Rezept: Seitan selber machen – so geht’s

Seitan selber machen, Weihnachtsmenü vegetarisch
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Wusstest du, dass du Seitan preiswert und einfach selber machen kannst? Du brauchst: Mehl, viel Wasser und Kraft zum Kneten.

Seitan ist durch seine bissfeste, fleischähnliche Konsistenz ein vielseitiges veganes Fleischersatzprodukt. Das sogenannte „Weizenfleisch“ besteht aus Weizeneiweiß (Gluten). Man kann es backen, kochen, grillen oder sich aufs Brot legen.

Wer Seitan selber machen will, für den gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann ihn aus Mehl gewinnen oder einfach mit Glutenpulver herstellen.

Variante 1: Seitan selber machen durch Mehl waschen

Um Seitan selber zu machen brauchst du nur Weizenmehl, Wasser und etwas Zeit. Für 250 g mischst du 500 g Mehl mit 300 ml Wasser. Knete die Masse so lange, bis sie geschmeidig ist. Dann bedeckst du den Teig mit Wasser und lässt ihn 20 Minuten ruhen.

Gib den Teig nun in ein Sieb und lege das Ganze in ein Wasserbad. Knete die Masse vorsichtig und tausche das Wasser zwischendurch immer wieder aus. Wiederhole den Vorgang ungefähr drei Mal.

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Waschen, bis das Wasser klar ist

Durchs Auswaschen entziehst du dem Teig Stärke, zurück bleibt das klebrige Weizeneiweiß. Wenn das Wasser klar aussieht, ist dein Seitan fertig. Wringe den Klumpen aus und wickle ihn fest in Frischhaltefolie oder einen geeigneten plastikfreien Ersatz. Lege die Masse für ungefähr eine Stunde in den Kühlschrank. Danach kannst du sie weiterverarbeiten.

Im Video siehst du, wie es geht:

Variante 2: Seitan selber machen mit Weizengluten

Seitan selber machen geht noch viel einfacher, wenn du fertiges Glutenpulver nimmst. Bei dieser Variante kannst du besser abschätzen, wie viel Teig am Ende herauskommt. Mische Weizengluten und Wasser im Verhältnis 1:1, gib also beispielsweise 250 g Weizengluten in eine Schüssel und gieße 250 ml Wasser hinzu. Da das Auswaschen bei dieser Variante entfällt, knetest du das Ganze sofort zu einer klebrigen Seitanmasse.

Seitan selber machen: Mehl, Wasser – mehr brauchst du nicht
Seitan selber machen: Mehl, Wasser – mehr brauchst du nicht (Foto „homemade seitan“ von Stacy Spensley unter CC BY 2.0)

Seitan selber machen: würzen nicht vergessen

Genau wie Naturtofu besitzt Seitan wenig Geschmack. Mariniere ihn daher zum Beispiel mit Sojasoße, Olivenöl, Kräutersalz, Balsamico, Knoblauch oder Grillgewürz. Tipp: Lege den in Scheiben geschnittenen Seitan in eine Dose, füge Gewürze und Soßen hinzu und schüttle das Ganze bei geschlossenem Deckel. Lasse die Marinade mindestens eine Stunde einwirken, so erhältst du ein köstliches Aroma.

Im Kühlschrank hält sich der selbst gemachte Fleischersatz in einem luftdichten Gefäß etwa eine Woche. Natürlich kannst du ihn auch einfrieren und später weiterverarbeiten.

Auf dem Blog Mehr als Rohkost findest du noch viele weitere vegetarische und vegane Rezepte.

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(8) Kommentare

  1. Erstmal wird er immer wie Gummi. Ich schneide ihn immer in kleine Stücke und koche diese 20 min in einer Brühe. Dann ist es nichtmehr wie Gummi. Dann anbraten schmeckt am Besten.

  2. Ich koche ihn direkt ohne ihn eine Stunde in den Kühlschrank zu legen. Danach fülle ich die Stückchen mit der Brühe in ein Glas mit Deckel, wenn es abkühlt wird der Glasdeckel angezogen. Ich denke das hält weitaus länger als eine Woche im Kühlschrank.

  3. @Mareen:
    meinen Seitan stelle ich her, indem ich im Verhältnis 1:1 Gluten und („normales“) Mehl mische, da die Gewürze hinein und dann das Wasser hinzufüge. Seitan aus purem Gluten wird bei mir immer zu gummiartig^^

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