Alkaloide: Das solltest du über den pflanzlichen Wirkstoff wissen

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Alkaloide zählen zu den sekundären Pflanzenwirkstoffen. Sie sind zum Beispiel in Kartoffeln, Tomaten oder Kaffee enthalten. Alkaloide können eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Was du dabei beachten musst, erfährst du hier.

Was sind Alkaloide?

Alkaloide sind alkalische Stoffe in Nahrungs- und Genusspflanzen. Sie enthalten Stickstoff und entstehen als Endprodukt des pflanzlichen Stoffwechsels. Es gibt bis zu 8000 verschiedene Alkaloide. Sie entstehen als Derivate aus verschiedenen Aminosäuren, wie zum Beispiel Lysin, Phenylanalin oder Tryptophan. Die Alkaloide dienen den Pflanzen als Fressschutz und regulieren das Pflanzenwachstum.

Alkaloide können physiologische Wirkungen auf den Organismus haben und werden deshalb in vielen Medikamenten eingesetzt. Sie wirken zum Beispiel euphorisierend oder aufputschend. Bei zu hohen Dosierungen können Alkaloide jedoch auch sehr schädlich sein, da sie zu den primär toxischen Pflanzenstoffen gehören. Sie kommen auch in vielen Genussmitteln vor, zum Beispiel in Nikotin und Koffein.

Wo kommen Alkaloide vor?

Koffein aus der Kaffeepflanze ist ein Alkaloid.
Koffein aus der Kaffeepflanze ist ein Alkaloid. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Alkaloide kommen laut Dr. O. Ploss (Klostermedizin, Knaur-Verlag) in 10-15 Prozent aller Pflanzen vor. Vor allem Nachtschattengewächse wie Tomaten oder Kartoffeln enthalten die Pflanzenstoffe. Aber auch in anderen typischen Lebens- und Genussmitteln sind sie enthalten:

Je nach Art der chemischen Zusammensetzung werden Alkaloide in Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.

Sie sind außerdem Bestandteil vieler Rauschmittel, da sie sich an Rezeptoren im menschlichen Nervensystem andocken können und schnell vom Körper aufgenommen werden. Viele Alkaloide (wie zum Beispiel Nikotin oder Morphin) können beim Menschen starke Abhängigkeiten auslösen.

Wie sind Alkaloide aus gesundheitlicher Sicht zu bewerten?

Aufgrund ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus werden Alkaloide in Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.

  • Einigen Alkaloiden wie zum Beispiel Vincristin wird nachgesagt, dass sie bei der Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Wissenschaftliche Belege zur Wirkung gibt es noch nicht.
  • Andere Alkaloide wie Chinin, Ephedrin oder Berberin sind ebenfalls Bestandteil verschiedener Medikamente und können anti-bakteriell und anti-viral wirken.
  • Steroide, die ebenfalls zu den Alkaloiden zählen, haben als Hormone in tierischen und menschlichen Organismen ebenfalls wichtige Funktionen.

Wie schon erwähnt sind Alkaloide jedoch nicht unbedenklich. Aufgrund ihrer bewusstseinsverändernden Eigenschaften kommen sie häufig in Rauschmitteln vor. Sie können in höheren Dosen sogar lebensbedrohend wirken.

Das Alkaloid Solanin beispielsweise, das in den grünen Teilen von Tomaten oder Kartoffeln vorkommt, kann Magen-Darm-Beschwerden, Mattigkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot hervorrufen. Deshalb empfiehlt es sich alkaloidhaltige Gemüse vor Licht geschützt zu lagern und sie reif (Tomaten) und ohne grüne Stellen (Kartoffeln) zuzubereiten. Da Solanin wasserlöslich ist wird außerdem empfohlen, das Kochwasser wegzugießen.

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