Blattläuse an Rosen: Mit diesen Hausmitteln entfernst du sie

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Blattläuse an Rosen wirst du mit Hausmitteln los – du brauchst nicht zur Chemiekeule greifen. Erfahre hier, welche Hausmittel am wirkungsvollsten sind.

Blühende Rosen sind wunderschön und werten viele Gärten optisch auf. Viele Hobbygärtner pflanzen Rosen gerne an. Leider lieben auch Blattläuse die duftenden Gewächse und siedeln sich im Frühjahr und Sommer gerne auf den Sträuchern an.

Das schadet der Pflanze zwar nicht langfristig, da sie im kommenden Jahr neu wächst. Jedoch werden die Blätter und Blüten der Saison bei starkem Befall stark beschädigt. Wie du die Blattläuse los wirst, ohne zu chemischen Mitteln greifen zu müssen, erfährst du in diesem Artikel.

Tipp: In allen Fällen kann es helfen, wenn du die Blattläuse vor der Behandlung schon einmal per Hand absammelst. So reduzierst du den Befall und die Hausmittel können effektiver wirken.

Blattläuse an Rosen mit Wasser abspülen

Wenn Rosen von Blattläusen befallen sind, werden die Blüten und Blätter braun und vertrocknen.
Wenn Rosen von Blattläusen befallen sind, werden die Blüten und Blätter braun und vertrocknen. (Foto: CC0 / Pixabay / pasja1000)

Wenn du einen Blattlausbefall an deinen Rosen festgestellt hast, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ungebetenen Gäste wieder los zu werden.

  • Wenn der Befall noch nicht so stark ist reicht es, wenn du die Rosen morgens und abends mit einem starken Wasserstrahl abspritzt. Die Blattläuse werden von der Pflanze gespült und mit etwas Glück dämmst du den Befall ein.
  • Du kannst die Blattläuse vor dem Abspülen auch schon per Hand absammeln. Das lohnt sich allerdings nur, wenn der Befall noch nicht sehr stark ist.

Seifenlauge gegen Blattläuse

Mit einer Seifenlauge aus reiner Kernseife lassen sich die Blattläuse bekämpfen.
Mit einer Seifenlauge aus reiner Kernseife lassen sich die Blattläuse bekämpfen. (Foto: CC0 / Pixabay / theresaharris10)

Ein effektives Hausmittel gegen die Blattläuse ist eine selbst hergestellte Seifenlauge.

Wichtig: Nutze für die Seifenlauge keine parfümierten Seifen oder herkömmliches Spülmittel. Die synthetischen Inhaltsstoffe können den Rosen schaden.

  • Am besten verwendest du eine reine Kernseife oder pure Schmierseife, sogenannte Kali-Seife. Kali-Seife findest du zum Beispiel online von **Waschbär. Wichtig ist, dass die Seife keine Duftstoffe enthält.
  • Stelle aus Wasser und Seife eine Seifenlauge mit einem 2/100 Verhältnis her – also 20 Milliliter Seife auf einen Liter Wasser.
  • Um die Wirkung der Seifenlauge zu erhöhen, kannst du noch etwas Spiritus hinzufügen.
  • Mit einem Drucksprüher oder einer Sprühflasche sprühst du nun die Rosen auf der gesamten befallenen Fläche ein. Die Seife bildet einen Laugenfilm über den Läusen und sie ersticken.
  • Wiederhole die Prozedur mehrmals täglich, bis du keine Läuse mehr auf den Rosen findest.

Blattläuse auf Rosen mit Neem bekämpfen

Neem oder Neemöl (auch Niemöl) wird aus den Samen des Neembaumes gewonnen und gilt ebenfalls als wirkungsvolles Mittel für die Schädlingsbekämpfung.

  • Neemöl ist nicht schädlich für die Pflanzen und schadet laut dem NDR nur den Schädlingen und keinen anderen Insekten. Neemöl ist außerdem komplett ökologisch abbaubar.
  • Einfach einige Tropfen Neemöls in Wasser verdünnen und mit einer Sprühflasche auf die Blattläuse sprühen.
  • Das Öl sorgt dafür, dass die Blattläuse inaktiv werden. Sie fressen nicht mehr und entwickeln sich nicht weiter. Dementsprechend produzieren sie auch keinen Nachwuchs mehr.
  • Nach einiger Zeit kannst du die verbliebenen, sichtbaren Blattläuse mit Wasser von den Rosen abspülen.
  • Neemöl findest du im Fachhandel oder online zum Beispiel bei **Amazon.de. Achte beim Kauf auf Bio-Produkte.

Blattläuse mit Brennesselsud bekämpfen

Selbst hergestellter Brennesselsud ist ein wirksames Mittel gegen Blattläuse an Rosen.
Selbst hergestellter Brennesselsud ist ein wirksames Mittel gegen Blattläuse an Rosen. (Foto: CC0 / Pixabay / Alexandra_Koch)

Ein selbst hergestellter Brennesselsud ist ebenfalls ein wirksames Hausmittel gegen die unbeliebten Blattläuse. So kannst du Brennesselsud ganz einfach selbst herstellen:

  • Weiche etwa 500 Gramm frische, grüne (nicht blühende) Brennnesseln in fünf Litern kochendem Wasser ein. Rühre den Sud mit einem Holzlöffel gut um.
  • Nun sollte der Sud 24 Stunden ziehen. Die Nesselgifte werden so ausgelöst und reichern das Wasser an.
  • Nachdem der Sud durchgezogen kannst, gieße ihn durch ein Küchensieb, um die Brennesselblätter zu entfernen.
  • Nun kannst du den Sud unverdünnt auf die mit Blattläusen befallenen Rosen sprühen.
  • Gegen den aufdringlichen Geruch des Brennesselsudes kannst du einige Kamillenblüten oder etwas Urgesteinsmehl hinzufügen.

Tipp: Wirf die Brennesselblätter nicht weg. Du kannst sie zum Beispiel als Dünger oder getrocknet als Mulch weiterverwenden.

Hinweis: Brennesselsud ist etwas anderes als Brennesseljauche. Die Jauche solltest du im Gegensatz zum Sud nicht unverdünnt anwenden.

Blattläusen an Rosen vorbeugen

Ein Garten mit vielen unterschiedlichen Pflanzen hilft, dem Befall der Rosen von Blattläusen vorzubeugen.
Ein Garten mit vielen unterschiedlichen Pflanzen hilft, dem Befall der Rosen von Blattläusen vorzubeugen. (Foto: CC0 / Pixabay / JACLOU-DL)

Du kannst einige Dinge beim Anlegen deines Gartens beachten, um einem Blattlausbefall vorzubeugen:

  • Achte auf einen möglichst naturnahen Garten. Fressfeinde der Blattläuse wie zum Beispiel Marienkäfer oder Ohrenkäfer können sich in naturnahen Gärten, die mit Mischkulturen bepflanzt sind, leichter ansiedeln.
  • Die natürlichen Fressfeinde können die Populationen der Blattläuse in Grenzen halten.
  • Vermeide eine einseitige Bepflanzung. Am besten achtest du auf eine gute Mischung heimischer Pflanzen. Damit beugst du nicht nur dem Blattlausbefall vor, sondern schaffst einen Lebensraum für viele verschiedene und nützliche Insekten. Einige Tipps für die richtige Pflanzenauswahl für den (Vor)garten findest du in unserem Ratgeber für bienenfreundliche Pflanzen.

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(4) Kommentare

  1. Danke für die vielen Tipps und da ich auch schon des Öfteren mit den kleinen Plagegeistern zu tun hatte, hier noch ein paar:
    Schachtelhalmextrakt stärkt die Zellwände; Knoblauch- und Chilisud mögen die kleinen Krabbeltiere auch nicht so gern und Tabaksud wirkt als Nervengift tödlich (Vorsicht, Handschuhe tragen!)

  2. Ich stecke einfach ein paar Knobi-Zehen an die Wurzeln der befallenen Pflanzen. Der Wirkstoff wird beim Gießen mit aufgenommen und nach ein paar Tagen ist der Spuck vorbei.
    Geht schnell ohne Sud oder Lauge und ohne irgendwelche Rosenabspülmanöver. 🙂

    Damit die Rosen nicht nach Knoblauch riechen, was vorkommen kann, nicht zuviele Knobizehen verwenden und nach dem Abzug der Läuse sollte man die Zehen wieder entfernen. 🙂
    Außerdem sind Lavendel und Rosen super Freunde.
    Lavendel neben bzw. zwischen Rosen gepflanzt beschützt sehr gut gegen Blattläuse.

  3. Gute Idee! Werd‘ ich mal ausprobieren! Die Apfelbäume hier haben auch jedes Jahr sehr zu kämpfen. Leimringe helfen nur bedingt und es bleiben ja auch andere Insekten daran kleben… Viellecht hilfts ja auch wenn Knobi unter dem Baum wächst…😖 und Lavendel werd ich auch mal ausprobieren! Ich muss den Garten sowieso noch weiter umgestalten/natürlicher gestalten, damit Nützlinge die Schädlinge in Schach halten können. Ja, Pflanzen ergänzen sich wunderbar und die vielen Nützlinge helfen dabei.
    Ich hoffe nur, dass wir in Zukunft noch eine halbwegs intakte Natur erleben, bei so vielen Arten die gefährdet sind… Wann sieht man denn mal einen Marienkäfer? Ich habe dieses Jahr einen einzigen gesehen und ihn persönlich zum Apfelbaum gebracht 😉
    Grüße an alle Naturfreunde!

  4. Also Randolf, ich weiß ja nicht, ob du eine Knobi-Apfelsorte züchten willst, aber ich würde keinen Knobi in Mengen an einen Apfelbaum pflanzen.
    Bei Bäumen würde ich mit einem Knobisud arbeiten und den Baum einige Tage damit gießen. Aber nicht mehr, wenn die Äpfel anfangen zu wachsen.
    Ich wäre neugierig, wie das Ergebnis ist, wenn du also berichten würdest bitte? 🙂
    Und vielleicht hat dann ja die gehobene Sterneküche Interesse an dem einzigartigen, noch nie dagewesenen Knobi-Apfel 😉

    Dieses Jahr habe ich auch erst wenige Marienkäfer gesehen, aber in manchen Jahren gab es schon eine regelrechte Populationsexplosion. Außerdem fressen böse, agressive Übersee-Marienkäfer unsere heimischen einfach auf, das ist nochmal ein ganz eigenes Insektenproblem.

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