Margeriten pflanzen, pflegen und vermehren: Was du wissen musst

margerite
Foto: CC0 / Pixabay / pixel2013

Die Margerite ist eine heimische Wildblume, die im Sommer auf vielen Weiden und Wiesen blüht. Auch im heimischen Garten lässt die artenreiche Blume sich ansiedeln. Wie du sie pflanzt, pflegst und vermehrst, erfährst du hier.

„Margerite“ ist nicht der Name einer einzelnen Blumenart, sondern ein Gattungsbegriff. Insgesamt umfasst er 42 verschiedene Margeritenarten, die häufig nach ihrem Lebensraum oder ihrem Verbreitungsgebiet benannt sind. So gibt es zum Beispiel die Gebirgs-Margerite, die Fettwiesen-Margerite oder die Portugiesische Margerite, die tatsächlich nur in Portugal vorkommt. Der botanische Name der Margerite (Leucanthemum) stammt aus dem Griechischen und bedeutet „weiße Blume“. Margeriten müssen aber nicht zwangsläufig weiße Blütenblätter haben, sondern können beispielsweise auch gelb, rosa oder violett sein.

Margerite: Allgemeine Merkmale

In der Natur wachsen Margeriten oft in kleinen Gruppen. Auch im Garten bieten sie so ein schönes Bild. Mit einer Höhe von 50 Zentimetern bis zu einem Meter gehören sie zu den größeren Wildblumen. Die Blütezeit unterscheidet sich je nach Margeritenart und liegt zwischen Mai und August.

Die meisten Margeriten haben ungefüllte Blüten und bieten Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten in den Sommermonaten Nahrung. Es gibt aber auch neuere Züchtungen mit gefüllten Blüten. Wenn du einen insektenfreundlichen Garten (zum Beispiel einen Schmetterlingsgarten) anlegen möchtest, solltest du dich auf jeden Fall für eine Sorte mit ungefüllten Blüten entscheiden.  

Margeriten pflanzen: So gehst du vor

Margeriten sind insektenfreundliche Pflanzen.
Margeriten sind insektenfreundliche Pflanzen.
(Foto: CC0 / Pixabay / jggrz)

Grundsätzlich sind Margeriten sehr robust und kommen mit den meisten Bodengegebenheiten gut zurecht. Ideal ist für die meisten Arten ein neutraler oder leicht saurer Boden. Am liebsten mögen sie einen sonnigen und windgeschützten Standort. Aber auch ein im Halbschatten gelegener Platz ist kein Problem für sie.

Margeriten kannst du entweder im Beet oder im Topf pflanzen. Am besten kommen sie in kleinen Gruppen (sogenannten Tuffs) zur Geltung. Es empfiehlt sich, vorgezogene Jungpflanzen im Gartenfachhandel zu kaufen. Alternativ kannst du die Jungpflanzen auch selbst in Anzuchtschalen auf der Fensterbank vorziehen oder sie ab Mai direkt ins Freiland säen. Die meisten Margeriten sind Lichtkeimer – bedecke das Saatgut also sowohl in der Anzuchtschale als auch im Freiland nur dünn mit Erde. 

Auch junge Margeritenpflanzen solltest du erst ab Mai ins Freiland setzen, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Beim Pflanzen gehst du folgendermaßen vor:   

  1. Hebe im Abstand von etwa 40 Zentimetern Pflanzlöcher aus, die 20 Zentimeter tief sein sollten. Den Pflanzabstand einzuhalten ist wichtig, weil die Margeriten später sehr buschig wachsen und viel Platz benötigen.
  2. Setze die Jungpflanzen in die Löcher. Drücke die Erde am Rand der Pflanzlöcher an, um den Abstand zwischen Erde und Wurzelballen zu schließen.
  3. Gieße die Jungpflanzen zum Abschluss gut an. 

Im Topf kannst du Margeriten zum Beispiel auf der Terrasse oder dem Balkon halten. Als Substrat eignet sich herkömmliche Blumenerde. Greife dafür möglichst auf torffreie Erde zurück (Tipp: Torffreie Erde selber machen).

Wichtig: Die meisten Margeritenarten stellen ähnliche Ansprüche. Damit du beim Pflanzen und bei der späteren Pflege alles richtig machst, kannst du dich im Fachhandel aber näher über die Besonderheiten der jeweiligen Art informieren. So gehst du sicher, dass dir keine Fehler unterlaufen.   

