Melone pflanzen: Alles zu Anbau, Pflege und Ernte

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Wenn du Melonen im eigenen Garten anpflanzt, hast du im Sommer die frischesten Durstlöscher direkt parat. Wie du deine Melonen-Pflanzen pflegst und was du bei der Ernte beachten solltest, erfährst du hier.

Melonen pflanzen

Frischer geht
Frischer geht’s nicht: Melonen aus dem eigenen Garten. (Foto: CC0 / Pixabay / jill111)

Melonen aus dem Supermarkt stammen zum Großteil aus Asien oder warmen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien oder Spanien. Unter bestimmten Bedingungen kannst du sie aber auch im eigenen Garten pflanzen und im Sommer die saftigen Durstlöscher so frisch wie es nur geht genießen.

Melonen sind große Beeren-Früchte, die zur Familie der Kürbisgewächse gehören. Sie werden generell in Wassermelonen und Zuckermelonen unterteilt, obwohl die beiden Sorten nur entfernt miteinander verwandt sind. Melonen-Gewächse sind einjährig und bilden lange, rankende Triebe von mehreren Metern. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die Früchte.

Wassermelonen können ein Gewicht von bis zu 10 Kilogramm erreichen. Zuckermelonen, zu denen die Cantaloupe-Melone, die Netzmelone und die Honigmelone gehören, werden nicht ganz so schwer.

Melonen-Pflanzen brauchen ein warmes Klima zum Wachsen. Daher ist der Freiland-Melonenanbau in Deutschland vor allem in klimatisch milden Gebieten zu empfehlen, wie dem südlichen Rheintal, im Kraichgau oder in der Pfalz. Hobbygärtner in kühleren Gefilden können Melonen im Gewächshaus anbauen.

Melonen pflanzen: Standort und Boden

Damit die Ernte lecker wird, müssen Melonen an einen warmen Standort
Damit die Ernte lecker wird, müssen Melonen an einen warmen Standort (Foto: CC0 / Pixabay / JESHOOTS-com)

Melonen-Pflanzen solltest du bereits im März in der Wohnung vorziehen. Im Freiland kommt es dann auf den passenden Standort an. Melonen sind Starkzehrer, die ursprünglich aus den Tropen kommen. Daher haben sie folgende Ansprüche an einen Standort:

  • warm: Melonen mögen Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad am liebsten. Die Temperatur sollte nicht unter 12 Grad fallen.
  • sonnig
  • windgeschützt
  • viel Platz

Melonen gedeihen am besten auf einem Boden, der

  • locker,
  • wasserdurchlässig,
  • humusreich,
  • und nährstoffreich (magerem Boden kann Kompost untergemischt werden) ist.

Melonen sind einjährig und sollten auch jedes Jahr an einen anderen Standort gesetzt werden.

Melonen vorziehen und pflanzen

Im Gewächshaus fühlen sich Melonen sehr wohl
Im Gewächshaus fühlen sich Melonen sehr wohl (Foto: CC0 / Pixabay / EME)

Der erste Schritt zum Melonenglück im eigenen Garten ist die Vorzucht. Du bekommst qualitativ hochwertige Melonensaat im Gartenfachhandel.

Vorzucht anlegen:

  1. Gib die Samen einzeln in kleine Töpfchen mit Aussaaterde.
  2. Setze sie ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde.
  3. Gieße sie mit lauwarmem Wasser an.
  4. Platziere die Töpfe an einen warmen und hellen Ort, z.B. auf ein Fensterbrett, oder sie kommen ins Gewächshaus. Du solltest aber vermeiden, dass sie in direktem Sonnenlicht stehen.
  5. Idealerweise deckst du die Töpfe mit einem Glas ab. Dieses kannst du nach etwa 10 Tagen entfernen, wenn die Melonenkeimlinge gut sichtbar geworden sind.
  6. Achte darauf, dass die Töpfe immer ausreichend Bodenwärme bekommen: Stelle gegebenenfalls die Heizung unter dem Fensterbrett an oder stelle die Töpfe auf Holzplatten. Die Bodenwärme sollte um die 20 Grad betragen.
  7. Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeide Staunässe.
  8. Dauer: 4 Wochen (Wassermelonen benötigen oft ein bis zwei Wochen länger)

Auspflanzung:

  • Zeitpunkt: Die gezogenen Melonen-Pflanzen sollten erst ins Freiland, wenn der Boden warm genug ist. Das ist meistens Anfang Juni der Fall. Im Gewächshaus können die Setzlinge von Mitte Mai an in die Erde gesetzt werden.
  • Lockere die Erde zwei Wochen vor der Auspflanzung gut durch und füge ihr Kompost hinzu, wenn sie nicht nährstoffreich genug ist.
  • Pflanze die Setzlinge im Abstand von 80 bis 100 Zentimetern. Im Gewächshaus können sie sich platzsparend entfalten, wenn sie Rankgitter oder Schnüre zum Hochwachsen haben.
  • Achte darauf, die empfindlichen Wurzeln beim Auspflanzen nicht zu verletzen.
  • Lege große Pflanzlöcher an und gieße die Setzlinge nach dem Einpflanzen mit lauwarmen Wasser an.
  • Im Gewächshaus solltest du jeden Tag für eine Weile die Fenster öffnen, damit Bienen und andere Insekten zum Bestäuben hereinkommen können.

Melonen pflegen: Gießen, Düngung und Schneiden

Aus den weiblichen Blüten bilden sich die Früchte
Aus den weiblichen Blüten bilden sich die Früchte (Foto: CC0 / Pixabay / PublicDomainPictures)

Gießen und Düngen

Melonen brauchen viel Wasser. Nutze dazu am besten abgestandenes Regenwasser. Achte darauf, die Blätter und Blüten nicht nass zu machen, da Pilzkrankheiten sonst schnell enstehen können. Gieße am besten morgens oder vormittags. Der Boden sollte gut feucht gehalten werden, aber keine Staunässe entstehen.

Die großen Früchte benötigen viel Energie zum Wachsen. Dünge sie wöchentlich ein Mal mit ein wenig organischem Dünger.

Schneiden

Im Juni sollten die Pflanzen entspitzt werden. Das heißt du schneidest die Spitze des Haupttriebs nach dem fünften Blatt ab. Die Seitentriebe entspitzt du nach dem 8. bis 10. Blatt. Durch das Entspitzen bilden sich Verzweigungen, an denen später die weiblichen Blüten wachsen. Im Sommer entfernst du die Blätter bis auf zwei oder drei an diesen Verzweigungen, damit die Pflanze ihre Energie und Nährstoffe in das Wachstum der Früchte stecken kann. Zwicke dann auch die Triebspitzen ab, wenn die Melonen größer werden.

Lasse die Pflanzen im Gewächshaus bis unter das Dach hochranken, und entferne alle Seitentriebe bis auf eine Höhe von 80 Zentimeter. Belasse an jeder Pflanze maximal fünf Früchte, damit diese gut gedeihen.

Pflege

Wenn die ersten Melonenfrüchte erkennbar werden und wachsen, lege sie auf Holzplatten oder Stroh, damit ihre Liegefläche nicht fault. Jäte regelmäßig Unkraut, sodass die Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren kann.

Melonen ernten: Fruchtreife erkennen und Melonen lagern

Bei der Netzmelone erkennst du die Fruchtreife an dem ausgeprägten Netzmuster.
Bei der Netzmelone erkennst du die Fruchtreife an dem ausgeprägten Netzmuster. (Foto: CC0 / Pixabay / JamesDeMers)

Fruchtreife erkennen

Melonen werden je nach Sorte unterschiedlich reif, die meisten ab Ende Juli oder Anfang August. Du erkennst, ob sie reif sind daran:

  • dass die Blätter anfangen zu welken
  • die Früchte ihr typisches Aroma verbreiten
  • am Ton: Wenn du mit den Fingerknöcheln an eine Wassermelone klopfst, sollte ein dumpfer und hohler Ton hörbar sein.
  • Zuckermelonen bilden bei Fruchtreife oftmals einen kreisförmigen Riss um den Stielansatz aus.

Trenne die reifen Früchte am Stiel mit einem scharfen Messer ab. Der Stängel sollte an der Melone verbleiben, dadurch bleiben die Früchte länger haltbar.

Lagern

  • Wassermelonen: Lagerung bei sieben bis zehn Grad Celsius für bis zu vier Wochen, aber nicht im Kühlschrank.
  • Netzmelonen: Lagerung bei sieben bis zehn Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit für bis zu einem Monat.
  • Cantaloupe-Melonen: nicht sehr lange haltbar, iss sie schnell

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