Next Economy Award 2018: Das sind die Nominierten

Foto: Next Academy Award

Der Next Economy Award ist Deutschlands größte Auszeichnung für grüne Gründer. Im Finale stehen neun Nominierte für den Nachhaltigkeitspreis und wir stellen sie dir vor.

Was ist der Next Economy Award?

Seit 2015 werden grüne Startups mit dem Next Ecomony Award prämiert, verliehen durch die  Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.. Der Next Economy Award richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die einen Beitrag zur Lösung von sozialen und ökologischen Problemen leisten wollen und dabei beweisen, dass eine wirtschaftliche Erfolgsperspektive Mensch und Umwelt nicht aus dem Blick verlieren muss.

Jetzt stehen die Finalisten im Rennen um den Next Economy Award fest. Aus 178 Bewerbungen wurden die neun nachhaltigsten und innovativsten Unternehmen in drei Kategorien „Change“, „People“ und „Ressources“ für das Finale nominiert. Am 7. Dezember 2018 wird der Next Economy Award für grüne Gründer im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises vergeben. Wir stellen dir die Final-Startups und ihre Ideen vor.

Kategorie „Change“: Das sind die Nominierten

EntoNative hat die Chance auf den Next Economy Award
EntoNative hat die Chance auf den Next Economy Award (Foto: EntoNative)

EntoNative

EntoNative entwickelt und vertreibt Hundesnacks aus essbaren Insekten. Dabei verfolgt das Startup ein nachhaltiges Gesamtkonzept: Die Snacks bestehen aus essbaren Mehlwürmern, die aus eigener, ressourcenschonender Aufzucht kommen. Mehlwürmer statt Fleisch als Basis für Tiernahrung benötigen weniger Wasser, Futter und Fläche. EntoNative hat es sich zum Ziel gesetzt, bisherige Fleischlieferanten abzulösen und damit einen Beitrag zur Reduktion der Fleischproduktion und der Treibhausgasemission zu leisten.

Intrapore

Sauberes Grundwasser ist lebensnotwendig. Doch Umweltverschmutzung und globale Erwärmung gefährden die Verfügbarkeit von sauberem Wasser immer mehr. Das Startup Intrapore hat sich daher auf die Sanierung von kontaminiertem Grundwasser spezialisiert und ein innovatives Verfahren entwickelt, mit dem Schadstoffe aus Boden und Grundwasser beseitigt werden können. So soll weltweit der Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessert werden.

NUMAFERM

Das Unternehmen NUMAFERM hat ein kostengünstiges Bioverfahren zur Herstellung von Peptidwirkstoffen entwickelt. Peptide werden als Wirkstoffe in pharmazeutischen Produkten und in Kosmetik und Nahrungsmitteln eingesetzt. Die herkömmliche Herstellung dieser Peptidwirkstoffe ist jedoch teuer und umweltschädlich. Außerdem können sich viele Menschen – insbesondere in ärmeren Ländern – die damit hergestellten Medikamente nicht leisten. NUMAFERM produziert die Peptide hingegen auf eine ökologische, nachhaltige und kosteneffiziente Weise, sodass die Umwelt weniger geschädigt wird und mehr Menschen Zugang zu günstigeren Medikamenten haben.

Kategorie „People“: Das sind die Nominierten

In der Kategorie "People" steht unter anderem die Social-Bee gGbmH im Finale
In der Kategorie „People“ steht unter anderem die Social-Bee gGbmH im Finale (Foto: Social-Bee)

Gemeinnützige CLIMB GmbH

Die gemeinnützige CLIMB GmbH veranstaltet Lernferien für Grundschulkinder aus einkommensschwachen Familien und für junge Erwachsene. Das Sozialunternehmen will mit Lernferien den Blick von Kindern und jungen Erwachsenen auf die eigenen Stärken lenken und bei ihnen Lust aufs Lernen wecken. Damit soll ein Fundament für langfristige Bildungserfolge geschaffen werden.

Social-Bee gGmbH

Die Social-Bee gGmbH möchte die Gesellschaft bunter und vielfältiger machen und zeigen, dass Integration leicht gelingen kann und ein Mehrwert für Geflüchtete und die Gesellschaft ist. Social-Bee ist ein professioneller Integrationsdienstleister, der das Zeitarbeitsmodell sozial umgestaltet. Das Startup übernimmt das Festanstellungsrisiko für Unternehmen und unterstützt seine Beschäftigten mit Qualifizierungsangeboten, Sprachkursen und fachlichen Weiterbildungen.

Digital Career Institute gGmbh

Das Digital Career Institute bildet Geflüchtete und andere Migranten schnell und doch umfassend in Mangelberufen aus, die gut bezahlt sind und dennoch rasch erlernt werden können. Dieses Konzept kommt vielen Menschen zugute, die nicht länger Teil des Fürsorgesystems sein und für sich selbst sorgen möchten. Der Fokus liegt hierbei auf der Digitalwirtschaft, weil hier häufig auf Englisch gearbeitet wird.

Kategorie „Resources“: Das sind die Nominierten

Im Rennen um den Next Economy Award ist unter anderem SIRPLUS
Im Rennen um den Next Economy Award ist unter anderem SIRPLUS (Foto: SIRPLUS)

BIO-Lutions GmbH

Eines unserer drängendsten Umweltprobleme sind die großen Massen an Plastikmüll. Insbesondere Einweg-Plastik (z.B. Verpackungen) ist allgegenwärtig. Das Hamburger Startup BIO-LUTIONS geht einen anderen Weg und hat sich zum Ziel gesetzt, die herkömmlichen Verpackungsmaterialien langfristig zu ersetzen und die Flut an Plastikmüll einzudämmen. Daher produziert BIO-LUTIONS Verpackungsmaterialien und Einweggeschirr aus Agrarresten. Für die kostengünstige Herstellung sind keine chemischen Prozesse notwendig und die Verpackungen sind kompostierbar.

SIRPLUS UG

Jährlich schmeißen die Deutschen 18 Millionen Tonnen essbare Lebensmittel weg. SIRPLUS setzt ein Zeichen gegen diese Lebensmittel-Verschwendung. Das Unternehmen verkauft überschüssige Lebensmittel, die andernorts aussortiert wurden. Dies passiert, weil etwa das Haltbarkeitsdatum überschritten wurde oder die Produkte nicht der Norm entsprechen. Zudem betreibt das Startup Aufklärungsarbeit und informiert mit Workshops an Schulen und in Unternehmen über einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln.

SHIFT GmbH

Die meisten Smartphones haben keine besonders lange Lebensdauer. Der Grund: Einfache Reparaturen, wie der Austausch von kaputten Teilen oder ausgedienten Akkus, lassen sich meistens nicht vornehmen. Ein neues Handy muss also her. Doch für die Herstellung sind viele Konfliktmineralien wie Lithium, Zinn, Gold und Tantal nötig sowie ein enormer Energieaufwand. Die Shift GmbH produziert und vertreibt hingegen Smartphones, die auf einem Modul-Prinzip basieren: Das Smartphone lässt sich jederzeit öffnen und Module können leicht repariert oder ausgestauscht werden. So erhöht sich die Lebensdauer des Smartphones. Außerdem betreibt das Startup eine eigene kleine Fertigung in China, um faire Arbeitsbedingungen garantieren zu können und arbeitet daran, seinen Recyclingprozess zu optimieren.

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