Knoblauch fermentieren: Die besondere Art, ihn haltbar zu machen

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Ob als Beilage oder für Marinaden: Knoblauch zu fermentieren ist die ideale Möglichkeit, deinen Gerichten eine gesunde Basis und einen besonderen Geschmack zu verleihen.

Knoblauch selbst fermentieren ist nicht so schwer, wie es klingt. Alles, was du dazu brauchst, ist ein gutes Einmachglas, frischer Knoblauch und viel Geduld. Denn: Der beste fermentierte Knoblauch entfaltet seinen Geschmack erst nach circa einem Monat. Durch die Fermentierung wird dein Knoblauch nicht nur länger haltbar. Die dadurch entstandenen gesunden Probiotika stärken auch dein Immunsystem und sind besonders wichtig für deine Darmflora. 

Fermentierten Knoblauch kannst du entweder als Beilage zu verschiedenen Gerichten servieren oder auch als Bestandteil von Saucen und Marinaden verwenden. Wenn du mal keinen frischen Knoblauch zur Hand hast, eignet sich der fermentierte ideal dazu, unterschiedliche Delikatessen zuzubereiten:

  • kleingeschnitten zu asiatischen Nudel- & Reisgerichten
  • als Tapas oder Grillbeilage
  • als Salatzugabe oder Salatdressing
  • für Saucen und Marinaden für Fisch, Fleisch und Tofu
  • als Zutat für Kimchi (kann den Fermentationsprozess durch seine bereits vorhandenen Bakterien sogar beschleunigen)

Wenn du Knoblauch besonders wegen seiner Schärfe liebst, solltest du beachten, dass er nach der Fermentierung etwas von ihr verliert.

Knoblauch fermentieren: Das Rezept

Der gesunde Knoblauch entfaltet nach dem Fermentieren einen besonderen Geschmack.
Der gesunde Knoblauch entfaltet nach dem Fermentieren einen besonderen Geschmack.
(Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Um den Knoblauch zu fermentieren, benötigst du ein Einmachglas mit Gummidichtring und Bügelverschluss (zum Beispiel ein Drahtbügelglas). Reinige dieses gründlich und koche es aus, bevor du mit dem Rezept beginnst. Wichtig: Vor der Zubereitung des fermentierten Knoblauchs solltest du sicherstellen, genügend Zehen gekauft zu haben. Die Menge kann je nach Größe der Zehen und dem Fassungsvermögen des Glases stark variieren. Es müssen ungefähr so viele Zehen sein, dass du sie bis zum Deckel deines Gärgefäßes füllen kannst.

Diese Zutaten brauchst du:

  • Knoblauchzehen (so viele, wie in dein Gärglas passen)
  • Wasser (so viel, bis deine Zehen bedeckt sind)
  • Salz (pro 250 ml ca. 1/2 TL)

Knoblauch fermentieren: Das Rezept

  1. Schäle die Knoblauchzehen, ohne dabei das untere Ende abzuschneiden.
  2. Fülle die Zehen so dicht in dein Einmachglas, dass zwischen ihnen wenig Platz bleibt und sie bis kurz unter den Rand des Glases reichen.
  3. Setze eine Salzlake an, indem du Salz in Wasser auflöst. Nimm dafür pro 250 Milliliter Wasser einen halben Teelöffel Salz. In warmem Wasser löst sich das Salz zwar besser auf, es sollte jedoch kühl sein, wenn du es zu dem Knoblauch gießt.
  4. Schütte das Salzwasser zu den Knoblauchzehen, bis sie vollständig bedeckt sind.
  5. Setze den Deckel auf das Glas und schließe ihn (aber ohne den Gummiring). Lasse das Glas nun mindestens bei Zimmertemperatur stehen. Vermeide direktes Sonnenlicht.
  6. Öffne das Glas einmal täglich nur wenige Millimeter, um den Druck auszugleichen, der durch die Fermentation entsteht. (Du kannst dich darauf einstellen, dass sich in deiner Küche während dieses Prozesses ein starker Knoblauchgeruch verbreiten wird.)
  7. Es kann bis zu einer Woche dauern, bis die Fermentation richtig beginnt. Sobald du kleine Bläschen in der Lake siehst, ist es so weit.
  8. Lasse den Knoblauch dann mindestens einen Monat gären, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Je wärmer die Außentemperatur ist, desto schneller fermentiert die Knolle.
  9. Wenn du denkst, dass dein fermentierter Knoblauch fertig ist, schließe den Deckel fest mit der Gummidichtung zu und stelle den Knoblauch in den Kühlschrank.
  10. Hinweis: Keine Angst vor der bläulich-türkisen Verfärbung, diese entsteht natürlich durch den chemischen Gärprozess.

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