Präsentiert von:Kooperationslogo

Laptop-Akku sparen: Mit diesen 10 einfachen Maßnahmen hält er länger

laptop akku sparen
Foto: CC0 / Pixabay / josemdelaa

Wer mit seinem Laptop-Akku richtig umgeht, der kann sparen: Ladekapazität, Laufzeit, Ressourcen und auch Geld. Wir zeigen dir in diesem Artikel, worauf du achten kannst.

Mittlerweile besitzen fast 84 Prozent (Stand 2020) der deutschen Haushalte einen Laptop oder ein Tablet. Beim Smartphone ist es sogar ein bisschen mehr: 89 Prozent der Menschen in Deutschland ab 14 Jahren haben ein eigenes Gerät. Werden nur die 14- bis 39-Jährigen betrachtet, dann beläuft sich die Zahl sogar auf knapp 98 Prozent im Durchschnitt. Und seit der Corona-Krise verbringen die Menschen deutlich mehr Zeit vor Bildschirmen als vorher. Die Geräte sind also kaum noch wegzudenken.

Du siehst also: Insgesamt werden große Mengen an Akkus benötigt. Jeder Akku besteht unter anderem aus seltenen Erden und Metallen, die in aufwendigen Verfahren entstehen. Ganze Landstriche werden umgegraben, viele von den benötigten Materialien gibt es nur in einer bestimmten Region auf der Welt – und die Bewohner:innen und heimischen Tiere leiden an der Zerstörung der Umwelt.

Wenn du bei deinem Laptop Akku sparst und dadurch schonend mit ihm umgehst, verlängerst du seine Nutzungs- und Lebensdauer. Damit kannst du das komplette Gerät länger gebrauchen und handelst so nachhaltiger.

1. Beachte das richtige Ladeverhalten für deinen Akku

Du kannst Akku auf Dauer sparen, wenn du dein Gerät nicht komplett entlädst.
Du kannst Akku auf Dauer sparen, wenn du dein Gerät nicht komplett entlädst.
(Foto: CC0 / Pixabay / HutchRock)

Als erstes solltest du dich versichern welchen Akku-Typ du vorliegen hast. Es gibt verschiedene Akku-Typen, die ein unterschiedliches Ladeverhalten brauchen. Je nach dem, welcher deinen Laptop antreibt, musst du zum Akku sparen etwas anderes beachten.

Am häufisten verwendet wird der Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion) beim Laptop. Der Lithium-Polymer-Akku (LiPo), der heute in den meisten Smartphones vorkommt, unterscheidet sich im Ladeverhalten im Wesentlichen nicht vom Li-Ion-Akku. Bei diesen beiden solltest du folgendes beachten:

  • Am besten arbeitet der Laptop im Arbeitsbetrieb mit 20 bis 80 Prozent Akkuladung. Innerhalb dieses Bereichs schonst du deinen Akku also am effektivsten – alles drunter oder drüber vermindert die Lebensdauer deines Laptop-Akkus.
  • Wenn dir das zu kompliziert ist, merke dir folgende Faustregel: Lade den Akku dann, wenn dein Laptop es dir anzeigt. Meistens kommt die Anzeige etwa bei 10 bis 20 Prozent Akkuladung, je nach Hersteller.
  • Ein Akku hat nur eine bestimmte Anzahl von Ladezyklen. Je schneller du sie erreichst, desto schneller nähert sich der Akku seinem Lebensende. Vermeide deshalb Mini-Ladungen.
  • Wenn du diese beiden Akku-Typen immer am Stromnetz lässt (auch wenn er schon 100 Prozent geladen hat) ist das nicht direkt schädlich – moderne Akkus haben einen integrierten Schutzstopp, welcher den Stromlauf unterbricht. Dennoch verkürzt du dadurch seine Lebensdauer. Nimm das Ladekabel also spätestens bei 100 Prozent aus der Steckdose.
  • Wenn du Li-Ion- und LiPo-Akkus immer auf Null entlädst, werden bestimmte chemische und elektrische Prozesse gestartet, die zur Folge haben, dass die Akku-Kapazität auf Dauer abnimmt. Vermeide dies also.

