Rosskastaniensalbe – die heilende Creme selber machen

Foto: Colourbox.de

Aus der heimischen Rosskastanie gewonnene Inhaltsstoffe eignen sich gut gegen Venenleiden und geschwollene Beine. Wir zeigen dir, wie du die wohltuende Rosskastaniensalbe selbst herstellen kannst.

Selbstgemachte Rosskastaniensalbe – wirksam gegen Venenleiden

Rosskastanien im Glas
Rosskastanien im Glas
(Foto: „CC0 Public Domain / Pixabay / kasiaczernik)

Herbst ist Kastanienzeit. Die hübschen Samen des Rosskastanienbaums sind besonders für Kinder ein beliebter Sammelspaß. Doch Rosskastanien beinhalten auch eine Reihe wertvoller Inhaltsstoffe von medizinischem Nutzen. Besonders bei Beschwerden aufgrund von Venenleiden hat sich ihre Wirkung bewährt.

Dazu gehören:

  • Schmerzen in den Beinen
  • schwere Beine
  • Wadenkrämpfe
  • Krampfadern
  • Schwellungen
  • Juckreiz

Besonders das in den Samen enthaltene Saponin wirkt gefäßabdichtend, entzündungshemmend und venenstärkend. Außerdem entwässert es. Dadurch werden Venen gestrafft und die Blutzirkulation angeregt. Schwellungen klingen ab. 

Die Basis für deine Salbe: Rosskastanien-Tinktur

Die Basis deiner selbstgemachten Heilsalbe ist Rosskastanien-Tinktur. Je nachdem, wie geduldig du bist, kannst du diese bereits fertig in der Apotheke kaufen oder ebenfalls einfach selbst ansetzen.

Für die Rosskastanien-Tinktur schäle eine gute Handvoll Rosskastanien und schneide sie in Stücke. Gebe die Teile in ein Glas und fülle hochprozentigen Korn auf, sodass die Kastanien gut mit Flüssigkeit bedeckt sind. Nach einer Ziehzeit von zwei bis drei Wochen kannst du deine fertige Rosskastanien-Tinktur durch einen Filter abseihen. 

Rosskastaniensalbe selber machen – so geht’s

Rosskastaniensalbe sanft einmassieren
Rosskastaniensalbe sanft einmassieren
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / chezbeate)

Für die Salbe benötigst du:

  • 30 ml Bio-Olivenöl oder Bio-Distelöl aus dem Reformhaus
  • 35 ml deiner selbstgemachten Rosskastanientinktur 
  • 15 Gramm Lanolin aus der Apotheke
  • 4 Gramm Bio-Bienenwachs
  • Einige Tropfen ätherisches Öl. (Hier eignen sich etwa Fichtennadel- oder Wacholderbeerenöl. Das ätherische Öl dient dazu, die Durchblutung anzuregen. Es kann aber auch weggelassen werden.)

Stelle zwei hitzebeständige Gefäße für ein Wasserbad und eine saubere Cremedose bereit. 

Los geht’s!

  1. Rühre Öl, Bienenwachs und Lanolin in einem Gefäß zusammen und erhitze es so lange im Wasserbad, bis alle festen Bestandteile geschmolzen sind. Das Gemisch sollte eine Temperatur von 60 Grad nicht überschreiten. 
  2. Erhitze parallel im zweiten Gefäß deine Tinktur auf ebenfalls 60 Grad.
  3. Gieße die Tinktur anschließend unter ständigem Rühren zu deinem Öl-Wachs-Gemisch.
  4. Nimm den Topf vom Herd und rühre so lange weiter, bis die Creme langsam abkühlt. 
  5. Sobald deine Creme auf Handwärme heruntergekühlt ist, füge wenige Tropfen deines ätherischen Öls hinzu und rühre weiter. 
  6. Zu guter Letzt fülle die fertige Creme in deine Cremedose und lass sie dort noch eine Weile abkühlen.

Schreibe nun noch das Abfülldatum auf das Döschen, fertig! Im Kühlschrank aufbewahrt wird sich deine Salbe gute sechs Monate halten.

Tipp: Trage die Heilsalbe je nach Intensität der Beschwerden ein bis zweimal täglich auf deine Beine auf. Massiere sie dazu vom Unterschenkel aufwärts bis hin zu den Oberschenkeln sanft in die Haut ein. 

Im Video: Lippenbalsam selber machen

Weiterlesen auf Utopia:

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.