Nudeln abschrecken: Warum du es nicht tun solltest

Nudeln abschrecken
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Ob man nach dem Kochen die Nudeln abschrecken sollte, ist eine umstrittene Frage. Wir erklären dir, warum du es nicht tun solltest und und welche Ausnahmen es gibt.

Die Nudeln nach dem Kochen abzuschrecken ist eine gängige Praxis. Dabei ist das Abspülen umstritten und vor allem Nudelliebhaber:innen sehen es weniger gerne.

Für den optimalen Geschmack ist die richtige Zubereitung von Pasta ausschlaggebend. Beim Kochen von Nudeln solltest du einige Dinge beachten:

  1. Wähle einen großen Topf.
  2. Warte, bis das Wasser unter geschlossenem Deckel kocht.
  3. Gib Salz zum kochenden Wasser und die Nudeln hinzu.
  4. lasse den Deckel weg, sobald die Nudeln drin sind.
  5. Rühre die Nudeln gelegentlich um, damit sie nicht am Topfboden und aneinander festkleben.
  6. Passe den Garzeitpunkt je nach Geschmack (al dente oder durch) ab.
  7. Gieße die Nudeln durch ein Sieb.

Auf das Abschrecken solltest du in den meisten Fällen jedoch verzichten.

Das steckt hinter dem Abschrecken

Wer Nudeln abschreckt, möchte meist verhindern, dass sie verklumpen.
Wer Nudeln abschreckt, möchte meist verhindern, dass sie verklumpen. (Foto: CC0 / Pixabay / islandworks)

Die Nudeln abzuschrecken bedeutet, sie nach dem Kochen in einem Sieb mit kaltem Wasser abzuspülen. Das wird aus zwei Gründen praktiziert:

  1. Die Nudeln sollen durch das Abschrecken weniger verklumpen und zusammenkleben.
  2. Das kalte Wasser stoppt den Kochvorgang und die Nudeln werden nicht matschig.

Diese Feststellungen sind nicht falsch. Allerdings beeinträchtigt das Abschrecken den Geschmack der Pasta und minimiert somit die Qualität des fertigen Gerichtes. Es ist deshalb besser, die Nudeln nicht abzuschrecken und stattdessen auf andere Tricks zurückzugreifen, damit die Nudeln ihre ideale Konsistenz behalten.

Nudeln abschrecken: Warum du es nicht tun solltest

Beim Kochen bildet sich ein Stärkefilm auf den Nudeln, den du durch das Abschrecken abwäschst.
Beim Kochen bildet sich ein Stärkefilm auf den Nudeln, den du durch das Abschrecken abwäschst. (Foto: CC0 / Pixabay / rkit)

Wenn du die Nudeln abschreckst, dann veränderst du die Oberfläche und somit den Geschmack der Pasta. Beim Kochen bildet die Pasta einen Stärkefilm. Diese klebrige Schicht sorgt dafür, dass die Pasta cremiger schmeckt und sich besser mit der Soße verbindet.

Aus folgenden Gründen solltest du Pasta nicht abschrecken:

  • Beim Abschrecken der Nudeln spülst du die Stärke ab. Dadurch bleibt die Soße schlechter an den Nudeln haften.
  • Die Pasta ist nicht mehr so cremig.
  • Der Geschmack lässt nach, weil du das Salz abwäschst.
  • Die Pasta kühlt schneller aus.

Nudeln, die du nicht abgeschreckst, kleben durch die Stärke zwar aneinander – allerdings kannst du anderweitig vermeiden, dass sie verklumpen. Mit diesen beiden Tricks bleibt die Pasta warm und cremig, ganz ohne zusammenzukleben:

  1. Hebe einen Teil des Kochwassers auf. Schwenke die Nudeln vor dem Servieren noch einmal kurz darin. So lösen sie sich wieder voneinander.
  2. Mache es wie die Italiener:innen: Vermenge die abgegossenen Nudeln direkt mit der Soße. So können sie nicht miteinander verkleben.

Die Ausnahme: Kalte Speisen

Für die Zubereitung von kalten Speisen wie Nudelsalat solltest du die Nudeln abschrecken.
Für die Zubereitung von kalten Speisen wie Nudelsalat solltest du die Nudeln abschrecken. (Foto: CC0 / Pixabay / Lebemaja)

Es gibt eine Ausnahme, bei der Nudeln abzuschrecken sinnvoll ist: Nudeln für kalte Speisen – zum Beispiel Nudelsalat – solltest du nach dem Kochen mit kaltem Wasser abspülen. So bleiben sie bissfest und kleben weniger im Salat. Außerdem kühlen sie schnell ab und du kannst sie direkt weiterverarbeiten.

Rezepte, bei denen du die Nudeln abschrecken solltest, sind zum Beispiel ein vegetarischer Nudelsalat, veganer Nudelsalat oder der Mediterrane Nudelsalat. Auch bei asiatischem Glasnudelsalat oder dem griechischen Kritharaki-Nudelsalat solltest du die Nudeln nach dem Kochen abschrecken.

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