Anders ist das beim Nickel-Cadmium-Akku (NiCD) und dem Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH).

  • Wenn du bei diesen Akkus nicht schon vor der vollständigen Entladung auflädst, lädt der Akku nur teilweise. Auf Dauer hat das eine verkürzte Akku-Laufzeit zur Folge. Diese Eigenschaft nennt man Memory-Effekt.
  • Der Akku muss also regelmäßig vollständig auf Null entladen werden.
  • Übrigens ist der NiCD-Akku seit 2006 EU-weit verboten, um die technische Nutzung von Cadmium zu reduzieren. Er findet sich daher nur noch äußerst selten.
  • Den NiMH-Akku solltest du alle 2 bis 3 Monate einmal vollständig entladen und dann wieder komplett aufladen. Dadurch reduzierst du den Memory-Effekt.

In diesem Artikel beschränken wir uns auf das beste Ladeverhalten bei den beiden oben genannten Akkus, da sie am häufigsten in Laptops und Smartphones vorkommen.

2. Vermeide extreme Temperaturen, um Akku bei deinem Laptop zu sparen

Mit zu kalten Temperaturen kannst du keinen Laptop-Akku sparen.
Mit zu kalten Temperaturen kannst du keinen Laptop-Akku sparen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Firmbee)

Die neueren Lithium-Akkus bringen neben ihren vielen Vorteilen auch einige Nachteile. Einer davon ist, dass sie empfindlicher bei Hitze oder Kälte sind. Um Akku zu sparen, solltest du auf diese Tipps achten:

  • Sie sind ausgerichtet auf Temperaturen zwischen null und 30 Grad Celsius.
  • Gerade bei Dauerbetrieb solltest du ihn vor Überhitzung schützen. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung, die Nähe zu Heizungen und Öfen.
  • Mehrere Tage über 35 Grad Celsius verkraftet der Lithium-Akku nicht. Es entstehen Schäden, die nicht wieder repariert werden können.
  • Die meisten Laptops haben einen integrierten Lüfter, der sie vor Überhitzung schützt. Achte darauf, dass der Lüfter nicht verdeckt ist, zum Beispiel im Bett auf der Bettdecke. Zudem riskierst du dabei, dass Fussel und Staub in den Laptop geraten. Möchtest du darauf dennoch nicht verzichten, dann kannst du ein großes Buch oder etwas ähnliches als Unterlage nutzen.
  • Befreie in regelmäßigen Abständen innen den Laptop vom Staub. Wenn du ihn nicht selbst öffnen und reinigen kannst oder dir unsicher bist, dann beauftrage dafür besser eine:n Experte:in.
  • Vermeide zudem zu niedrige Temperaturen, da diese die elektrochemischen Prozesse in den Akkus verlangsamen. Die enthaltene Elektrolytflüssigkeit wird schwerfälliger, was einen hohen Innenwiderstand zur Folge hat. Dann können die benötigten Strommengen nicht mehr übertragen werden und das kann zu einer Tiefentladung führen.
  • Nimm im Winter deinen Laptop nicht unnötigerweise nach draußen mit. Beim Tefefonieren mit deinem Handy kannst du Kopfhörer verwenden, damit es in der Tasche warm gehalten wird.

3. Lagere deinen Akku außerhalb des Laptops

Ist der Laptop an einem Ort, kann er auch ohne Akku genutzt werden.
Ist der Laptop an einem Ort, kann er auch ohne Akku genutzt werden.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Hast du einen herausnehmbaren Akku in deinem Laptop und du nutzt ihn hauptsächlich nur Zuhause im stationären Betrieb? Dann bietet sich dieser Tipp für dich an: Du kannst bei deinem Laptop-Akku Ladezyklen und die gesamte Laufzeit sparen, indem du ihn entnimmst und den Laptop direkt am Stromnetz lässt.

