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Schokolade bei Stiftung Warentest: Das teuerste Produkt enttäuscht

Schokolade Stiftung Warentest
Foto: © Utopia

Stiftung Warentest hat 25 Tafeln Schokolade untersucht und auf Schadstoffe getestet. Insgesamt sind die Verbraucherschützer mit den Schokoladen zufrieden – sie haben in ihrer Bewertung aber ein wichtiges Kriterium vernachlässigt.

Milka, Ritter Sport, Lindt und Eigenmarken von Discountern – sie alle hat Stiftung Warentest untersucht. Mit dabei war auch eine Bio-Schokolade von Gepa, einige Produkte hatten außerdem ein Nachhaltigkeitssiegel, etwa Fairtrade, UTZ oder Naturland-fair. Der Kakaogehalt lag bei allen Schokoladentafeln zwischen 30 und 45 Prozent.

Das waren die Testkriterien:

  • Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl der Schokolade
  • Enthaltene Schadstoffe: Stiftung Warentest suchte unter anderem nach Kadmium, Aluminium, Nickel, Pflanzenschutzmittel und Mineralölrückständen
  • Enthaltene Keime und Bakterien
  • Verpackung und Deklaration

Stiftung Warentest Schokolade: Die Ergebnisse

Schokolade Milka Vollmilch
Milka erhält bei Stiftung Warentest die Note „gut“. Die Schokolade hat aber kein Nachhaltigkeitssiegel. (Foto: Utopia/aw)
  • Keine Schokolade ist „sehr gut“
  • Testsieger mit Note 1,9: „Die gute Schokolade“**
  • 15 Tafeln schneiden mit „gut“ ab, darunter zum Beispiel „Moser Roth Edel Vollmilch“ von Aldi und Milka Alpenmilch. Neun Schokoladen erhalten die Note „befriedigend“, so zum Beispiel die Vollmilch-Schokolade von Lindt.
  • Der Testverlierer: „Godiva Milk Chocolate.“

Die gute Nachricht: „Keine Schokolade ist nennenswert mit Pflanzenschutzmittel oder Kadmium belastet.“ Außerdem konnte Stiftung Warentest keine erhöhten Mineralölbelastungen feststellen. Mineralölrückstände in Schokolade sind immer wieder ein Problem. Öko-Test fand in einer aktuellen Untersuchung in fast allen analysierten Adventskalendern Mineralöl.

Sieger und Verlierer bei Stiftung Warentest

Allerdings fand Stiftung Warentest im Testverlierer einen anderen Schadstoff – ausgerechnet in der teuersten Schokolade. Die „Godiva Milk Chocolate“ war stark mit Nickel belastet. Sie kostet 6,95 Euro pro 100 Gramm. Allerdings gibt Stiftung Warentest Entwarnung: „Selbst wenn Schokoholics hin und wieder eine 79-Gramm-Tafel Godiva komplett verdrücken, müssen sie keine gesundheitlichen Auswirkungen befürchten.“

Besonders erfreulich ist der Testsieger: Die gute Schokolade“ überzeugt gleich mehrfach: Geruch und Geschmack haben den Testern gefallen, außerdem trägt die Tafel ein Fairtrade-Siegel. Zudem gehört sie mit 1 Euro pro hundert Gramm zu den günstigsten Schokoladen im Test.

Die Untersuchungsergebnisse zu allen 25 Schokoladentafeln gibt es bei Stiftung Warentest.

Schokolade und Nachhaltigkeit

Schokolade hilft immer!
Schokolade lieber nur bio und mit Nachhaltigkeitssiegel kaufen. (Foto: CCO Public Domain / Pixabay / AlexanderStein)

Schade ist, dass Stiftung Warentest Nachhaltigkeitssiegel oder Anbaubedingungen auf den Kakaoplantagen nicht in die Bewertung mit einbezogen hat. Zwar thematisiert die Verbraucherschutzorganisation in ihrem Heft Probleme der Kakaoproduktion. Für die Benotung der Schokoladenmarken spielt es aber keine Rolle, woher der Kakao stammt.

Dabei wäre das vor allem bei Schokolade wichtig. Für die Kakaoplantagen werden vielerorts Regenwälder gerodet. Auf den Feldern werden die Menschen für Knochenarbeit mit Hungerlöhnen bezahlt. Auch Kinderarbeit ist weit verbreitet. Wer nicht will, dass für seine Schokolade Umwelt und Menschen ausgebeutet werden, sollte daher Bio-Fair-Trade-Schokolade kaufen. Hier eine Übersicht mit Bewertungen: Bestenliste: Die besten Bio-Fair-Trade-Schokoladen

Den Testsieger kaufen

Die „gute Schokolade“ ist online u. a. erhältlich** bei Rossmann.

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(2) Kommentare

  1. „Aber sie schmeckt, …“
    Äh, wirklich? Und wonach?
    „… und darauf kommt es bei Schokolade genau wie bei anderen Genußmitteln doch hauptsächlich an.“
    Mag sein, aber nur bei Leuten mit äußerst eng geformtem Tellerrand.

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