Nähen lernen: Hilfreiche Tipps für Anfänger

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Nähen lernen ist einfacher als du denkst! Ganz schnell kannst du mit Nadel oder Nähmaschine umgehen oder einen Knopf annähen. So rettest du kaputte Lieblingskleider und nähst bald schöne Accessoires für dich und deine Lieben!

Nähen lernen – warum?

Lerne nähen und flicke deine Kleidung selbst.
Lerne nähen und flicke deine Kleidung selbst. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Nähen ist ein schönes Hobby. Beim Nähen bist du kreativ und erzielst schnell schöne Erfolge. Außerdem schützt du jedes Mal die Umwelt, wenn du eine Hose oder ein T-Shirt reparierst, anstatt es wegzuwerfen.

Du hast eine tolle Hose im Secondhand-Laden gefunden, aber leider nicht in deiner Größe? Kein Problem! Lies hier, wie du sie ganz einfach kürzt. Beim Lieblingshemd fehlt ein Knopf? In weniger als 5 Minuten ist der Knopf wieder angenäht und auch ein Reißverschluss ist mit den richtigen Tricks schnell repariert.

Wenn du nähen kannst, kannst du dich dem Fast-Fashion-Trend entziehen und dich trotzdem modisch kleiden – ganz individuell und nachhaltig.

Nähen lernen – Tipps für Anfänger

Viele Nähutensilien werden nur selten genutzt und eigen sich gut zum Teilen oder Verleihen.
Viele Nähutensilien werden nur selten genutzt und eigen sich gut zum Teilen oder Verleihen. (Foto: CC0 / Pixabay / domeckopol)
  • Nähmaschine: Entscheide zunächst, ob du mit der Hand oder mit der Nähmaschine nähen möchtest. Leihe dir eine Nähmaschine aus. Für den Anfang ist es sinnvoll, auch das Zubehör auszuleihen, um herauszufinden, ob nähen dir Spaß macht und sich die Investition lohnt. Da die meisten Menschen nicht allzu oft nähen, lohnt es sich eine hochwertige Nähmaschine zusammen mit Freunden anzuschaffen und zu teilen.
  • Stoff und Garn: Je nachdem was du nähen möchtest, brauchst du einen anderen Stoff. Für den Anfang eignen sich Stoffe, die nicht zu fest und wenig dehnbar sind. Naturmaterialien wie Bio-Baumwolle oder Hanf haben gute ökologische Eigenschaften. Verwende Garn, das farblich zu deinem Stoff passt.
  • Nähprojekte für Anfänger: Gut geeignet für Anfänger sind Nähprojekte, die du ohne komplizierte Stiche und Spezialwissen anfertigen kannst. Nützlich und einfach zu nähen sind Nikolaussäckchen aus Jute und Körnerkissen. Als erste Kleidungsstücke zum Selbstnähen eignen sich Röcke, da sie relativ unkompliziert sind.

Nähen lernen – wie und wo?

Mit etwas Unterstützung lernst du nähen ganz leicht.
Mit etwas Unterstützung lernst du nähen ganz leicht. (Foto: CC0 / Pixabay / mundini-webdesign)

Besonders leicht lernst du nähen, wenn dich jemand mit Näherfahrung unterstützt. Frag im Bekanntenkreis nach, wer nähen kann und lass dir die ersten Schritte zeigen. Sobald du die Basics beherrschst, kannst du einfache Schnitte wie Turnbeutel oder Kissen selbst nähen. Mit etwas Übung wagst du dich dann an kompliziertere Arbeiten. In Handarbeitsfragen sind Omas oft eine gute Anlaufstelle: Sie geben ihr praktisches Wissen gerne an die jüngere Generation weiter.

Achtung: Auch wenn vermutlich deine Oma Opas Socken stopft, ist Nähen eine Fähigkeit die heute Männern und Frauen gleichermaßen Spaß macht.

Nähkurse für Anfänger und Fortgeschrittene gibt es in den meisten Städten an der Volkshochschule. Außerdem gibt es in einigen Städten Nähschulen oder Kreativ-Werkstätten, die entsprechende Workshops anbieten. In Fachgeschäften für Näh- und Bastelbedarf gibt es Informationen zu entsprechenden Angeboten in deiner Nähe.

Nähen lernen – wichtiges Grundwissen

Nähen lernen ist einfach.
Nähen lernen ist einfach. (Foto: CC0 / Pixabay / Gadini)

Je nachdem, ob du ein einfaches Kissen nähst oder ein aufwändiges Oberteil, sind unterschiedliche Kenntnisse und Fähigkeiten nötig. Folgende Kenntnisse gelten jedoch als Grundkenntnisse:

  • Nahtzugabe: Wenn du ein Schnittmuster auf den Stoff überträgst, gibst du eine Nahtzugabe von ca. 1 – 2 cm hinzu. Das heißt, dass der Stoff um diesen Betrag größer ausgeschnitten werden muss, als das fertige Teil groß sein soll. So sitzt die Naht sicher und reißt nicht aus.
  • Rechts auf rechts: Damit die Nahtzugabe und die Naht selbst unsichtbar werden, nähst du immer rechts auf rechts. Die rechte Seite des Stoffs ist die „schöne“ Seite, also diejenige, die du am Ende außen sehen möchtest. Lege die Stoffteile zum Nähen so aufeinander, dass die rechten Seiten innen liegen.
  • Waschen und bügeln: Wasche deinen Stoff bevor du das Schnittmuster überträgst. So verhinderst du, dass deine Näharbeit beim ersten Waschen einläuft und unbrauchbar wird. Bügel den Stoff nach jeder Naht, sodass du schön gerade weiterarbeiten kannst.
  • Steppen und Zickzack: Der Steppstich ist der ganz einfache gerade Stich, mit dem du die meisten einfachen Nähprojekte nähst. Den Zickzack-Stich kannst du für Stretch-Stoffe verwenden, da er dehnbar ist.

Nähen lernen – welche Stoffe?

Mit schönem Stoff macht das Nähen viel Spaß.
Mit schönem Stoff macht das Nähen viel Spaß. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

In Stoffläden bekommst du gute Beratung und sämtliche Utensilien, die du gebrauchen könntest. Hier können sie dir sagen, welcher Stoff für dein geplantes Nähprojekt geeignet ist. Frage nach Stoffen aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, da diese die Umwelt weniger belasten. Berücksichtige, dass Jeans und sehr dehnbare Stoffe am Anfang etwas schwerer zu nähen sind.

Secondhand-Möbelläden haben oft eine Auswahl Stoffen und Nähutensilien. Auch Freunde und Familie geben Stoffe und Nähutensilien aus früheren Nähprojekten gerne weiter. Mit etwas Glück wirst du auch auf dem Flohmarkt fündig.

Zuletzt sind auch Second-Hand-Läden für Bekleidung eine gute Anlaufstelle für Stoffe. Schau dich nach Kleidungsstücken in Farben und aus Stoffen um, die dir gefallen und überlege, was du daraus nähen könntest. Insbesondere Kleidungstücke in großen Größen bieten viel Stoff, um kreativ zu werden.

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