Padouk: Diese Eigenschaften hat das afrikanische Korallenholz

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Padouk ist als edles und robustes Tropenholz beliebt. Mehr zu seinen Merkmalen, Verwendung und ökologischen Nachteilen erfährst du in diesem Artikel.

Als Padouk bezeichnet man verschiedene Arten von Tropenhölzern, von denen der Großteil aus Afrika stammt. Nur einige wenige kommen aus Süd- und Mittelamerika. Die beliebteste und bedeutendste Padouk-Art ist auch unter dem Namen „Afrikanisches Korallenholz“ bekannt und stammt aus den tropischen Gebieten Westafrikas.

  • Besonders charakteristisch ist die rötlich-violette Färbung des Kernholzes und die glatte, schimmernde Oberfläche, die mit Farbstreifen versehen ist. Das Splintholz ist deutlich heller und teilweise sogar weißlich gefärbt. In der Regel dunkelt Padouk später nach und nimmt eine etwas bräunlichere Farbe an.
  • Das afrikanische Korallenholz ist relativ hart, fest, dicht und elastisch. Es lässt sich sowohl per Hand als auch mit einer Maschine gut bearbeiten. Wichtig ist, dass das edle Holz schonend und langsam trocknet. Sonst kommt es eventuell zu Rissen und Verformungen.
  • Padouk zeichnet sich zudem durch seine Robustheit aus. Es ist witterungsbeständig und resistent gegen Pilz- und Insektenbefall. Deshalb kommt es teilweise auch im Außenbereich zum Einsatz.

Verwendung von Padouk

Padouk kommt in Europa vor allem bei Luxusgegenständen, Möbeln und Musikinstrumenten zum Einsatz.
Padouk kommt in Europa vor allem bei Luxusgegenständen, Möbeln und Musikinstrumenten zum Einsatz.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Padouk wird nur in geringen Mengen nach Europa exportiert. Deshalb kommt es hier im Vergleich zu anderen Tropenhölzern eher selten zum Einsatz. Am häufigsten verwendet man das Korallenholz für:

  • Luxusgegenstände
  • Musikinstrumente
  • Furniere
  • Fußböden
  • kleine Möbelstücke
  • Griffe
  • Messerhefte

Im Westen Afrikas gilt Padouk auch als beliebtes Holz für draußen, zum Beispiel für landwirtschaftliche Geräte.

Padouk: Ökologisch problematisch

Der Handel mit Tropenhölzern (wie Padouk) ist angesichts der Abholzung von Regenwäldern bedenklich.
Der Handel mit Tropenhölzern (wie Padouk) ist angesichts der Abholzung von Regenwäldern bedenklich.
(Foto: CC0 / Pixabay / stokpic)

Aus ökologischer Sicht sprechen zunächst die langen Transportwege gegen das afrikanische Tropenholz. Der Großteil des Holzes kommt aus Kamerun, Gabun und dem Kongo und hat eine dementsprechend schlechte Öko-Bilanz. Doch Tropenhölzer bringen ein weiteres großes Problem mit sich: Die Rodung der Bäume schädigt das lokale Ökosystem. Außerdem machen die Lücken im Wald es Siedlern leichter, sich weitere Waldflächen durch Brandrodung zu erschließen.

Da Regenwälder wichtige Kohlenstoffspeicher sind, gelangen dabei hohe Mengen an CO2 in die Atmosphäre und tragen maßgeblich zur globalen Erwärmung bei. 

Deshalb solltest du regionale Holzarten bevorzugen. Heimische Holzarten, die ähnliche Eigenschaften wie Padouk aufweisen, sind zum Beispiel Eiche, Steineiche, Robinie und Ulme. Falls du doch einmal auf Tropenholz zurückgreifen willst, solltest du dich genau über die Herkunft informieren und nur FSC-zertifzierte Hölzer kaufen.

FSC in der Kritik

FSC ist nach den Angaben von Greenpeace bislang das einzige Siegel in der Forstwirtschaft, dass von Umweltorganisationen anerkannt wird. Es garantiert die Einhaltung gewisser ökologischer und sozialer Standards.

Allerdings stand es auch bei Umweltverbänden (wie Greenpeace selbst) immer wieder in der Kritik. Unter anderem zertifiziert es auch Produkte, die nur teilweise aus nachhaltiger Fortwirtschaft stammen. Zudem positioniert sich Greenpeace grundlegend gegen eine industrielle Nutzung von Urwäldern und kritisiert, dass der FSC die Abholzung der letzten intakten Urwälder legitimiert.

Das Siegel gibt dir deshalb nur einen Anhaltspunkt für die Einhaltung nachhaltiger Maßstäbe und stellt keine vollständige Garantie dar. Mehr dazu erfährst du hier: Das FSC-Siegel: Zertifizierung, Kennzeichen, Kritik und Alternativen

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