Sparsame Autos 2021: Neuer ADAC EcoTest präsentiert die nachhaltigsten Autos

Foto: © VW

Der ADAC hat im Jahr 2020 fast 100 Modelle einem ausführlichen Test unterzogen – und nun im Rahmen des EcoTest einen umfassenden Vergleich von aktuellen Modellen veröffentlicht. Es zeigt sich, dass Elektroautos im Vergleich zu anderen Antriebsarten effizienter sind.

Wer bei Autos auf Sparsamkeit und Sauberkeit Wert legt, für den bietet der jährlich neu aufgelegte ADAC EcoTest einen hilfreichen Überblick. Die jüngste Auswertung beinhaltet sämtliche Fahrzeuge, die der Verkehrsclub im vergangenen Jahr getestet hat.

Welche Autos machen in punkto Verbrauch und Schadstoffausstoß eine gute Figur? Bis auf eine Ausnahme sind alle vorderen Plätze belegt mit Elektroautos. Weitere Erkenntnis: Voluminöse SUV haben trotz Hybridantrieb mit nachhaltiger Mobilität nicht allzu viel zu tun.

Welche Autos aber dürfen 2021 halbwegs emissionsfrei genannt werden? Die Autos werden mit einem bis fünf Sterne bewertet, die Basis dafür ist eine Punktevergabe. Beim neuen EcoTest erzielten sechs Modelle fünf Sterne. Testsieger sind, mit gleicher und damit der höchsten Punktzahl von 97, der Hyundai Ioniq Elektro und der VW e-up.

Hyundai Ioniq Elektroauto
Hyundai Ioniq Elektroauto (Foto: © Hyundai)

Dass der Ioniq Elektro in dem 95 Autos umfassenden Vergleich vorne liegt, überrascht ein wenig: Der Hyundai hat ein höheres Gewicht als beispielsweise der VW Up, jedoch eine stromlinienförmige Optik, was dem Verbrauch zugute kommt. Die eine Ausnahme an der Spitze: Das Erdgas-Auto VW eco Up! 1.0 landet auf Platz drei, vor zahlreichen Elektroautos.

ADAC EcoTest: Sechs sparsame Autos erzielen fünf Sterne

Diese Modelle haben sich im Vergleich das Prädikat sauberes Auto verdient:

  • Hyundai IONIQ Elektro mit 97 Punkten
  • VW e-up! mit 97 Punkten
  • VW eco up! 1.0 mit 95 Punkten
  • Seat Mii electric mit 94 Punkten
  • MINI Cooper 3-Türer Cooper SE mit 93 Punkten
  • Smart forfour EQ mit 90 Punkten

Nach welchen Sparsamkeits-Kriterien entstand die Bewertung? Bereits seit 2003 untersucht der ADAC die “Umweltfreundlichkeit” von Auto-Neuheiten. Hier gibt’s die Testsieger der Ausgabe 2019.

Für den EcoTest werden die Komponenten CO₂-Ausstoß sowie gesetzlich limitierte Schadstoffe bewertet. Bei letzteren handelt es sich etwa um Kohlenmonoxid (CO) oder Stickoxide (NOₓ), die speziell durch die Dieselaffäre in den Mittelpunkt rückten.

CO2 (Kohlendioxid) selbst ist kein reiner Schadstoff. E-Autos stoßen keine Schadstoffe aus? Korrekt, jedoch erklärt der ADAC: “Entsprechend dem aktuellen Kraftwerksmix in der BRD wird den Elektroautos der CO₂- und Schadstoffausstoß angelastet, der bei der Stromerzeugung entsteht. Auch die Ladeverluste werden dabei einbezogen.”

Guter Punkt – umso wichtiger, nur Ökostrom zu tanken.

