Katzenminze: Anbau, Pflege und wie sie auf Katzen wirkt

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Echte Katzenminze hat eine magische Anziehungskraft auf unsere Samtpfoten. Alles zu Wirkung, Anbau und Pflege der Pflanze findest du hier.

Heilpflanze Katzenminze

Katzenminze (Nepeta) stammt aus der Familie der Lippenblütler und ist eine staudenförmige Pflanze, die bis zu einem Meter hoch wird. Zwischen Juli und September trägt sie üppige weiße bis hellblaue Blüten. Ihren umgangssprachlichen Namen trägt die Katzenminze aufgrund ihres Dufts, der leicht an Minze und Zitrone erinnert.

Seit Jahrhunderten wird Katzenminze nicht nur zur Zierde in Balkon und Garten, sondern auch als bewährte Heilpflanze kultiviert. Ihre ätherischen Öle in Blättern und Blüten sollen sich unter anderem positiv auf Erkältungskrankheiten auswirken. Ein Tee lässt sich einfach aus einem Aufguss aus getrockneten Blättern herstellen.

Besonders bekannt ist die Heilpflanze aber vor allem für ihre Wirkung auf eines der beliebtesten Haustiere: die Hauskatze.

Wirkung von Katzenminze auf Stubentiger

Katze
Katze (Foto: CC0 / Pixabay / JakeWilliamHeckey)

Katzen – egal ob sie kastriert sind oder nicht – werden vom Duft der Katzenminze magisch angezogen. Ihr Geruch hat eine betörende Wirkung auf die Tiere. Die kleinen Tiger reiben sich an der Pflanze, wälzen sich darin oder knabbern daran.

Für Katzenhalter hat der Anbau von Katzenminze einige Vorteile:

  • Katzenminze erhöht den Spieltrieb der Katze und steigert ihr allgemeines Wohlbefinden. Besonders Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden, können so zu mehr Bewegung animiert werden.
  • Ein mit Katzenminze eingeriebener Kratzbaum kann die Katze davon abhalten, ihre Krallen an unliebsamen Stellen wie Wand und Sofa zu schärfen.
  • Wenn die Katze zum Tierarzt muss, kann Katenminze helfen. Hierfür einfach etwas Katzenminze in die Transportbox geben. Die ätherischen Öle der Pflanze beruhigen das Tier.

Besonders attraktiv auf die Tiere scheint die Sorte „weißblütige echte Katzenminze“ (Nepeta cataria) zu sein. Ihre blaublütige Verwandte hingegen ist in ihrer Wirkung offenbar weniger stark.

Die hohe Anziehungskraft auf Katzen wird zwei besonderen Inhaltsstoffen der Katzenminze zugeschrieben:

  • Katzenminze enthält ein Alkaloid namens Actinidin. Den gleichen Stoff scheiden geschlechtsreife weibliche Katzen mit ihrem Urin aus, um Kater anzulocken. Besonders anregend wirkt Katzenminze daher auf Kater im geschlechtsreifen, mittleren Alter. Aber auch weibliche Tiere werden durch die Pflanze stimuliert. Sehr junge oder sehr alte Katzen spricht die Pflanze hingegen weniger an.
  • Darüber hinaus enthält Katzenminze das Pheromon Nepetalacton. Je nach Intensität und Dosis hat dieses einen leicht sedierenden und euphorisierenden Effekt, ähnlich dem eines leichten Opioids.

Die Katze hat aber auch andersherum einen Nutzen für die Pflanze, dank eines Tricks der Natur: Ähnlich Bienen und anderer Insekten ist die Katze ein Verbreiter von Pollen und gewährleistet so den Fortbestandes der Katzenminze. Wälzt sich die Katze in der Pflanze, bleiben kleine, so genannte Klausenfrüchte im Fell hängen. Diese fallen später an verschiedenen Stellen aus dem Fell wieder auf den Boden. So werden die Gene der Pflanze verbreitet.

Übrigens: Katzenminze wirkt nicht nur auf unsere Hauskatze betörend. Auch Großkatzen wie Tiger und Löwen reagieren positiv auf das Gewächs.

Anbau von Katzenminze

Katze mit Katzenminze
Katze mit Katzenminze (Foto: CC0 / Pixabay / CatCrazy)

Möchtest du deinem Stubentiger etwas Gutes tun, kannst du Katzenminze ganz einfach selbst anbauen. Die Kultivierung gelingt sowohl im Garten, als auch auf dem Balkon. Die Pflanze ist einfach anzubauen und sehr pflegeleicht.

Anbau von Katzenminze

Im Gartenfachhandel oder online kannst du zahlreiche Sorten Katzenminze kaufen.

  • Mit der Aussaat der Staudenpflanze beginnst du idealerweise im Frühjahr nach dem letzten Frost.
  • Die Kultivierung gelingt über Stecklinge bereits bestehender Pflanzen oder über die Aussaat von Samen.
  •  Es genügt dazu meist eine einzige Pflanze: Hat sich diese erfolgreich im Garten angesiedelt, breitet sie sich auf verschiedenen Wegen von ganz allein aus. Katzenminze ist sowohl selbstbefruchtend als auch Magnet für zahlreiche Insekten, die ihre Pollen weitertragen.

Der richtige Standort

Katzenminze wächst bevorzugt an einem sonnigen Platz mit einem kargen bis nährstoffreichen, durchlässigen Boden. Auch einen sandigen Boden verträgt das Gewächs gut.

Pflege der Katzenminze

Kurze Trockenperioden verträgt die Staude besser als zu viel Nässe.

  • Hin und wieder kannst du sie mit etwas biologischem Dünger verwöhnen.
  • Nach der Hauptblüte im Hochsommer tut es der Pflanze gut, wenn du sie großzügig bis auf Bodennähe herunterschneidest. So kannst du sie zu einer zweiten Blüte im Spätsommer anregen und ihren Wuchs stärken.
  • Breitet sich die Pflanze zu sehr aus, ist ein Rückschnitt ebenfalls empfehlenswert.

 

Verwendung der Katzenminze

Echte Katzenminze
Echte Katzenminze (Foto: CC0 / Pixabay / rebeck96)

Zur Verwendung als Duftmarkierung kannst du Blätter und Blüten der Katzenminze trocknen und Gegenstände oder Spielzeug deiner Katze damit einreiben.

Beachte jedoch: Nicht jede Katze reagiert gleich stark auf jede Art von Katzenminze. Durch etwas ausprobieren findest du schnell heraus, welche Sorte deinem Liebling am besten gefällt.

Mit dem Anbau von Katzenminze verwöhnst du nicht nur dein geliebtes Haustier. Du bietest gleichzeitig auch Bienen und zahlreichen anderen Nutzinsekten wichtige Nahrung. Und ganz nebenbei sorgst du mit dem dekorativen Gewächs für eine schöne Farbenpracht im Garten oder auf dem Balkon.

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