Zugluft: Wie gefährlich sie ist und wie du dich schützt

Zugluft
Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos

Schon wieder einen steifen Hals? Wir erklären dir, in welchen Situationen Zugluft entstehen kann. Zudem geben wir dir Tipps, wie du dich vor Zugluft schützt.

Das ist Zugluft

Vielleicht hast du das auch schon einmal erlebt: Wie aus dem Nichts hast du plötzlich Rücken- oder Nackenschmerzen. Dabei hast du deinen Körper gar nicht stark beansprucht. Es kann auch eine andere Ursache haben, nämlich Zugluft. Das ist Luft, die du oft als strömungsförmig und kalt empfindest. Wenn dein Nacken oder dein Rücken längere Zeit diesem Luftstrom ausgesetzt sind, dann können Schmerzen auftreten.

Typische Situationen mit Zugluft

Mit offenem Dach Auto zu fahren ist nur eine von vielen Situationen, wo Zugluft entsteht.
Mit offenem Dach Auto zu fahren ist nur eine von vielen Situationen, wo Zugluft entsteht.
(Foto: CC0 / Pixabay / cocoparisienne)

Es gibt verschiedene „Zugluft“-Situationen, die begünstigen, dass du dir einen Zug holen kannst. Beispiele sind:

  • im offenen Cabrio fahren oder die Fenster beim Autofahren öffnen
  • in einen klimatisierten Raum kommen, der mindestens sechs Grad Unterschied zur Außentemperatur hat
  • direkt vor einer Klimaanlage oder einem Ventilator sitzen
  • mit offenen Fenstern in der Wohnung schlafen, sodass ein Durchzug entsteht.

So reagiert dein Körper auf Zugluft

Bei Windböen greift der Schutzmechanismus der Haut, der bei Zugluft nicht funktioniert.
Bei Windböen greift der Schutzmechanismus der Haut, der bei Zugluft nicht funktioniert.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)
  • Bei einem starken Windstoß ziehen sich die Hautgefäße zusammen, um so den Körper warmzuhalten.
  • Wenn du aber für längere Zeit permanent in Zugluft sitzt, funktioniert dieser Schutzmechanismus leider nicht: Die Muskeln im Nacken und im Rücken können sich leichter verspannen, weil die Hauttemperatur nach längerer Zeit sinkt. Das kühlt die Muskeln aus, sie werden nicht mehr richtig durchblutet und verspannen.

Beachte: Gerade im Sommer kann Zugluft zum Problem werden, weil wir leichte Kleidung ohne Schal oder Rollkragenpulli tragen.

Vier Tipps, um Zugluft zu vermeiden

Wir haben vier Tipps für dich, wie du gut mit Zugluft umgehen kannst:

  1. Bedecke deinen Hals mit einem Halstuch, Schal oder einem Kragen, wenn du für längere Zeit an einem klimatisierten Ort sitzt. Das wären zum Beispiel Zugabteile, Restaurants oder Kinos.
  2. Bist du anfällig für Zugluft, solltest du vermeiden, Fenster für längere Zeit offen zu lassen – egal ob im Auto oder über Nacht im Schlafzimmer. Lüfte stattdessen regelmäßig durch, um die Räume auszukühlen.
  3. Auch Türen abdichten hilft, Zugluft zu stoppen.
  4. Vermeide Ventilatoren und Klimaanlagen im Sommer, die Zugluft verursachen. Finde stattdessen andere Alternativen, um dich abzukühlen:
  • Beispielsweise kannst du die Wohnung mit Laken abdunkeln, so dass die Sonne nicht direkt die Wohnung auflädt.
  • Du kannst auch nasse Handtücher aufhängen, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen.
  • Außerdem kannst du darauf achten, viel zu trinken und dein Gesicht, deine Füße und deine Handgelenke mit kaltem Wasser zu kühlen.

Hast du über mehrere Tage oder Wochen hinweg Muskelverspannungen oder einen steifen Hals, solltest du ärztlichen Rat einholen. Es kann nämlich sein, dass nicht nur Zugluft, sondern vielleicht eine Überlastung deiner Muskulatur oder psychische Probleme Auslöser für deine Schmerzen sein können.

Tipp: Darüber hinaus solltest du deinen Rücken gesund halten, indem du die Muskulatur für einen längeren Zeitraum aufbaust. So kann sie weniger verkrampfen. Eine Rückenschule, deren Kosten teilweise von den Krankenkassen übernommen wird, kann präventiv Rückenschmerzen vorbeugen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: