Mariendistel-Tee: So wirkt der Heiltee

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Mariendistel-Tee ist ein traditionelles Heilmittel aus der Pflanzenheilkunde. Der Tee soll sich vor allem positiv auf die Leber auswirken. Was dahinter steckt und wie du den Tee zubereitest, liest du hier.

Die Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler und erreicht eine Höhe von 1,50 Metern. Von Juni bis September bildet die Pflanze lilafarbene, kugelförmige Blüten aus. Die Pflanze hat eine lange Tradition als Heilpflanze. Schon in der Antike wurden ihre Früchte wegen ihren medizinischen Wirkungen geschätzt. Auch ihr Name lässt darauf schließen. Ein Tropfen Muttermilch der heiligen Maria soll während des Stillens des Jesuskinds auf die Blätter der Mariendistel gefallen sein. Diesem Ereignis soll die Pflanze ihre Heilkraft und die charakteristischen weißen Flecken auf den Blättern verdanken.

Im 19. Jahrhundert entdeckte der deutsche Arzt Johann Gottfried Rademacher, dass die Pflanze positiv auf die Leber wirkt. Heute wird die Mariendistel meist als Tee getrunken. Das soll dazu dienen, die Leber zu entgiften. Aber stimmt das wirklich?

So wirkt Mariendistel-Tee

Die Mariendistel wird schon lange für ihre leberunterstützende Wirkung geschätzt.(Foto: CC0 / Pixabay / Sandra_M_H)
Die Mariendistel wird schon lange für ihre leberunterstützende Wirkung geschätzt.

Um die Leber zu entgiften, nutzen viele Mariendistel-Tee. Sylimarin, der Hauptwirkstoff der Heilpflanze, ist aber nur schlecht wasserlöslich. Daher hat Tee anders als oft behauptet keine leberschützende Wirkung. Stattdessen soll Mariendistel-Tee Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Sodbrennen oder Völlegefühl lindern.

Menschen die gegen Korbblütler wie Arnika oder Ringelblume allergisch reagieren sowie schwangere oder stillende Frauen sollten auf Mariendistel verzichten.

So bereitest du Mariendistel-Tee zu

Für Mariendistel-Tee werden die unscheinbaren Früchte der Pflanze verwendet.(Foto: CC0 / Pixabay / vilinapetrova)
Für Mariendistel-Tee werden die unscheinbaren Früchte der Pflanze verwendet.

Für die Zubereitung von Mariendistel-Tee benötigst du die getrockneten Früchte der Pflanze. Diese erhältst du in der Apotheke oder in gut sortierten Reformhäusern.

Für eine Tasse benötigst du etwa einen gestrichenen Esslöffel. Da die Früchte viel Fett enthalten, schmeckt der Tee etwas eigen. Das kannst du ändern, indem du die getrockneten Mariendistel-Früchte mit anderen Teesorten mischst. Ein paar Fenchelsamen können die Verdauung zum Beispiel zusätzlich unterstützen.

So bereitest du Mariendistel-Tee zu:

  1. Zerstoße die Früchte der Pflanze grob mit einem Mörser.
  2. Anschließend gibst du die zerstoßenen Teile in einen Topf und übergießt sie mit etwa 250 Millilitern Wasser.
  3. Koche das Wasser auf und lasse es für etwa zehn bis fünfzehn Minuten schwach köcheln, damit sich die Wirkstoffe lösen können.
  4. Entferne die Pflanzenteile und lass den Tee etwas auskühlen.
  5. Am besten trinkst du Mariendistel-Tee nach dem Essen.

Mariendistel: Diese Wirkstoffe enthält sie

Mariendistel-Tee zu trinken, entgiftet die Leber nicht. Um trotzdem von den Heilwirkungen auf die Leber zu profitieren, könntest du zum Beispiel auf Arzneipräparate mit Mariendistel aus der Apotheke zurückgreifen. Alternativ kannst du die getrockneten Früchte auch mit einem Mörser oder einer Kaffeemühle zerkleinern und dein Essen damit würzen.

Der Hauptwirkstoff der Mariendistel, Silymarin, ist vor allem in den braunen Früchten der Pflanze enthalten.

Daneben enthält die Pflanze folgende Stoffe:

Mariendistel und das enthaltene Sylimarin wurden bereits in diversen Studien untersucht. Diese kamen zu folgenden Ergebnissen:

  • Die Heilpflanze soll oxidativen Stress senken können. In einer Studie nahmen 82 Teilnehmern über 12 Wochen 420 Milligramm Sylimarin ein. Danach waren ihre Werte für oxidativen Stress deutlich gesenkt. Zudem sollen Antioxidantien die Zellerneuerung unterstützen und freie Radikale bekämpfen.
  • Sylimarin soll Studien zufolge die Leberzellen stabilisieren und diese bei der Regeneration unterstützen.
  • Mariendistel und ihr Hauptwirkstoff können Toxine im menschlichen Körper bekämpfen. Auch bestimmte Vergiftungen können mit der Heilpflanze behandelt werden.

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