Beim Akku-Lagern gibt es einiges zu beachten:

  • Lade den Akku auf 30 bis 50 Prozent und nimm ihn aus dem Laptop heraus. Im vollgeladenen Zustand neigen Lithium-Akkus dazu, sehr schnell zu altern.
  • Lagere ihn an einem kühlen und trockenen Ort, beispielsweise im Keller (nur, wenn er wirklich nicht feucht ist) oder in einer Speisekammer.
  • Häufig findet man im Internet den Vorschlag, dass man Akkus auch im Kühlschrank lagern kann. Davon raten wir jedoch ab: Durch die dort herrschende Feuchtigkeit kann es zu Oxidation kommen, was den Akku zerstören würde.
  • Lagere den Akku niemals an warmen Orten, zum Beispiel im Sommer im Auto.
  • Vermeide eine komplette Entladung oder einen niedrigen Akkustand (unter 30 Prozent), wenn du ihn extern lagern möchtest. Das vertragen alle oben genannten Akkus auf Dauer nicht. Wenn du ihn länger nicht benötigst, solltest du ihn auf 50 Prozent laden.
  • Setze kalte Akkus nie direkt in das Gerät ein. Warte ein bis zwei Stunden, bis sich der Akku auf Zimmertemperatur aufgeladen hat.

4. Weitere Tipps, um Laptop-Akku zu sparen

Oft ist es Gewohnheit, dass der Laptop immer an ist – öfter mal ausmachen schadet nicht.
Oft ist es Gewohnheit, dass der Laptop immer an ist – öfter mal ausmachen schadet nicht.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Hier folgen noch weitere wichtige Maßnahmen, um Akku zu sparen:

  1. Mache den Bildschirm so dunkel, wie es geht. Damit kannst du enorm viel Energie sparen und somit auch Akku. Ebenso ist die Tastaturbeleuchtung des Laptops ein regelrechter Stromfresser – in den Einstellungen kannst du diese normalerweise ausschalten.
  2. Deaktiviere Bluetooth, wenn du es nicht benötigst. Das permanete Suchen deines Laptops nach koppelbaren Geräten verbraucht viel Strom. Das gilt auch für WLAN, wenn du es nicht gerade brauchst. Das kannst du beispielsweise über den Flugzeugmodus machen. Auch LAN statt WLAN zu verwenden, spart Akku.
  3. Lasse den Laptop nicht zu lange im Standby laufen. Es ist sicher praktisch, dass du gleich wieder loslegen kannst, wenn du ihn aufklappst. Aber das verbraucht mehr Akkulaufzeit, als wenn du ihn für diesen Zeitraum ausschaltest. Über Nacht oder wenn du das Gerät für vier Stunden nicht nutzt, dann lohnt es sich in der Regel, es auszuschalten.
  4. Ein weiterer Tipp, um Laktop Akku zu sparen ist unnötige Tabs im Browser zu schließen. Das gleiche gilt für nicht benötigte Programme, die im  Hintergrund laufen. Im Task-Manager kannst du sehen, wieviel dein Arbeitsspeicher gerade wofür benötigt.
  5. Du kannst Akkulaufzeit sparen, wenn du deinen Laptop entschlackst. Von Zeit zu Zeit müllt sich ein Laptop von selbst zu. Dafür gibt es unter anderem kostenfreie „Selbstreinigungs“-Programme, wie zum Beispiel den CCleaner.
  6. Aktiviere bei deinem Laptop den Stromsparmodus. Diesen findest du in der Regel in den Einstellungen unter „Akku“.
  7. Erinnerst du dich noch an die Zahlen vom Anfang des Artikels? Vielleicht wirkt dieser letzte Tipp etwas amüsant auf dich, aber er ist durchaus ernst gemeint: Verbringe einfach mal weniger Zeit am Laptop, wenn du ihn nicht gerade zum (mobilen) Arbeiten verwendest. Das spart am meisten Akku.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: