Kürbis anpflanzen: Anbau, Pflege und Ernte – so geht’s

Foto: CC0 / Pixabay / AllNikArt / Hans

Kürbisse anzupflanzen ist nicht schwer. Wir erklären dir, wie du die vielseitige Pflanze anbauen kannst und worauf du bei Pflege und Ernte achten musst.

Der Kürbis ist eine Nutzpflanze, die vermutlich seit mehr als 10.000 Jahren angebaut wird. Es gibt unzählige verschiedene Kürbissorten und entsprechend vielfältig lässt sich die Ernte verwerten. Auch ungeübte Gärtnerinnen und Gärtner können Kürbis problemlos anpflanzen.

Erntezeit für den Kürbis ist im Herbst. Für eine reiche Ernte solltest du jedoch frühzeitig anfangen zu planen. Neben der Sorte musst du vor allem den richtigen Standort auswählen. Möchtest du deine Kürbispflanzen selber aus Samen ziehen, solltest du mit diesen Überlegungen spätestens im Frühjahr fertig sein.

Kürbis anpflanzen: Welche Sorte soll es sein?

Der Kürbis ist eine uralte Nutzpflanze mit einer großen Sortenvielfalt
Der Kürbis ist eine uralte Nutzpflanze mit einer großen Sortenvielfalt
(Foto: CC0 / Pixabay / minka2507)

Welche Sorte du anpflanzen möchtest, ist im wahrsten Sinne Geschmackssache. Unterscheiden solltest du zuerst einmal zwischen:

  1. Zierkürbissen und
  2. Speisekürbissen

Zierkürbisse sind nicht essbar und auch die Speisekürbisse unterschieden sich in Geschmack und Verwendung. Ölkürbisse zum Beispiel werden ausschließlich wegen der Kürbiskerne angebaut. Das Fruchtfleisch ist zwar essbar, schmeckt aber nicht gut. Geschmacklich gute Kürbissorten sind zum Beispiel:

Vorgezogene Jungpflanzen bekommst du in jedem Gartencenter. Dort gibt es oft allerdings nur wenige Sorten. Deutlich mehr Möglichkeiten hast du, wenn du deine Kürbis-Pflanzen selber vorziehst.

Tipp: In vielen Städten gibt es im Frühjahr Tauschbörsen für Saatgut und Jungpflanzen. Hier findest du deutlich mehr Sorten.

Kürbis anpflanzen: Standortwahl und Pflanzung deiner Kürbisse

Bevor du den Kürbis säst oder pflanzt, solltest du den Boden gut vorbereiten.
Bevor du den Kürbis säst oder pflanzt, solltest du den Boden gut vorbereiten.
(Foto: CC0 / Pixabay / AllNikArt)

Hast du dich für eine oder vielleicht auch mehrere Sorten entschieden, kommt die nächste Entscheidung: Wo pflanzt du deine Kürbisse hin?

Bei allem Enthusiasmus und Kürbisliebe solltest du bedenken, dass die meisten Kürbispflanzen viel Platz brauchen. Wieviel Platz genau, hängt von der Sorte ab. Eine Fläche von zwei mal ein Meter solltest du mindestens einplanen – andere Sorten benötigen sogar deutlich mehr Platz.

Neben dem Platzbedarf solltest du noch weitere Ansprüche der Kürbispflanzen berücksichtigen. Um Kürbisse anzupflanzen, solltest du die folgenden Kriterien für den Standort in deinem Garten beachten:

  • Er sollte warm sein.
  • Er sollte nährstoffreich sein.
  • Der Boden sollte gleichmäßig feucht bleiben.

Ein guter Standort ist z. B. am Fuße eines Komposthaufens. Hier werden die Pflanzen gleichmäßig mit vielen Nährstoffen versorgt. Lässt du die Pflanze über den Komposthaufen wachsen, spendet sie diesem außerdem Schatten. Hier spielt meistens auch der Platzbedarf keine Rolle.

  • Im Beet solltest du den Boden vorm Pflanzen gut lockern und mit etwa vier Liter Komposterde pro Quadratmeter düngen.
  • Weil Kürbisse Wärme brauchen, solltest du sie erst nach dem letzten Frost ins Beet setzen. Das ist je nach Region etwa ab Mitte Mai nach den „Eisheiligen“ der Fall.

Pflege und Ernte von selbst gepflanzten Kürbissen

Große Kürbisse klingen hohl, wenn sie reif sind.
Große Kürbisse klingen hohl, wenn sie reif sind.
(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Wenn du deine Kürbisse erfolgreich gepflanzt hast, musst du sie pflegen: Die Pflege deiner Jungpflanzen besteht darin, dass du sie bei letzten Kälteeinbrüchen vor der Kälte und vor Schnecken schützt. Droht in den letzten Maitagen noch ein Kälteeinbruch, solltest du die jungen Kürbispflanzen schützen. Du kannst sie zum Beispiel mit einem Vlies abdecken. Kürbis-Jungpflanzen sind außerdem bei Schnecken sehr beliebt. Gegebenenfalls solltest du die Pflanzen auch davor schützen.

Haben deine Kürbispflanzen die ersten Wochen gut überstanden, stellen Kälte und Schnecken keine Gefahr mehr dar. Sie brauchen dann nur noch wenig Pflege:

  • Anfangs solltest du Beikräuter entfernen.
  • Gieße deine Pflanzen regelmäßig.
  • Eine Mulchdecke schützt den Boden vor Austrocknung und hält den Boden gleichmäßig feucht – perfekt für deine Kürbisse.
  • In regelmäßigen Abständen solltest du zum Beispiel mit etwas Brennnesseljauche düngen – übertreib es aber nicht. Auch wenn Kürbisse reichlich Nährstoffe benötigen, ist der Bedarf nicht so hoch wie zum Beispiel bei Kohlpflanzen.

Etwa im Spätsommer bis in den Herbst werden deine Kürbisse reif. Das erkennst du am besten am Stiel: Der Stängel wird trocken und holzig. Außerdem bildet er oft eine netzartige Struktur. Bei großen Kürbisarten kannst du auch die Klopfprobe machen. Klingt er hohl, kannst du den Kürbis ernten. Dazu schneidest du einfach den Stiel mit einem Messer oder einer Gartenschere ab. Alle Kürbisse musst du vor dem ersten Nachtfrost ernten.

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