Plastikfrei: Rossmann testet Nachfüllstationen für Wasch- und Spülmittel

Foto: © Rossmann

In einigen Rossmann-Märkten in Tschechien gibt es schon länger Nachfüllstationen für Reinigungsmittel. Jetzt können auch Kund*innen in Deutschland sich Wasch- und Spülmittel in ihre eigenen Plastikflaschen einfüllen. Die Testphase startet in fünf Filialen.

Wer plastikfrei einkaufen will, kommt bei Reinigungsprodukten schnell an die Grenzen: Spülmittel, Waschmittel oder Glasreiniger stecken in der Regel in Plastikflaschen. Dass es auch anders geht, zeigen verpackungsfreie Supermärkte: Dort kann man sich Spülmittel und Co. in eigene Flaschen abfüllen.

Dieses Konzept testet nun auch Rossmann: Ab Oktober wird es in fünf Filialen in Deutschland entsprechende Nachfüllstationen für Wasch- und Spülmittel geben. Die Reinigungsmittel stammen von der Marke „Love Nature“, einem Tochterunternehmen von Henkel.

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So sehen die neuen Nachfüllstationen bei Rossmann aus. (Foto: © Rossmann)

Recyceltes Plastik und EU Ecolabel

Die Produkte sind vegan und tragen das EU Ecolabel. Das Label ist zwar kein Zertifikat für ökologisches Reinigungsmittel, es garantiert aber immerhin strengere Umweltstandards.

Wer sich Spül- oder Waschmittel abfüllen möchte, muss einmalig die dafür vorgesehene Flasche kaufen – und kann diese immer wieder verwenden. Die Flasche besteht laut Rossmann aus recyceltem Plastik. In diesen Filialen stehen die Nachfüllstationen:

  • München: Rosenkavalierplatz 12
  • Köln: Berliner Str. 52
  • Münster: Ludgeristr. 54
  • Hannover: Lister Meile 61 und Limmerstr. 15-17

Das will Rossmann testen

In der Testphase möchte Rossmann zunächst prüfen, ob sich die Nachfüllstationen technisch bewähren und wie groß der Reinigungsaufwand ist. Außerdem wird die Drogeriekette beobachten, wie gut die Stationen bei den Kund*innen ankommen.

In Tschechien hat Rossmann bereits vergangenes Jahr in fünf Städten Nachfüllstationen aufgestellt. Dort gibt es laut der „Lebensmittel Zeitung“ neben Waschmittel und Geschirrspülmittel auch Weichspüler, Shampoo, Duschgele und Handseife verschiedener Henkel-Marken.

Nachfüllstationen in anderen Geschäften

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Nachfüllstation bei dm (Österreich) (© dm / Marco Riebler)

Rossmann ist nicht der einzige Drogeriemarkt, der ein solches Angebot macht: Dm hat in Österreich in 24 Filialen Nachfüllstationen aufgestellt. Seit August gibt es außerdem in deutschen dm-Märkten Stationen für Nivea-Duschgel. Der Bio-Supermarkt Basic bietet Wasch- und Spülmittel der Marke Sodasan zum Abfüllen an.

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(2) Kommentare

  1. Guter Ansatz, aber wohl auch eher greenwashing bzw ein sich „schmücken“ mit guten Dingen.
    Henkel ist ja nun auch kein Vorreiter in Sachen Umweltschutz oder Arbeitsbedingungen….
    Ich hatte im November eine kleine Korrespondenz mit Rossmann. Mich interessierte warum die Plastikfreien Q-Tips der Eigenmarke ein Plastikfenster in der Verpackung haben. Mit einer Antwort tat man sich sehr schwer und verwies letztendlich darauf, dass das Plastikfenster im Karton einen hygienischen Grund hat….
    Ich habe dann einfach ein Foto der DM Eigenmarke geschickt – die haben kein Plastikfenster 🙂
    Wie siehts denn mit mittlerweile mit den Arbeitsbedingungen bei Rossmann aus? Da gab es ja vor ein paar Jahren auch Meldungen die an guten Absichten des Unternehmens Zweifel aufkommen ließen…

  2. Norbert-Brummer,
    um kurz auf die Arbeitsbedingungen einzugehen, die waren bei Rossmann noch nie schlecht, ebenfalls werden die Mitarbeiter mehr als ordentlich bezahlt und bekommen noch andere Vergütungen in Form von zb großzügigen Warenrabatt-gutscheinen. Es ging sich damals um eine Fremdfirma die für einige Rossmann-Filialen die Ware eingeräumt haben, mit denen gab es einen Werkvertrag und es gab den Verdacht der illegalen Arbeitnehmerüberlassung aber der hat sich nicht bestätigt. Diese Herrschaften wurden von der Firma schlecht bezahlt und das hat m. M nach nichts mit Rossmann zu tun um es plump zu sagen, als Leiharbeiter wird man auch schlechter bezahlt!