Yuka: So funktioniert die Produkt-Scanner-App

yuka app
Foto: Colourbox.de/Dean Drobot

Die Yuka-App zeigt dir anhand verschiedener Kriterien einfach und übersichtlich, wie gesund ein Lebensmittel oder ein Kosmetikprodukt für dich ist. Hier erfährst du, wei die App genau funktioniert.

Die Yuka-App soll dir vor allem den Einkauf von gesunden Lebensmitteln erleichtern: Mithilfe der App kannst du den Barcode eines Produktes scannen und bekommst dann anhand eines Ratings angezeigt, wie gesund das Lebensmittel ist. Mittlerweile kannst du Yuka auch für das Scannen von Kosmetikprodukten verwenden.

Die Idee für die Yuka-App stammt von drei französischen Unternehmer:innen. 2017 startete sie zunächst in Frankreich. Heute ist die App unter anderem auch in Deutschland, Belgien, Spanien und Großbritannien verfügbar.

Wie funktioniert die Yuka-App?

Die Yuka-App kann dir den Einkauf von gesunden Produkten erleichtern.
Die Yuka-App kann dir den Einkauf von gesunden Produkten erleichtern.
(Foto: Screenshot / Yuka)

Scannst du mit der Yuka-App ein Produkt, wird dir dafür eine Punktebewertung angezeigt. Insgesamt kann jedes Produkt eine maximale Punktzahl von 100 erreichen. Je höher die Punktzahl, desto gesünder das Lebensmittel oder Kosmetikprodukt. Auf Basis der erreichten Punktzahl stuft die App die gescannten Artikel folgendermaßen ein: 

  • Erzielt ein Artikel 75 bis 100 Punkte, gilt es als „Ausgezeichnet“.
  • Von 50 bis 74 Punkten vergibt Yuka die Note „Gut“.
  • Ein Produkt mit 25 bis 49 Punkten erhält die Bewertung „Mittelmäßig“.
  • Erreicht ein Artikel nicht einmal 25 Punkte, gilt es als „Schlecht“.

Für die Berechnung, wie gut ein Lebensmittel für deine Gesundheit ist, nutzt Yuka drei Kriterien:

  1. Die Nährwerte eines Produktes machen 60 Prozent der Gesamtbewertung aus. Für dieses Kriterium nutzt Yuka den Nutri-Score. In die Berechnung fließen also die Gesamtkalorien, der Gehalt an gesättigten Fettsäuren, Zucker, Salz, Eiweiß und Ballaststoffen sowie der Anteil von Obst und Gemüse im Endprodukt ein. Enthält ein Artikel zum Beispiel wenig Zucker, wenig Salz und kaum gesättigte Fettsäuren, gewinnt es entsprechend viele Punkte. Eine Menge an Kalorien, wenig Ballaststoffe und viel Zucker sorgen hingegen dafür, dass ein Artikel Punkte verliert.
  2. Enthaltene Zusatzstoffe machen 30 Prozent der Bewertung aus. Yuka bewertet dafür jeden Zusatzstoff einzeln. Je nachdem wie schädlich der Stoff ist, bekommt er einen grünen Punkt (kein Risiko), einen gelben Punkt (geringes Risiko), einen orangefarbenen Punkt (mäßiges Risiko) oder einen roten Punkt (hohes Risiko). Welche Zusatzstoffe in einem Produkt enthalten sind und welches Risiko sie aufweisen, zeigt dir die App ebenfalls aufgeschlüsselt an.
  3. Ob ein Produkt aus biologischer Landwirtschaft stammt oder nicht, spielt ebenfalls eine Rolle. So macht die Bio-Qualität zehn Prozent der Gesamtnote aus. Yuka bevorzugt Produkte in Bio-Qualität aufgrund ihrer Vorteile für Gesundheit und Natur und wertet sie daher gegenüber Produkten aus konventioneller Landwirtschaft auf. 

Scannst du ein Produkt mit einer mittelmäßigen oder schlechten Bewertung, zeigt dir die App gesündere Alternativen an. So kannst du im Supermarkt leicht die ungesündere Variante im Regal stehen lassen und weißt direkt, auf welches gesündere Produkt du ausweichen kannst.

Yuka-App für Kosmetikprodukte

Mit der Yuka-App kannst du mittlerweile auch Kosmetikprodukte scannen.
Mit der Yuka-App kannst du mittlerweile auch Kosmetikprodukte scannen.
(Foto: Screenshot / Yuka)

Auch für Kosmetikprodukte kannst du die Yuka-App mittlerweile nutzen. Die Funktionsweise ist ähnlich: Scannst du ein Produkt, zeigt dir die App an, inwieweit es bedenkliche Inhaltsstoffe enthält. Dabei gibt es vier Stufen:

  • grüner Punkt: kein Risiko
  • gelber Punkt: geringes Risiko
  • orangefarbener Punkt: mäßiges Risiko
  • roter Punkt: riskant

Die Gesamtbewertung hängt dabei von dem Inhaltsstoff mit dem höchsten Risiko ab. Ist also auch nur ein Stoff enthalten, der als riskant gilt, landet das Produkt direkt im roten Bereich der Skala. Die genaue Punkteanzahl ist dann wiederum von dem Risiko abhängig, das von den restlichen Inhaltsstoffen ausgeht.

Grundlage für die Bewertung der einzelnen Inhaltsstoffe sind laut Yuka aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Als wie bedenklich der Stoff eingestuft wird, hängt davon ab, ob er die Wirkung von Hormonen beeinflusst, Allergien auslösen kann, Haut oder Organe reizt oder krebserregend wirkt.

Unabhängig und werbefrei: So arbeitet Yuka

Laut eigenen Angaben ist die Yuka-App komplett unabhängig. Kein Unternehmen hat Einfluss auf die Bewertungen. Zudem ist die App werbefrei und die einfache Version ist kostenlos. Du musst dich nur mit deiner E-Mail-Adresse oder deinem Facebook-Account anmelden, um sie nutzen zu können. Die kostenpflichtige Premium-Version bietet dir zusätzlich Offline-Funktionen, erweiterte Suchmöglichkeiten und spezielle Warnhinweise. Die Premium-Mitgliedschaft kostet dich 15 Euro pro Jahr.

Die Yuka-App kannst du für Android und iOS herunterladen.

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