Emissionsarme Autos: Zahlreiche Modelle mit vier Sternen

Hinter den sparsamsten Autos mit fünf Sternen folgen gleich 39 Modelle, die immerhin vier Sterne bekommen haben. Darunter befinden sich unterschiedliche Klassen, vom bezahlbaren Kleinstwagen bis hin zum innovativen Edelgefährt:

  • Peugeot e-208
  • Renault Zoe R135 Z.E. 50
  • VW ID.3 Pro Performance
  • Honda Jazz 1.5 i-MMD
  • Peugeot e-2008
  • Suzuki Swift 1.2 Dualjet
  • Opel Astra 1.2 DI Turbo
  • Suzuki Ignis 1.2 Dualjet
  • VW Golf 2.0 TDI
  • DS 3 Crossback E-Tense
  • Opel Corsa 1.2 DI Turbo
  • Toyota Aygo 1.0
  • Peugeot 208 1.2 PureTech
  • Fiat 500 1.0 Hybrid GSE
  • VW Golf 1.0 eTSI
  • BMW 320d Touring
  • Mercedes A 200 d
  • Skoda Kamiq 1.0 TSI
  • Renault Clio TCe 130 GPF
  • Lexus ES 300h
  • Peugeot 2008 1.2 PureTech 130
  • Kia Ceed Sportswagon 1.6 CRDi
  • Nissan Leaf (62 kWh)
  • BMW 218i Gran Coupé
  • Mercedes GLA 200 d
  • Toyota Corolla 2.0 Hybrid
  • VW Golf 1.5 eTSI
  • Audi Q2 35 TDI
  • Renault Captur TCe 130 GPF
  • Mazda CX-30 SKY. 2.0 M Hybrid
  • Mercedes CLA Shooting Brake 200
  • Nissan Juke 1.0 DIG-T 117
  • BMW 118i
  • BMW X1 sDrive18d
  • Hyundai i10 1.0
  • Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid
  • Porsche Taycan 4S
  • Toyota C-HR 2.0
  • Volvo V60 T6 Twin Engine

Sparsame Autos 2021: Hybrid ist nicht gleich Hybrid – auf die Größe kommt es an

Der erste Benziner taucht in der Sauberkeits-Rangliste übrigens auf dem zehnten Platz auf. Es handelt sich um den Honda Jazz (1.5 i-MMD) mit Mildhybrid-Unterstützung. Modelle wie dieses überzeugen demnach durch “vorbildliche Abgasreinigung”. Außerdem erklärt der ADAC, welches Auto am besten geeignet ist, wenn man häufig im Stadtverkehr unterwegs ist: Ein Kleinwagen mit Hybridantrieb – denn durch stetiges Stop-and-go bei niedrigem Tempo bildet das Doppelherz E-Motor und Verbrenner ein effizientes Gespann.

Jedoch schneiden die großen SUVs trotz Hybridmotor nicht gut ab: Die Modelle BMW X5 (xDrive45e) und Mercedes GLE (350 de) befinden sich mit nur einem Stern ganz am Ende. Das ist einerseits dem Gewicht von über 2,5 Tonnen geschuldet, andererseits der Motorisierung: Verbrauchsarme Werte im Hinblick auf Sprit und Strom sind utopisch. Effizientere Hybridautos wie der Volvo XC40 T5 erreichen drei Sterne. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass kleinere SUV mit Dieselantrieb (!) teilweise vier Sterne erhalten.

Wie es mit der Sauberkeit aller bislang getesteten Autos aussieht, lässt sich übrigens in der ausführlichen Datenbank des ADAC nachschlagen.

Elektroautos sind ein wichtiger Bestandteil, wenn wir klimafreundlich unterwegs sein wollen. Und doch stehen wir noch vor ein paar Herausforderungen, wie der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) in einer Auflistung der umweltfreundlichsten Autos erläutert.

Auch wenn es um den finanziellen Aspekt geht, gibt es Verkehrsmittel, die wesentlich weniger Geld kosten als ein Auto. Mit einem neuen Online-Rechner können verschiedene Alternativen der Fortbewegung miteinander verglichen werden.

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(1) Kommentar

  1. Ein Auto ist generell NICHT nachhaltig!
    ÖPNV nutzen, Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen ist nachhaltig.

    Auch, oder gerade, eine E Auto ist NICHT nachhaltig!
    Für die Herstellung des Akkus geht so viel Energie und Ressourcen drauf.
    Die Entsorgung ist auch ein Problem.
    Und wenn dann noch nicht regenerative Energie zum laden genutzt wird, kehrt es sich sogar in Gegenteil um!