Sternrußtau: So erkennst und bekämpfst du ihn an Rosen

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Sternrußtau ist eine hartnäckige Krankheit, die vor allem bei Rosen sehr häufig auftritt. Wie du sie sicher erkennst, effektiv bekämpfst und ihr richtig vorbeugst, zeigen wir dir hier.

Sternrußtau ist eine der häufigsten und gefürchtetsten Krankheiten bei Rosen. Der Pilz, mit wissenschaftlichem Namen Diplocarpon rosae, gehört zur Familie der Echten Schlauchpilze. Wenn er ein Gewächs befallen hat, verursacht er die sogenannte Schwarzfleckenkrankheit. 

Sternrußtau tritt zwar nicht ausschließlich an Rosen auf, aber mit am häufigsten. Die wenigsten Rosenzüchtungen sind komplett resistent gegen die Krankheit, deshalb kommt sie so oft vor. Leider ist Sternrußtau sehr hartnäckig und deshalb schwer zu bekämpfen. 

Übrigens: Der Krankheitserreger sitzt den Winter über auf herabgefallenen Blättern oder der Rinde von Pflanzen. Im Frühling infiziert er die Pflanzen dann. Alternativ können sich die Erreger auch im Gieß- und Regenwasser befinden. 

Sternrußtau erkennen: Das sind die Symptome

Sternrußtau erkennst du leicht an den charakteristischen Flecken.
Sternrußtau erkennst du leicht an den charakteristischen Flecken.
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Sternrußtau kannst du ganz einfach diagnostizieren: Schau dir einfach die Blätter der möglicherweise befallenen Pflanze genau an. Wenn du bräunliche bis schwarze Flecken darauf entdeckst, liegt ein Befall nahe. Die Flecken sind meist ungleichmäßig verteilt. Da der Sternrußtau die Pflanzen im Frühjahr infiziert, kannst du die ersten Symptome bereits im April oder Mai entdecken.

Neben den typischen Flecken gibt es einige weitere Symptome, die auf Sternrußtau hindeuten:

  • Die Blätter der betroffenen Pflanze werden gelb und fallen ab.
  • Die Pflanzen sind geschwächt und bilden nur wenig neue Blüten und Triebe aus. 
  • Ähnliche Symptome können unter Umständen auch an anderen Pflanzenteilen auftreten. 
  • Die Pflanzen sind weniger frosthart.

Sternrußtau bei Rosen effektiv bekämpfen

Wichtig ist, dass du einen Befall frühzeitig entdeckst. Deshalb solltest du deine Rosen ab Mai regelmäßig auf Sternrußtau kontrollieren. Wenn du auch nur die kleinsten Anzeichen entdeckst, solltest du sofort handeln. Warte auf keinen Fall, bis sich die Krankheit ausbreitet.

Leider hast du nur eingeschränkte Möglichkeiten, um einen Befall mit Sternrußtau bei Rosen nachhaltig und umweltschonend einzudämmen. Entferne befallene Blätter und Triebe mit einem scharfen Messer und desinfiziere das Werkzeug danach.

Wichtig: Wirf die abgeschnittenen Pflanzenteile nicht auf deinen Kompost. Von dort aus könnte sich der Sternrußtau weiter verbreiten. Entsorge sie stattdessen über den Hausmüll.

Natürlich kannst du deine Pflanzen auch mit speziellen Mitteln zur Pilzbekämpfung behandeln. Utopia rät von Fungiziden aber ab, denn sie bekämpfen häufig nicht nur die Pilze selbst, sondern schaden auch der Umwelt. 

Sternrußtau vorbeugen

Wildrosen sind häufig robuster als Zuchtrosen.
Wildrosen sind häufig robuster als Zuchtrosen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Am besten ist es natürlich, wenn sich der Sternrußtaubefall gar nicht erst auf deinen Rosen niederlässt. Du hast verschiedene Möglichkeiten, einem Befall vorzubeugen. Einige Tipps findest du nachfolgend.

  • Wenn du neue Pflanzen kaufst, kannst du speziell auf widerstandsfähige und pilzresistente Sorten setzen. Beispiele sind die Sorten Angela, Dortmund und Gelbe Dagmar.
  • Stärke deine Rosen mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln. Eine gute Wahl ist zum Beispiel die Schachtelhalmbrühe. Du kannst sie mit einfachen Mitteln zu Hause herstellen: Schachtelhalmbrühe: So machst du sie selbst.
  • Suche einen geeigneten Standort für deine Pflanzen. Zu schattige, feuchte Plätze machen es den Pilzen leicht.
  • Achte auf ausreichenden Abstand zwischen den Pflanzen, sodass sie gut belüftet werden.
  • Gieße die Rosen morgens und mittags. Wenn du spät abends noch gießt, können die Pflanzen über Nacht nicht abtrocknen. Das macht sie anfälliger für Pilze wie den Sternrußtau.
  • Entferne alte, verwelkte Pflanzenteile regelmäßig.

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