Leistungsdruck: Wie du richtig damit umgehst

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Leistungsdruck begegnet uns in unterschiedlichen Phasen des Lebens immer wieder. Wie du mit dem Druck umgehst und hinsichtlich deiner Leistungen gelassener agieren kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Weniger Vergleiche – weniger Leistungsdruck

Leistungsdruck entsteht oft dadurch, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen. Egal ob in der Schule, der Uni oder im Job: Wir haben immer das Gefühl, wir müssten besser als unsere Mitmenschen sein. Und selbst wenn wir zu den „Besten“ gehören, haben wir Angst, diese Position wieder zu verlieren. In solch einem ungesunden Wettkampf erzeugen wir ständig Druck für uns selbst und für andere.

Versuche deshalb, dich größtenteils auf dich selbst zu besinnen. Manchmal können Vergleiche natürlich von Vorteil sein, um sich besser einschätzen zu können. Dies sollte jedoch nur in Maßen geschehen. Mache dir klar, dass es in erster Linie um dich und dein Leben geht. Wir alle haben ganz individuelle Voraussetzungen, Ziele und Lebensweisen und dementsprechend unterschiedliche Stärken und Schwächen.

Letztendlich geht es für dich darum, das meiste aus deinen eigenen Fähigkeiten rauszuholen und nicht unter allen Umständen der oder die Beste sein zu wollen.

Planung gegen Leistungsdruck

Leistungsdruck kannst du reduzieren, indem du dir einen Plan mit allen wichtigen Schritten erstellst.
Leistungsdruck kannst du reduzieren, indem du dir einen Plan mit allen wichtigen Schritten erstellst.
(Foto: CC0 / Pixabay / StartupStockPhotos)

Wenn wir immer alles bis zur letzten Minute aufschieben und prokrastinieren, vergrößert dies unseren Leistungsdruck. So haben wir zusätzlich ständig Angst, unsere Aufgaben zeitlich nicht mehr bewältigen zu können. Dies gilt besonders dann, wenn wir etwas bis zu einer bestimmten Deadline fertigstellen müssen.

In diesen Fällen kann es helfen, sich einen Plan zu erstellen. Dort hältst du genau fest, was du wann bearbeiten möchtest. Erstelle den Plan so, dass du dir Zeit für Pausen nimmst und vor der Deadline noch einen zeitlichen Puffer hast. So bleibst du flexibel und kannst besser auf eventuelle Rückschläge reagieren. Mehr dazu hier: Pause machen: Ideen für erholsame kurze und lange Pausen.

Diese Methode hat den Vorteil, dass du nicht mehr „ins Blaue“ hinein lernst oder arbeitest, sondern einen Rahmen hast, an dem du dich orientierst. So weißt du genau, was du an einem Tag abarbeiten musst, um am Ende ans Ziel zu kommen. Zudem kannst du jeden Tag etwas abhaken und hast einen besseren Überblick über die Schritte, die du schon bewältigt hast. Das senkt nicht nur den Leistungsdruck, sondern steigert auch deine Motivation.

Betrachte das große Ganze

Führe dir während des Prozesses immer wieder vor Augen, dass eine einzige Leistung nicht deine generellen Kompetenzen oder gar deine Persönlichkeit definiert.
Führe dir während des Prozesses immer wieder vor Augen, dass eine einzige Leistung nicht deine generellen Kompetenzen oder gar deine Persönlichkeit definiert.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Egal ob eine Prüfun oder ein wichtiges Meeting ansteht: Oft versteifen wir uns stark auf diese eine bestimmte Sache. Wir haben das Gefühl, dieser Moment sei ausschlaggebend für unser restliches Leben. Versagensängste und Leistungsdruck sind vorprogrammiert.

Versuche deshalb, gedanklich einen Schritt zurückzugehen und das Gesamtbild zu betrachten. Wie wichtig ist diese eine Prüfung oder Meeting wirklich für dein restliches Leben? Wie viele andere ähnliche Herausforderungen dieser Art hast du schon gemeistert und wie viele werden noch kommen?

Das heißt natürlich nicht, dass du dich nicht gut vorbereiten sollst. Aber etwas Ruhe und Gelassenheit bei der Vorbereitung kann deine Leistung am Ende sogar verbessern: Unter Druck sind wir angespannt, verkrampfen und haben schneller eine gedankliche Blockade. Siehst du eine Herausforderung hingegen aus einer entspannten Perspektive, kannst du oft souveräner und ruhiger agieren.

Gegen Leistungsdruck: Selbstwert und Selbstfürsorge

Führe dir immer wieder vor Augen, dass dein Selbstwert nicht von deinen beruflichen Leistungen abhängt.
Führe dir immer wieder vor Augen, dass dein Selbstwert nicht von deinen beruflichen Leistungen abhängt.
(Foto: CC0 / Pixabay / PublicDomainArchive)

Auch wenn eine bevorstehende Aufgabe wichtig für deine berufliche Zukunft sein mag: Du solltest deinen Selbstwert nie von Leistungen abhängig machen. Noten, Geld & Co. definieren nicht wer du bist. Führe dir deshalb vor Augen, was dich wirklich ausmacht und was für dich im Leben einen höheren Stellenwert hat als eine bestimmte berufliche oder schulische Leistung.

Überlege dir dann, was dir deine Leistungen wert sind. Möchtest du dich selbst wirklich bis ans Limit bringen und dein Privatleben komplett einschränken, um gut zu performen? Natürlich gibt es immer mal Phasen, in denen man auch mal mehr arbeiten oder lernen muss.

Versuche dabei aber ein Gleichgewicht zu finden und behalte deine Selbstfürsorge im Blick: Nimm dir bewusst Pausen für Ruhe und Entspannung. So kannst du deine Energiespeicher wieder aufladen und bist bereit für die nächsten Schritte.

Fehler sind Teile der Entwicklung

Leistungsdruck entsteht oft durch einen ungesunden und ängstlichen Umgang mit eventuellen Fehlern.
Leistungsdruck entsteht oft durch einen ungesunden und ängstlichen Umgang mit eventuellen Fehlern.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Der Satz „Irren ist menschlich“ ist weit verbreitet und wird in unserer Gesellschaft doch nicht ausreichend gelebt. So haben wir schon in der Schule ständig das Gefühl, wir dürften uns keine Fehler erlauben. Leistungsdruck entsteht oftmals auch aus der Angst, Fehler zu machen und sich zu blamieren. Würden wir gelassener mit Fehlern umgehen, so könnten wir auch Leistungsdruck reduzieren.

Führe dir deshalb vor Augen, dass Fehler etwas völlig Normales und sogar Wichtiges für deine Entwicklung sind: Fehler geben uns die Möglichkeit, zu lernen und uns weiter zu entwickeln. Schäme dich also nicht für deine Fehltritte, sondern betrachte sie als wichtige Bestandteile des Lernprozesses.

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