Margeriten pflegen: Das ist wichtig

Die meisten Margeriten stellen ähnliche Pflegeansprüche.
Die meisten Margeriten stellen ähnliche Pflegeansprüche.
(Foto: CC0 / Pixabay / NickyPe)

Margeriten brauchen im Sommer viel Wasser. In heißen und trockenen Phasen solltest du sie bis zu zweimal täglich gießen. Vor allem wenn sie die Köpfe hängen lassen, ist das ein Zeichen für Wassermangel. Achte aber trotzdem darauf, es nicht zu übertreiben. Staunässe vertragen die Margeriten nicht.

Obwohl sie sich gut selbst versorgen können, profitieren Margeriten von einer gelegentlichen Düngergabe. Etwa im Abstand von zwei bis drei Wochen kannst du ihnen im Sommer etwas organischen Flüssigdünger verabreichen, zum Beispiel selbstgemachte Brennnesseljauche. Hier erfährst du, wie du organischen Dünger selbst herstellen kannst: Dünger für Pflanzen: Ganz natürlich selber machen.

Vertrocknete und abgestorbene Blüten fallen bei Margeriten nicht von allein ab. Du solltest sie deshalb regelmäßig ausputzen und zurückschneiden, damit sich wieder neue Blüten bilden können. 

Die meisten Margeritenarten sind mehrjährig, manche sind einjährig. Nicht alle mehrjährigen Arten sind aber auch winterhart. Zu den winterharten Sorten zählen zum Beispiel die Garten-Margerite, die Großblumige Margerite und die verschiedenen Arten der Wiesen-Margerite. Sie überstehen den Winter an ihrem Standort problemlos und brauchen keinen zusätzlichen Schutz. Nur bei sehr hartem Frost kann es sinnvoll sein, sie mit etwas Reisig abzudecken. Topfmargeriten solltest du dagegen unbedingt im Haus überwintern lassen. Bewahre sie bei fünf bis zehn Grad an einem kühlen, aber hellen Ort auf.

Manche Sorten solltest du außerdem vor dem ersten Frost um zwei Drittel zurückschneiden. Andere vertragen einen Rückschnitt vor der Blüte im Frühjahr besser. Auch bei diesen Fragen können dir Expert:innen im Fachhandel weiterhelfen. Am besten erkundigst du dich schon beim Kauf, ob deine Margeriten für die kalte Jahreszeit gewappnet sind und welche Vorbereitung sie gegebenenfalls benötigen.

Margeriten vermehren: Drei Möglichkeiten

Wiesen-Margeriten säen sich selbst aus.
Wiesen-Margeriten säen sich selbst aus.
(Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter)

Margeriten lassen sich auf verschiedene Weise vermehren.

  • Margeriten über Stecklinge vermehren: Im Spätsommer hast du die Möglichkeit, deine Margeriten über Stecklinge zu vermehren. Dazu schneidest du etwa fünfzehn Zentimeter lange Triebe von der Mutterpflanze ab und setzt sie in Töpfe oder Schälchen mit Anzuchterde. Decke die Töpfe mit Folie ab und halte die Erde gleichbleibend feucht. So entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit, die den Stecklingen beim Anwachsen hilft. Kontrolliere die Anzuchttöpfe aber regelmäßig auf Schimmelbildung. Im Mai kannst du die Jungpflanzen dann wie oben beschrieben ins Freiland oder in den Topf setzen.  
  • Margeriten durch Teilung vermehren: Margeriten kannst du auch vermehren, indem du die Pflanzen teilst. Grabe sie dazu komplett aus dem Boden aus und teile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten in der Mitte durch. Die beiden Pflanzenteile kannst du anschließend separat voneinander wieder einsetzen. Für die Entwicklung der Stauden ist es sogar gut, wenn du sie etwa alle drei Jahre teilst und umsetzt.
  • Margeriten über Saatgut vermehren: Im Herbst verblühen die Blüten der Margeriten und es bilden sich Samenkapseln. Das darin enthaltene Saatgut kannst du sammeln und trocknen, um es im Frühjahr neu auszusäen. Über den Winter solltest du es trocken und dunkel lagern. Viele Margeritenarten – insbesondere die Wiesen-Margeriten – säen sich aber auch selbst aus. 

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