Paprika pflanzen: Alles zu Anbau, Pflege und Ernte

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Paprika pflanzen funktioniert im Garten und sogar auf dem Balkon. Hier erfährst du, wie du Paprika selbst anpflanzen kannst und worauf du achten musst.

Die Paprika stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Aber auch bei uns kannst du Paprika anpflanzen. Die Pflanze braucht nur viel Wärme und Licht. Mit der richtigen Pflege und ein paar Tricks gelingt dir die Anzucht auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon.

Paprika pflanzen – die Anzucht

Anzucht junger Paprika.
Anzucht junger Paprika. (Foto: CC0 / Pixabay / jill111)

Paprikasamen solltest du nicht direkt ins Freiland aussähen. Du machst es den Pflänzchen leichter, wenn du sie an einem warmen und sonnigen Ort vorziehst:

  • Gib dazu die Samen gleichmäßig in Anzuchterde und decke sie nur leicht mit einer weiteren Schicht Erde ab.
  • Wenn du kein Gewächshaus im Garten hast, decke deine Anzuchttöpfe zum Keimen mit einer transparenten Haube ab.
  • Pikiere die jungen Pflänzchen, sobald sie erste Blättchen entwickelt haben. Pikieren bedeutet, dass du dicht stehende Sämlinge so umpflanzt, dass sie mehr Platz haben.
  • Sofern kein Frost mehr zu erwarten ist, können die Paprika ab Mitte Mai ins Freie umziehen. Dazu stellst du sie eine Zeit lang immer nur tagsüber nach draußen – jeden Tag ein bisschen länger. So machst du ihnen den Temperaturwechsel möglichst angenehm.

 

Der richtige Standort für die Paprikapflanzen

Paprika benötigen einen sonnigen Standort.
Paprika benötigen einen sonnigen Standort. (Foto: CC0 / Pixabay / onkelramirez1)

Standort: Essentiell für das Wachstum deiner Paprika ist der richtige Standort. Paprika sind sehr kälteempfindlich und benötigen zur Kultivierung unbedingt einen warmen, windgeschützten Platz mit viel Licht und direkter Sonneneinstrahlung. Ob im Garten oder auf dem Balkon – ideal ist eine windgeschützte Südwand. Je wärmer der Standort, umso schneller reifen später deine Paprika.

Boden: Als Boden verwendest du sandige, lockere und nährstoffreiche Erde. Gib auch gerne Kompost zur Erde. So sparst du dir in den ersten Wochen zusätzliches Düngen. Wenn die ersten Paprikaschoten an deinen Pflanzen sichtbar werden, solltest du erneut düngen. Dazu verwendest du einen kaliumhaltigen selbstgemachten Bio-Dünger. Als zusätzliches Düngemittel kannst du auch eine Brühe aus Brennnesseln herstellen.

Kultivierung: Achte beim Kultivieren darauf, dass du die jungen Pflanzen nicht zu eng aneinander setzt. Erwachsene Paprikapflanzen benötigen mindestens 50 Zentimeter Abstand voneinander, damit Blätter und Früchte sich ungehindert entwickeln können.

Tipp: Paprika kannst du wunderbar gemeinsam mit Tomaten oder Gurken anpflanzen. Alle drei Gemüsesorten lieben Wärme und benötigen viel Wasser. Setze in ausreichendem Abstand zueinander abwechselnd unterschiedliche Pflanzen in die Erde oder verwende separate Kübel. So hast du im Spätsommer immer frische Zutaten – zum Beispiel für einen leckeren Salat.

Paprika pflanzen und pflegen

Paprikapflanze mit Blüte und Frucht.
Paprikapflanze mit Blüte und Frucht. (Foto: CC0 / Pixabay / hans)

Bei deinen ausgewachsenen Pflanzen solltest du einige Dinge beachten, damit die Paprika schnell wachsen:

  • Gießen: Paprika benötigen viel Wasser. Gerade an sonnigen Standorten solltest du die Pflanzen zweimal am Tag gießen. Achte aber unbedingt darauf, dass sich keine Staunässe bildet und du nicht bei direkter Sonneneinstrahlung gießt. Morgens und abends sind gute Zeitpunkte. Eine besondere Freude machst du deinen Pflänzchen, wenn du sie mit abgestandenem (Regen-)Wasser gießt.
  • Stützen: Stabilisiere hoch gewachsene Paprika mit Stäben, zum Beispiel aus Bambus. Binde die Stengel locker an der Stütze fest. Damit stellst du sicher, dass die Zweige mit den Früchten nicht umknicken können.

Selbstgepflanzte Paprika ernten

Je nach Sorte werden dich deine Paprikapflanzen zwischen Juli und Oktober mit bunten Schoten belohnen. Während des Reifeprozesses wechselt die Frucht von grün über gelb zu rot.

  • Die jungen, grünen Früchte kannst du als Würzpaprika verwenden.
  • Rote, vollreife Früchte schmecken am süßesten.

Tipp: Pflücke deine Früchte nicht einfach ab, sondern verwende zur Ernte lieber ein scharfes Messer.

Paprika überwintern

Paprikapflanzen sind oft mehrjährig und können überwintert werden.
Paprikapflanzen sind oft mehrjährig und können überwintert werden. (Foto: CC0 / Pixabay / jill111)

Die meisten Paprikasorten sind mehrjährig. Ihre Ernte ist im zweiten Jahr sogar oft ertragreicher als im Vorjahr. Zum Überwintern solltest du deine Pflanzen zurückschneiden. Kürze dazu die Ästchen an jeder Verzweigung über dem ersten Knötchen. Befreie sie außerdem von welken Blättern.

Jetzt kann die Paprika ihre Energie zurückfahren und im Frühjahr frisch austreiben. Stelle die Pflanze über die kalten Wintermonate in einen hellen Raum mit einer Durchschnittstemperatur von 10° C. Gieße die ruhende Pflanze zweimal pro Woche und lass sie auf keinen Fall austrocknen. Im Frühjahr kannst du sie dann wieder auspflanzen.

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