Katzen füttern: So ernährst du deine Katze nachhaltig und gesund

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Die Auswahl an Katzenfutter ist riesig. Aber wie kannst du deine Katze gut und nachhaltig füttern? Wir geben dir Tipps, was du dabei beachten solltest.

Katze füttern: nährstoffreiche Ernährung für Vierbeiner

Katzen benötigen viele Nährstoffe, die sie nur über das Futter erhalten. Die Zusammensetzung eines ausgewogenen Katzenspeiseplans besteht aus:

  • hochwertigen tierischen Proteinen,
  • Fetten,
  • pflanzlichen Nährstoffen,
  • Vitaminen,
  • Mineralstoffen und
  • Wasser.

Kohlenhydrate können Katzen schlecht verdauen. Das ist auch eines der Probleme von konventionellem Katzenfutter: Oft ist diesem Getreide zugesetzt, das Katzen Beschwerden bereiten kann. Natürlich trifft das nicht auf alle Katzen zu, denn im Laufe der Zeit haben sich viele Katzenmägen auch an geringe Mengen Getreide gewöhnt

Zutaten für das Katzenfutter: Was darf hinein?

In freier Natur fressen Katzen oft Mäuse.
In freier Natur fressen Katzen oft Mäuse.
(Foto: CC0 / Pixabay / Alexas_Fotos)

Es gibt viele Lebensmittel, die Katzen überhaupt nicht vertragen: Milchprodukte, Zwiebeln, Knoblauch, starke Gewürze, Trauben, Rosinen, Koffein, Alkohol und Schokolade. Diese Produkte dürfen auf keinen Fall im Futternapf landen.

Besonders problematisch bei gekauftem Katzenfutter ist vor allem die Zusammensetzung. Im Prinzip ist es deiner Katze egal, ob es sich um „Fleischabfälle“ handelt, jedoch kommt es auf die Mengenverhältnisse an. Zu viel Hufe, Krallen oder Federn können deiner Katze ebenso schaden, wie zu viel Getreide, Fett oder Fleischbestandteile. Tierische Nebenprodukte der Kategorie 3 dürfen zu Tierfutter weiterverarbeitet werden, sind aber für den menschlichen Verzehr nicht geeignet. Oft ist die Qualität in herkömmlichem Katzenfutter daher minderwertig und mit Zusatzstoffen, Zucker und Geschmacksverstärkern angereichert. Davon kann die Katze regelrecht abhängig werden. Aus diesem Grund ist deine Katze mit Bio-Futter besser versorgt. Hier ist die Qualität gesichert und die Inhaltsstoffe sind teilweise sogar in genauen Mengen angegeben.

Neben unverträglichen Inhaltsstoffen können im Katzenfutter auch Rückstände von Antibiotika und Quecksilber (vor allem bei Fisch) vorkommen – noch mehr Gründe, auf Bio-Qualität zurückzugreifen oder gar selbst Katzenfutter zuzubereiten.

Müll durch Katzenfutter vermeiden

Kaufst du regelmäßig Katzenfutter, so fällt auch eine Menge Verpackungsmüll dabei an.

Bei Trockenfutter kannst du möglichst große Mengen in einem Sack kaufen. Ist das zu viel für deine Katze alleine, kannst du es einfach in deinem Bekanntenkreis mit einem oder einer weiteren Katzenbesitzer*in aufteilen.

Bei großen Dosen an Nassfutter kannst du versuchen, einen passenden Verpackungsdeckel eines anderen Produkts wiederzuverwenden und damit die Dose zu verschließen, wenn du sie in den Kühlschrank stellst. Es gibt auch Näpfe mit Deckel, sodass du die große Dose nach dem Öffnen gleich darauf aufteilen kannst und so schon alles vorportionierst.

Katzen vegan ernähren oder lieber barfen?

Katzen ernähren sich auch in freier Wildbahn nicht ausschließlich von Fleisch.
Katzen ernähren sich auch in freier Wildbahn nicht ausschließlich von Fleisch.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Egal, welche Umstellung du mit deiner Katze vorhast, hole zuvor tierärztlichen Rat ein und lass dich genauer beraten. Eine zu schnelle Umstellung kann deiner Katze ebenso schaden wie eine schlechte Ernährung. Neben dem Kauf von Bio-Futter hast du die Möglichkeit, deine Katze zu barfen, vegan zu ernähren und/oder das gesamte Futter deiner Katze selbst zu kochen. 

Barfen: Bei dieser Ernährungsweise gibst du deiner Katze rohes Fleisch anstatt Dosenfutter. Da du beim Barfen auf viele Dinge bei der Zusammenstellung achten musst, empfiehlt sich eine genauere Recherche. Barfen soll naturgetreuer für das Tier sein, es können aber leichter Mangelerscheinungen auftreten.

Der Tierschutzverein Hannover gibt im Video eine kurze Einführung in das Thema „Barfen für Katzen“:

Vegan: Ob eine vegane Ernährung für Katzen gut ist oder nicht, ist noch immer sehr umstritten. Die Tierrechtsorganisation Peta vertritt die Meinung, vegane Ernährung sei für Katzen kein Problem, wenn eine ausreichende Nährstoffzufuhr gewährleistet werden kann. Der WDR hat in einer Reportage beide Seiten einmal kritisch beleuchtet:

Katzenfutter selber machen: Inzwischen gibt es Katzenblogs, Kochbücher und Kochkurse, damit du deine Katze kulinarisch selbst verwöhnen kannst. Hier musst du allerdings aufpassen, dass deine Katze alle Nährstoffe bekommt, die sie braucht, wie zum Beispiel Taurin. Die richtigen Mengenverhältnisse sind ebenso wichtig wie die richtigen Zutaten. So hast du aber unter Kontrolle, was deine Katze isst (solange sie zuhause isst) und kannst sie gesund und ohne Zusatzstoffe ernähren.

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(1) Kommentar

  1. Also vegane Ernährung bei Katzen finde ich schwierig. Da gibt es Vitamine etc., die überlebenswichtig sind und nur mit Fleischzufuhr aufgenommen werden können. Mittlerweile gibt es sogar schon entsprechende Ergänzungsmittel, die man zufüttern kann bei veganer Haltung. Aber will man wirklich der Katze ständig Vitamin-Pillen verabreichen, die dazu auch noch schweineteuer sind? Bei Hunden scheint das ja alles einfacher zu sein, aber ich finde, wer Probleme damit hat, seiner Katze Fleisch zu geben, sollte sich überlegen, ob er/sie sich wirklich eine Katze halten will.