Piperin: Eigenschaften, Wirkung und wo es steckt

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Piperin macht den Pfeffer scharf. Es besitzt aber auch viele positive gesundheitliche Wirkungen – wir verraten dir, welche das sind.

Was ist Piperin?

Piperin ist der wichtigste Bestandteil von Pfeffer und für dessen Schärfe verantwortlich. Dem Alkaloid werden positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben, weshalb es in der traditionellen Medizin nahezu aller Kulturkreise als Heilmittel eingesetzt wird.

Bereits im Mittelalter war aus Indien importierter Pfeffer eines der wichtigsten Heilmittel der traditionellen westlichen Naturheilkunde. Pfeffer wurde nachgesagt, die Verdauung zu stärken und die Leber zu kräftigen. Die Prinzipien der westlichen Naturheilkunde ähnelten damals denen der Traditionellen Chinesischen Medizin. In der modernen Medizin wird Piperin hingegen nur noch selten verwendet, da Arzneimittel der Pharmaindustrie viele Hausmittel verdrängt haben.

Piperin wird heutzutage oftmals Nahrungsergänzungsmitteln wie beispielsweise Curcumin-Kapseln beigesetzt. Curcumin hat nur eine geringe Bioverfügbarkeit, wirkt also nicht sehr stark im Organismus, da es nicht vollständig in den Blutkreislauf gelangt. Damit unser Körper mehr über den Darm resorbieren kann, wird den Kapseln Piperin beigesetzt.

Wie lässt sich Piperin anwenden?

In der traditionellen Naturheilkunde wird Piperin am häufigsten angewandt gegen:

Zu den wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Effekten von Piperin zählen:

  • Piperin wirkt antioxidativ und schützt unseren Körper deshalb vor freien Radikalen aus der Umwelt, die unsere Zellen schädigen können.
  • Piperin wirkt entzündungshemmend.
  • Piperin verbessert die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe, weshalb es sich oftmals in Nahrungsergänzungsmitteln findet.

Wo findet sich Piperin?

Pfeffer wird in tropischen Ländern angebaut und beinhaltet Piperin.
Pfeffer wird in tropischen Ländern angebaut und beinhaltet Piperin. (Foto: CC0 / Pixabay / Grainy)

Der Piperingehalt von Pfeffer liegt typischerweise zwischen 2 und 7,4 Prozent. Der Piperingehalt von schwarzem Pfeffer ist oftmals etwas höher als der von weißem Pfeffer. Dies könnte damit zusammenhängen, dass schwarzer Pfeffer nicht geschält wird. Neben den beiden traditionellen Pfeffersorten findet sich Piperin auch in Stangenpfeffer, der im Geschmack dem schwarzen Pfeffer ähnelt.

Generell gilt: Je schärfer der Pfeffer, desto höher sein Piperingehalt. Insbesondere Sri Lanka Pfeffer enthält mit 7 bis 15 Prozent deutlich mehr Piperin als die kommerziell in Deutschland vertriebenen indischen Sorten. Es lohnt sich also durchaus, Pfeffer aus Urlaubsländern mitzubringen. Der in Deutschland vertriebene Pfeffer ist meistens sehr mild im Aroma, was ein Zeichen dafür ist, dass er nur einen geringen Anteil an ätherischen Ölen und Piperin enthält.

Da Pfeffer aus exotischen Ländern importiert wird, sind Bio-Qualität und Produkte aus fairem Handel wichtig. Hochwertiger Pfeffer aus fairem Handel ist zwar sehr teuer im Einkauf, allerdings benötigst du davon auch weniger zum Würzen, da der Geschmack intensiver ist als bei Discountware.

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