MOOT: Upcycling-Shirts aus aussortierter Bettwäsche

Foto: MOOT

Wie ein bestelltes MOOT-Shirt aussieht, ist immer eine Überraschung, denn: Die T-Shirts werden aus aussortierten, eingefärbten Textilspenden gefertigt – fair und ökologisch in Deutschland.

Große Fast-Fashion-Ketten haben in den vergangenen Jahren immer wieder damit Schlagzeilen gemacht, dass sie unverkaufte Kleidung verbrennen.

Diesen Trend kehren die beiden Gründer Nils und Michael um: Für ihr Modelabel MOOT fertigen sie neue T-Shirts aus Bettwäsche, die niemand mehr haben will. Daher auch der Name: MOOT steht für „made out of trash”.

Von der Bettwäsche zum T-Shirt

Bei der Bettwäsche handelt es sich unter anderem um aussortierte Textilspenden der Stadtmission Berlin. In einer Färberei in Marburg werden die Jersey-Bettwäschen dann dunkel gefärbt, entsprechend der Richtlinien von IVN-Best und Öko-Tex Standard 100.

Durch die Färbung sollen die Shirts zum einen weitestgehend einheitlich werden. Zum anderen, so erklärt das Label auf der Website, kennen wir ja alle Omas Bettwäsche. „Die Farben und abgebildeten Motive sind nicht jedermanns und -frau Sache.“ Aus besonders hübsch gemusterten Stoffen soll aber bald eine eigene Kollektion entstehen, erklärt Gründer Nils gegenüber Utopia.

Die gefärbten Stoffe werden unter fairen Bedingungen in Berlin vernäht. Dabei arbeitet MOOT unter anderem mit dem USE zusammen, einer sozialen Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Insgesamt legt ein MOOT-Shirt den Herstellern zufolge nur etwa 800 Kilometer zurück, bis es versandfertig ist. Das ist eine sehr kurze Strecke, wenn man sie mit Fast-Fashion-Marken vergleicht, die aus Kostengründen im globalen Süden produzieren lassen.

MOOT-Shirts: Einzelstücke aus Berlin

Die fertigen MOOT-Shirts bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle. Es gibt sie in „unifarben“ und „gemustert“, jeweils in drei Größen. Die Form ist immer gleich, der Stoff aber nie. Bei gemusterten Modellen schimmert zum Beispiel das ursprüngliche Muster des Bettbezugs durch – manchmal mehr, manchmal weniger. Welches Muster Kund*innen erhalten, entscheidet der Zufall.

Die Shirts kosten alle 49 Euro. Wie sich der Preis zusammensetzt, schlüsselt das Label auf der Website auf. Die Gewinnmargen von 49 Prozent dienen vor allem dazu, laufende Kosten zu decken, Lohn zahlen sich die beiden Gründer nach eigenen Aussagen derzeit nicht aus.

Utopia meint: MOOT ist nicht die erste Marke, die alte Textilien zu neuer Mode upcycelt. Auch sind die verwendeten Stoffe per se nicht nachhaltig. Aber durch den Upcyclingprozess erhält Bettwäsche ein neues Leben und spart die CO2-Emissionen ein, die für ein neues T-Shirt entstehen würden. Dazu achtes das Label auf eine möglichst nachhaltige und faire Produktion.

Hier gelangst du zum Shop für MOOT-Shirts.

Du willst MOOT unterstützen? Hier gelangst du zu einem Crowdfunding, mit dem das Label die Kollektion erweitern und einen eigenen Shop in Berlin errichten will.

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