in ein Teesieb. Dann kochendes Wasser darüber und fünfzehn bis zwanzig Minuten ziehen lassen.

Man kann die Ingwerstückchen auch gut mit grünem oder schwarzem Tee aufgießen oder das Getränk mit Knoblauch, Minze, Zitronengras, Thymian, Honig, Zucker oder Zitrone aromatisieren. Besonders gesund ist die Kombination von Knoblauch und Ingwer. Hinzu kommt: Ingwer neutralisiert Geschmack und Geruch von Knoblauch, sodass du nach diesem Tee immer noch ausgehen kannst.

Ingwertee
Ingwertee sorgt nicht nur im Winter dafür, dass dir warm wird. (Foto: © Pixabay / condesign)

Ingwerwasser, der Durstlöscher

Ingwerwasser wird wie Ingwertee zubereitet. Typischerweise gibt man allerdings keine weiteren Aromen (wie etwa beim Tee) hinzu und trinkt es meist zimmerwarm. Ingwerwasser eignet sich auch gut als Wasser-Ersatz bei der Arbeit, in der Schule oder beim Sport. So hat man ein einfaches und preiswertes Getränk, das eine willkommene und gesunde Abwechslung zu Leitungswasser ist.

Ingwerlimonade, das süße Getränk

Sie ist zwar nicht ganz so gesund wie Ingwertee. Dafür ist sie mit vielen Eiswürfeln eine hervorragende Erfrischung, wenn man seine Seele gerade in der Hängematte baumeln lässt. Für einen Liter Limonade schneidest du etwa zehn Zentimeter der „Knolle“ und eine Zitrone fein und gibst 75 Gramm Zucker und den Saft einer Zitrone hinzu. Dann übergießt du das Ganze mit heißem Wasser. Jetzt nur noch zwei Stunden ziehen und kühlen lassen. Um Strom zu sparen, lässt du die Limonade am besten erst einmal draußen auf Zimmertemperatur abkühlen und stellst sie dann in den Kühlschrank. Jetzt nur noch Eiswürfel dazu, und fertig ist die selbst gebraute Limonade.

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