Schneeball-Pflanze: Pflanzzeit, Aussaat und Pflege

Schneeball-Pflanze
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Die Schneeball-Pflanze ist ein beliebtes Ziergewächs für Gärten und Parks. Wissenswertes zu Pflanzzeit, Aussaat und Pflege erfährst du hier.

Die Schneeball-Pflanze als Nutzpflanze

Beeren der Schneeball-Pflanze
Beeren der Schneeball-Pflanze (Foto: CC0 / Pixabay / MrGajowy3)

Die Schneeball-Pflanze (Viburnum) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Moschuskrautgewächse. Unter den Schneebällen gibt es über einhundert verschiedene Arten. Charakteristisch an den unkomplizierten Sträuchern sind ihre üppigen weißen Blüten, die an aufgebauschte Bälle erinnern. Einzelne Zuchtformen tragen roséfarbene bis rötliche Blüten. Die Schneeball-Pflanze eignet sich gut als Zierpflanze für Gärten und Parkanlagen. Sie ist an heimische Witterungen angepasst und benötigt nur wenig Pflege.

Insbesondere der bei uns heimische „gewöhnliche Schneeball“, der auch „Drosselbeere“, „Herzbeere“, „Blutbeere“ oder „Geißenball“ genannt wird, ist auch als Nutzpflanze bekannt. Obwohl die Pflanze gemeinhin als toxisch eingestuft wird, wird ihren Inhaltsstoffen – in Maßen verwendet – eine heilende Wirkung nachgesagt. So werden etwa aus der Rinde gewonnene Stoffe zur Krampflösung angewendet. Besonders in osteuropäischen Ländern werden auch die leuchtend roten Beeren in kochendem Wasser zerdrückt und als Tee getrunken, etwa bei Erkältungskrankheiten .

Ökologisch von Vorteil: Der „gewöhnliche Schneeball“ ist gerade in unseren Breiten besonders bei Vögeln beliebt, die sich im Sommer an den Früchten bedienen. Auch die Sorte „wolliger Schneeball“ bildet attraktive Früchte für Vögel – diese sind jedoch tiefschwarz. In Parks und Gärten kannst du zahlreiche andere hübsche Sorten, wie den „echten gefüllten Schneeball“ finden. Diese entwickeln zwar besonders prächtige und gut duftende Blüten, tragen dafür jedoch keine Früchte. Veredelte Zuchtformen sind oftmals weniger attraktiv für Vögel und Insekten.

Standort und Pflanzzeit der Schneeball-Pflanze

Gewöhnlicher Schneeball mit Blüte
Gewöhnlicher Schneeball mit Blüte (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Der Schneeball ist eine unkomplizierte und robuste Pflanze. Mit der Wahl des richtigen Standorts und regelmäßigem Gießen hast du viele Jahre Freude an dem hübschen Strauch.

Idealer Standort 

Die meisten Schneeball-Arten bevorzugen volle Sonne. Ideal ist daher ein nach Süden ausgerichteter Standort. Gut vertragen werden jedoch auch Standorte im Halbschatten. Je mehr Sonne dein Schneeball bekommt, desto üppiger blüht er. Wichtig ist, dass der gewählte Platz möglichst windgeschützt ist, etwa an einer Hauswand oder entlang einer Mauer.

Was den Boden angeht, sollte dieser fortwährend feucht gehalten werden. Auch leichte Nässe verträgt der Schneeball gut. Die Erde sollte generell humusreich und durchlässig sein. Lediglich der „wollige Schneeball“ ist eine Ausnahme unter den Pflanzen und bevorzugt etwas trockenere Böden.

Pflanzen des Schneeballs

Die ideale Pflanzzeit für den Schneeball ist im Frühjahr oder Herbst. Schneebälle werden bis zu drei Meter hoch. Beim Pflanzen ins Freiland solltest du mehrere Pflanzen daher mit ausreichend Abstand in die Erde setzen.

Pflege: Schneeball-Pflanzen schneiden und düngen

Die Gartenschere sollte immer scharf sein
Die Gartenschere sollte immer scharf sein (Foto: CC0 / Pixabay / CarlottaSilvestrini)

Rückschnitt der Schneeball-Pflanze

Schneeball-Pflanzen bleiben jahrelang üppig und grün und entwickeln kaum Totholz. Ein Rückschnitt ist daher nicht unbedingt nötig. Wenn dir dein Schneeball jedoch über den Kopf wächst, oder du ihn in Form bringen möchtest, ist das Schneiden problemlos möglich. Besonders üppige Büsche kannst du ausdünnen, indem du einfach einzelne Zweige in Bodennähe entfernst. Achte darauf, immer eine scharfe Gartenschere zu verwenden. Nur so können die Schnittstellen gut verheilen.

Blüten entwickelt der Schneeball nur an zweijährigen Trieben. Nach einem Radikalschnitt musst du also erst einmal mit einem Ausbleiben der Blüte rechnen. Meist reicht es jedoch, den Strauch einfach direkt nach der Blüte im Juni oder Juli gleichmäßig auszulichten.

Düngen 

Bei geeignetem Standort brauchst du deine Schneeball-Pflanze nicht zusätzlich zu düngen. Die Pflanzen ziehen sich alle benötigten Nährstoffe aus dem Boden.

Überwintern

Frostempfindliche Arten sollten idealerweise in großen Kübeln kultiviert und ab Oktober nach innen gebracht werden. Hier können sie bei Temperaturen um 10 Grad gut überwintern. Zu den kälteempfindlichen Sorten zählt etwa der „Mittelmeerschneeball“ (Viburnum tinus). Winterharte Sorten können dagegen bedenkenlos im Freien überwintern. Es ist jedoch ratsam, vor Wintereinbruch ihre Wurzelballen mit einer schützenden Schicht Rindenmulch, Laub oder Reisig zu bedecken. Auch im Winter solltest du bei allen Schneeball-Arten darauf achten, dass ihre Wurzeln nicht austrocknen.

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