Neuseeländer Spinat: So pflanzt und nutzt du ihn

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Neuseeländer Spinat kannst du leicht im eigenen Garten anpflanzen und die zarten Blätter für verschiedene Gerichte nutzen. Hier erfährst du, was du bei Anbau, Pflege und Ernte beachten solltest.

Neuseeländer Spinat pflanzen: So geht’s

Neuseeländer Spinat ist ursprünglich in Süd- und Westaustralien, Neuseeland und Tasmanien beheimatet. Später wurde die krautige Pflanze in Japan und Südamerika angepflanzt. Ende des 18. Jahrhunderts kam sie schließlich nach Europa. Auch wenn sie dem europäischen Spinat optisch leicht ähnelt, ist sie nicht mit ihm verwandt, sondern gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie.

Willst du Neuseeländer Spinat selbst anbauen, solltest du folgende Hinweise beachten:

  • Entsprechend seiner Herkunft braucht Neuseeländer Spinat einen sonnigen und warmen Standort. Geeignete Nachbarpflanzen sind Blumenkohl, Tomaten und Salatsorten.
  • Die Erde sollte nährsoff- und humusreich, sowie stets leicht feucht sein.

So pflanzt du Neuseeländer Spinat an:

  1. Für die Aussaat kannst du die Samen des Spinats ab Mitte März vorziehen. Dafür gibst du die Samen mit etwas warmem Wasser in eine Schüssel und lässt sie etwa einen Tag lang quellen.
  2. Fülle dann Blumentöpfe mit einem Durchmesser von etwa acht Zentimetern mit etwas Erde. Pro Topf säst du dann zwei bis drei Samen.
  3. Achte darauf, dass die Umgebungstemperatur immer ungefähr bei 20 Grad Celsius liegt und die Erde gut feucht ist. Ist das der Fall, sollten die Samen nach spätestens sechs Wochen anfangen zu keimen.
  4. Kappe die Spitzen der Triebe und stelle die Pflänzchen in einen Raum mit einer Temperatur von 14 bis 16 Grad Celsius.
  5. Nach den Eisheiligen kannst du die jungen Pflanzen schließlich ins Beet umpflanzen. Für eine Startdüngung kannst du die Erde mit etwas Kompost anreichern und sie anschließend gut auflockern.
  6. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte etwa ein Abstand von 50 bis 80 Zentimetern herrschen.

Neuseeländer Spinat: Pflege

Neuseeländer Spinat solltest du regelmäßig gießen und düngen, um später von einer reichen Ernte profitieren zu können.
Neuseeländer Spinat solltest du regelmäßig gießen und düngen, um später von einer reichen Ernte profitieren zu können.
(Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter)

Damit du später eine ertragreiche Ernte hast, solltest du Neuseeländer Spinat gut pflegen. Folgende Tipps können dir dabei helfen:

  • Gieße die Pflanzen regelmäßig mit ausreichend Wasser. Die Erde sollte stets mäßig feucht bis feucht sein.
  • Da die Pflanze einen nährstoffreichen Boden benötigt, ist es ratsam Neuseeländer Spinat regelmäßig zu düngen. Dafür kannst du die Erde zum Beispiel mit Kompost anreichern oder einen anderen organischen Dünger verwenden. Wie du biologisch abbaubaren Dünger ganz einfach selbst herstellt, zeigen wir dir hier: Dünger für Pflanzen: Ganz natürlich selber machen
  • Jäte regelmäßig Unkraut und lockere dabei den Boden gut auf. Kompakte Erde und störende andere Pflanzen können sonst das Wachstum des Spinat beeinträchtigen.
  • Wenn du die Triebspitzen regelmäßig kappst, wachsen mehr Blätter, sodass die Ernte reicher ausfällt.

Neuseeländer Spinat: Ernte und Vermehrung

Ein Vorteil von Neuseeländer Spinat ist, dass er bei warmen Temperaturen nicht so rasch wächst wie heimischer Spinat. Das hat zur Folge, dass du ihn länger in konstanten Mengen ernten kannst. So kannst du die frischen Blätter von Juli bis zum ersten Frost ernten.

Da Neuseeländer Spinat eine einjährige Pflanze ist, übersteht sie den Winter nicht. In der Regel vermehrt sie sich jedoch von selbst und wächst im nächsten Frühjahr wieder. Ist dies nicht der Fall, kannst du die Samen abknipsen, sobald sie eine leicht bräunliche Farbe haben und sich leicht lösen lassen. Im Frühjahr säst du die Samen dann wie oben beschrieben.

Lagerst du die Samen an einem dunklen und kühlen Ort kannst du sie bis zu fünf Jahre lang aufbewahren und zu einem späteren Zeitpunkt erneut säen.

So verwendest du Neuseeländer Spinat

Der exotische Spinat eignet sich z.B. für Smoothies und Salate.
Der exotische Spinat eignet sich z.B. für Smoothies und Salate.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Da Neuseeländer Spinat vor allem flach in die Breite wächst, kannst du ihn im Beet gut als Bodendecker pflanzen. Säe ihn zum Beispiel unter höher wachsende Pflanzen wie Tomaten.

Die hellgrünen, fleischigen Blätter kannst du ernten und zum Verzehr verwenden. Sie ähneln den heimischen Spinatblättern in Aussehen, Konsistenz und Geschmack. Daher kannst du sie wie heimischen Spinat verwenden:

  • Roh eignen sich die Blätter als Grundlage für schnelle Salate oder als Zutat für grüne Smoothies.
  • Blanchiert oder kurz gedünstet ist Neuseeländer Spinat eine nährstoffreiche Gemüsebeilage.
  • Mit etwas (pflanzlicher) Sahne kannst du die exotische Pflanze auch für ein Rahmspinat-Rezept verwenden oder aus ihr eine Spinatsoße für Pasta- und Reisgerichte kreieren.

Damit sich die geernteten Blätter möglichst lang halten, wickelst du sie am besten in ein feuchtes Küchentuch und lagerst sie im Kühlschrank. Alternativ kannst du die Blätter kurz blanchieren und dann einfrieren.

Beachte: Wie auch heimischer Spinat enthält Neusseeländer Spinat in der Regel relativ hohe Mengen an Oxalsäure. Wenn du das Gemüse in Maßen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verzehrst, ist das kein Problem. Nimmst du jedoch konstant viele Lebensmittel mit hohem Oxalsäuregehalt zu dir, kann sich dies negativ auf deine Nieren auswirken. Mehr Informationen zu diesem Thema bekommst du hier: Oxalsäure: Wo sie steckt und wann sie bedenklich ist

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